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Technik Museum Speyer: Peugeot im Rallye-Sport / bis 30.9.
31.03.2004
Seit über 70 Jahren ist Peugeot im Rallye-Sport engagiert: Fünf Weltmeisterschaften und zahlreiche Siege fuhren die Renner aus Ostfrankreich ein. Anlässlich dieser großen Erfolge haben die Peugeot Deutschland GmbH in Zusammenarbeit mit dem Peugeot Museum in Sochaux (Frankreich) und dem Technik Museum Speyer die Sonderausstellung "Die Löwen zeigen Krallen: Peugeot im Rallye-Sport gestern und heute" konzeptioniert, die bis zum 30. September 2004 in der Pfalz zu sehen ist. Unvergessen sind die spektakulären Einsätze der Peugeot 404 und 504 bei den Schlammschlachten der sechziger Jahre bei der East African Safari Rallye oder die Dominanz der 205 Turbo 16 am Col de Turini und auf anderen Rallye-Strecken in den siebziger Jahren, wo man auch bei den Weltmeisterschaften 1985 und 1986 siegte. In der jüngsten Vergangenheit errang Peugeot mit dem 206 WRC drei Titel (2000, 2001 und 2002) in der Markenweltmeisterschaft in Folge. Ein Dreifach-Triumph der besonders hoch zu bewerten ist, weil er gegen 6 starke Konkurrenten aus Europa und Fernost eingefahren wurde. Insgesamt 12 Rallye-Fahrzeuge , wie z.B. Peugeot 403, 504 V6 Coupé, 205 Turbo 16, 405 Turbo 16 Paris Dakar, 206 WRC uvm., werden bei der Sonderausstellung vom 27. März bis 30. September 2004 zu sehen sein.
Schon beim ersten Straßenrennen 1894 von Paris nach Rouen, einer Veranstaltung die als Vorläufer der heutigen Rallyes gelten darf, stand Peugeot mit einem Typ 3 auf dem Siegertreppchen. Auf der Strecke von 126 km erreichte der Viersitzer mit 565 ccm-V2-Motor eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 26,26 km/h. Die Mutter aller Rallyes, die Rallye Monte Carlo, konnten 1932 in der Kategorie Kleinwagen erstmalig zwei Peugeot für sich entscheiden. Ein Jahr später folgte der Sieg im "Coupe des Dames" durch das Team Ustinx/Desforest. In den 50er Jahren errangen die Typen 203 und 403 eindrucksvolle Platzierungen. Ab 1953 engagierten sich die "Löwen" bevorzugt in Afrika. 1959 begann dann die spektakuläre Siegesserie mit zehn Titeln in Folge in verschiedenen Klassen der East African Safari Rallye (Kenia). Hier wechselten sich dann die Peugeot 403 und 404 regelmäßig auf dem Siegerpodest ab. Die Tradition fortführend, reihte sich der Peugeot 504 in den 70er Jahren in Form der Limousine und später auch als Coupé in diese Erfolgsserie ein.
Als am 19. Oktober 1981 Jean Todt zum Leiter der Renn- und Motorsport-Abteilung berufen wurde, läutete man bei Peugeot eine weitere Siegesserie ein. Mit dem Typ 205 Turbo 16 gewann man die Marken- und Fahrer-Weltmeisterschaft 1985 und 1986. Selbst beim Klassiker Paris-Dakar siegte Peugeot von 1987 bis 1990 auf 205 Turbo 16 und 405 Turbo 16. Erstmalig kann eine Ausstellung über Peugeot im Rallyesport in dieser Form und in diesem Umfang in Deutschland besichtigt werden. Die Sonderausstellung "Die Löwen zeigen Krallen: Peugeot im Rallye-Sport gestern und heute" kann vom 27. März bis 30. September 2004 täglich von 9 - 18 Uhr im Technik Museum Speyer besucht werden.
(Text: Rainer Roßbach ) |
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