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Peugeot 307 SW: Innovatives Fahrzeugkonzept
19.01.2004
Mit dem 307 SW hat Peugeot nicht nur ein neuartiges Fahrzeugkonzept realisiert. Vielmehr werden individuelle Kundenwünsche, u.a. nach flexibleren Einsatzmöglichkeiten erfüllt. Denn genau dieser Trend führt dazu, dass Kombis und Vans gegenüber konventionellen Modellen immer mehr Zuspruch erfahren. Ende 2000 waren in Europa Limousinen zwar mit rund 65 Prozent noch die vorherrschende Karosserievariante im Marktsegment gegenüber 16 Prozent für Vans, 14,5 Prozent für Kombis sowie 4,5 Prozent für Coupés und Cabriolets. Doch seit Anfang der 90er Jahre verloren die Limousinen rund 20 Prozent ihrer Zulassungszahlen an Kombis an Vans. Das wesentliche Merkmal beim SW-Konzept ist, dass die Platzvorteile und die Variabilität eines Minivans mit der kompakten Form eines Kombis vereint werden. Im SW bleibt aber die Fahrdynamik erhalten, die den herkömmlichen Vans konzeptionsbedingt fehlt. Hinzu kommt, dass neben dem beachtlichen Raumangebot (Platz für bis zu sieben Personen) ein riesiges Panorama-Dach für mehr Licht im Innenraum sorgt. Der SW baut auf der mit der 307-Limousine eingeführten Plattform auf, die mit einer neuen Heckeinheit versehen wurde. Der Radstand ist gegenüber der Limousine um zehn, der hintere Überhang um zwölf Zentimeter länger. Die Gesamtlänge des Fahrzeuges beträgt 4,42 Meter, bei einer Breite von 1,75 Meter und einer Höhe von 1,54 Meter. Relativ hoch angeordnete Sitze bieten eine gute Verkehrsübersicht. Das Armaturenbrett ist ergonomisch gestaltet, hinzu kommen zahlreiche Ablagen, Dosenhalter und eine 12-Volt-Steckdose. Vier Rundinstrumente, das zweiachsig verstellbare Lenkrad und der ebenso justierbare Sitz sind ebenfalls obligatorisch. Um für die unterschiedlichsten Situationen die jeweils passende Innenraum-Konfiguration zu bieten, weist der SW ein modulares Sitzkonzept mit Einzelsitzen auf. In der zweiten Sitzreihe befinden sich drei Einzelsitze, die sich in Längsrichtung und Lehnenneigung verstellen, zum Tisch umklappen oder ganz hochklappen lassen. Für die dritte Sitzreihe gibt es als Zubehör zwei Zusatzsitze. Auch sie sind klappbar, neigungsverstellbar, auszubauen und mit rund zwölf Kilogramm reativ leicht. Ist der SW als Sechs- oder Siebensitzer im Einsatz, bleibt das Kofferraumvolumen mit rund 140 Litern bescheiden. Bei zwei, drei, oder vier Mitfahrern läßt sich der Laderaum auf ca. 1900 Liter vergrößern. Im vorgestellten Testwagen ist der 2-Liter-HDi-Selbstzünder (107 PS, patentiertes Rußpartikel-Filtersystem FAP) eingebaut. In rund zwölf Sekunden erreicht der Wagen aus dem Stand die 100-km-Marke, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei rund 185 km/h. Der Drittelmixverbrauch für das 1450 Kilogramm schwere Fahrzeug: ca. sechs Liter. Der 307 lässt sich ausgezeichnet fahren die Servolenkung arbeitet präzise und direkt. Geradeauslauf und Bremsverhalten sind einwandfrei, die Federung ist relativ straff, aber trotzdem noch komfortabel genug abgestimmt. Nur in schnell gefahrenen Kurven ist ein leichtes Untersteuern zu spüren, das bleibt aber unproblematisch. Außerdem sorgt das elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) für zusätzliche Sicherheit. Der Preis in der Premium-Ausführung beträgt 22.600 Euro.
(Text: Jörg-Thomas Födisch ) |
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