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Honda Brennstoffzelle: Vereinfachter Aufbau verdoppelt Leistungsdichte
12.11.2004
Bereits im Dezember 2002 begann Honda mit dem Leasing der ersten FCX Brennstoffzellenfahrzeuge an Kunden in Japan und den USA. Der Honda FCX war das erste Brennstoffzellen-Fahrzeug, das in diesen beiden Ländern zur kommerziellen Benutzung zertifiziert wurde. Dort kann man den FCX wie jedes andere "konventionelle" Fahrzeug zulassen und bewegen. Um weitere Informationen und Testergebnisse zu erhalten, plant Honda in der nächsten Zeit den FCX im Nordosten Amerikas zu verleasen. Dort sind die Wetterbedingungen gegeben, um alle Fähigkeiten des FCX, gerade aber die Kaltstartfähigkeiten, auszutesten. Die Entwicklung einer verbesserten Brennstoffzellen-Einheit startete 2003. Durch die Reduzierung der Bauteile um 50 Prozent konnte das Gewicht und die Komplexität der Herstellung verringert sowie eine Verdopplung der Leistungsdichte erreicht werden. Den erstmaligen Betrieb bei Temperaturen bis -20 Grad Celsius und die längere Haltbarkeit der Zellen ermöglichten neu entwickelte, aromatische Elektrolyt-Membranen. Ihre Ionen-Leitfähigkeit ist bei niedrigen Temperaturen doppelt so hoch wie bei einem konventionellen Stack. Das erleichtert den Betrieb bei Minusgraden. Des Weiteren wurden viele Spezialmaterialien durch einfachere Materialien ersetzt. Dadurch verringern sich die Produktionskosten und das Recycling wird vereinfacht.
Nach den ersten Tests bei Minusgraden wurden keine Einschränkungen der Laufleistung oder der Startfähigkeiten festgestellt. Dies liegt nicht zuletzt auch an der kompakteren Struktur, die eine Aufwärmzeit von gerade einmal 20 Prozent eines herkömmlichen Stacks benötigt. Der effiziente und moderne Honda FC Stack wurde außerdem für den Einsatz in Rollern verkleinert. Der Brennstoffzellen-Roller-Prototyp, kurz FC Scooter, lehnt sich an Roller der 125ccm-Klasse an, den Pendler überall auf der Welt schätzen. Um Platz zu sparen, wurde das elektrische Antriebssystem auf der Hinterradschwinge und die Honda FC Stack-Brennstoffzelle in der Mitte des Fahrzeugs platziert. Alle weiteren Systeme wurden kompakt um beide Einheiten herum eingebaut. Das Ergebnis ist ein Roller, der nicht größer ist, als ein entsprechendes Pendant mit Verbrennungsmotor der gleichen Klasse.
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