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Aktualisiert am 31.12.2011
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Citroën C2 VTS: Kraftzwerg

29.10.2004

pfeil  Technische Daten  

C2
Die exzentrische Grafik der Schulter ist beste Citroën-Tradition, ihre sportliche Linie unterstreicht die dynamischen Talente des C2

"Stadtsportwagen" wurde der zwar praktische und pfiffige, aber nicht gerade mit übermäßigem Temperament gesegnete C2 von den Marketingstrategen des französischen Herstellers schon immer gerufen. Seit dem Pariser Salon 2004 beweist nun die 122 PS starke Version VTS, dass dieser Anspruch ernst gemeint ist.

Adrett aufgeputzt, mit dezenten Spoilern in Wagenfarbe, sowie schön gestalteten 16-Zoll-Alufelgen erzeugt das kleine Kraftpaket echtes GTI-Gefühl. Zusätzliche Nebelscheinwerfer, ein schwarz lackierter Kühlergrill, eine Chromblende am Auspuff und das VTS-Logo zeigen dem Publikum, dass ein kleiner Sportler auf der Straße unterwegs ist.

Dafür griffen die Ingenieure tief in ihre Trickkiste: Die Nockenwelle, der Ansaugkrümmer, die Einspritzung, die Abgasanlage und die Ventil-Steuerzeiten wurden modifiziert. Nun dreht der 1,6-Liter-Motor bereitwillig bis 7.200 U/min und mobilisiert 13 PS mehr als die Basisversion. Das maximale Drehmoment von nun 143 Nm liegt bei 3.750 Umdrehungen an. Damit realisiert der Kleinwagen den Spurt von 0 auf 100 km/h in weniger als neun Sekunden und eine Spitze von 202 km/h.

C2
Von hinten ist der VTS nur am Spoiler sowie an der Auspuffblende zu erkennen

Geschaltet wird mit einem kurz gespreizten Fünfgang-Getriebe, das exakt geführt ist und sich leicht bedienen läßt. Unterstützung erfährt das agile Temperament des kleinen Franzosen durch die sportlich abgestimmte Servolenkung, die lediglich 2,6 Umdrehungen von Anschlag zu Anschlag benötigt und ausreichend direkt arbeitet.

Frontantriebstypisch machen sich die Antriebskräfte an der Vorderachse bemerkbar. Stärkere Stabilisatoren und härtere Federn sorgen aber im Zusammenspiel mit den 195/45R16-Reifen für einen guten Bodenkontakt und machen den C2 im Grenzbereich absolut beherrschbar. Falls doch einmal die Haftung verloren gehen sollte, greift das serienmäßige elektronische Stabilitätsprogramm ESP korrigierend ein. Verzögert wird mit innenbelüfteten Scheibenbremsen vorne sowie Trommeln hinten, die zuverlässig wirken und gute Leistungen bieten.

Innen findet man das gleiche Cockpit wie im Basis-C2. Kleine, aufgeklebte Blenden in Alu-Optik sollen für sportliches Flair sorgen, können sich aber gegen die große, schwarze Plastiklandschaft des Armaturenbretts nur schwer durchsetzen.

C2
Zwischen Lust und Frust: Im Cockpit dominiert schwarzes Plastik, das mit Alublenden, poliertem Metallschaltknauf und gelochten Pedalen verfeinert wurde.

Echte sportliche Ausstrahlung entsteht hingegen durch die gelochten Aluminiumpedale, die runden Lüftungsdüsen im Aluminium-Look und den silbernen Schaltknauf. Ein Lederlenkrad, beheizbare Außenspiegel, Licht- und Regensensor sowie ein CD-Radio sind genauso Bestandteil der Serienausstattung wie Front- und Seitenairbags. Für etwa 2.800 Euro extra gibt es ein Navigationssystem mit integriertem Telefon und Sprachsteuerung.

Straffe Sportsitze, die gleichzeitig akzeptablen Komfort bieten, nehmen die Front-Passagiere auf. Hinten gibt es zwei Einzelsitze, die sich verschieben und einzeln umklappen lassen. Damit hat man ein Kofferraumvolumen von 166 bis 875 Liter zur Verfügung. Zusammen mit der geteilt öffnenden Heckklappe – das Fenster geht nach oben auf und das Blechsegment nach unten – bietet der VTS damit ein gehöriges Maß an praktischen Talenten.

Die Aufpreisliste ist kurz: neben dem Navigationssystem kann man noch Kopfairbags für 200 Euro ordern. Der kleine Kurvenkünstler ist für einen Basispreis von 15.990 Euro zu haben. Damit bietet der 3,66 m kurze und lediglich 1150 kg schwere C2 VTS maximalen Fahrspaß für kleines Geld.

(Text: Rainer Roßbach )
(Fotos: Rainer Roßbach )

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