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Bela Barényi ist der letzte Pionier des Automobilbaus, und er ist außerhalb der Fachwelt weitgehend unbekannt, trotz vieler grundsätzlicher Patente, ohne die unsere heutigen Fahrzeuge nicht denkbar wären. Harry Niemanns Buch ist eine Hommage an den Menschen und Konstrukteur. Nicht nur der Silentblock, die Sicherheitszelle und die Knautschzone sind Barényis Entwicklungen, er hat schon 1925, lange vor Ferdinand Porsche, das Konzept des Volkswagens mit luftgekühltem Boxermotor, wahlweise als Frontmotor oder im Heck und dem Differential zwischen Motor und Getriebe skizziert. Bis 1938 werden unter seinen Namen 150 Patente registriert. 1934 arbeitete er unter Gustav Röhr bei Adler, danach als freier Mitarbeiter unter anderem bei Norton und Tatra, um dann nach dem Krieg die PKW-Entwicklung von Daimler-Benz maßgeblich zu gestalten. Diesem Arbeitgeber blieb er bis zum Ruhestand treu und so sind viele Entwicklungen, die Daimler-Benz als innovatives Unternehmen bei sicherheitsrelevanten Fragen bekannt gemacht haben, von Barényi angestoßen worden. Alle richtungsweisenden Entwicklungen werden in dem Buch vorgestellt. Aber das Buch beschränkt sich nicht nur auf Bela Barényi als genialen Konstrukteur, sondern beschreibt auch seinen Lebensweg in der Umbruchszeit zwischen den Weltkriegen und seine österreichisch-ungarischen Wurzeln. Das Buch ist ein Muß für jede Autoliteratursammlung. (Text: dr )
Harry Niemann
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