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Karl Maybach, Sohn von Wilhelm Maybach, ist der eigentliche Schöpfer des "Deutschen Rolls-Royce". Seit den Zwanziger Jahren entwickelte und produzierte er Luxuslimousinen, die bis heute einen legendären Ruf besitzen. Mit edlen Karossen von Spohn oder Erdmann & Rossi bekleidet, weckten die Maybach Sechs- und Zwölfzylinder die Begehrlichkeit der Schönen und Reichen und diese Faszination hat sich bis heute gehalten. Daneben produzierte die Friedrichshafener Firma Hochleistungsmotoren für Schiffe, Luftschiffe, Flugzeuge, Züge, Omnibusse, Lastwagen und Panzer. Diese breite Fertigungspalette macht das Buch farbig: Zeppeline, Züge wie der berühmte "Fliegende Hamburger" oder Schiffsausrüstungen werden ausführlich vorgestellt. Selbst ein Blick auf das Privatleben von Karl Maybach bleibt dem Leser nicht versagt. Der Zweite Weltkrieg war auch für die Maybach-Werke eine Zäsur: Mit der Konzentration auf den Motorenbau fand das Unternehmen eine wirtschaftliche Basis, die das Überleben bis heute sichert. Unter dem Namen MTU ist die Firma heute Bestandteil des DaimlerChrysler-Konzerns, der damit auch die Rechte an der Marke "Maybach" hält. Der Autor, Dr. Harry Niemann, ist Leiter des DaimlerChrysler Konzernarchivs da versteht es sich von selbst, daß die Wiederbelebung des Markennamens durch die neuen Maybach Typen 57 und 62 eine breite Würdigung erfährt. Und das ist gut, denn so kann man direkt zwischen den Klassikern und dem was heute unter der Marke angeboten wird, vergleichen. Harry Niemann
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