|
|
|
|
Antoni Gaudí: Lyrik des Raums
09.10.2004
Ein revolutionärer Architekt und inspirierter Träumer im Bremer Paula Modersohn-Becker Museum Schneckenförmige Schornsteine, tanzende Tische, fließende Fassaden, Kirchtürme wie in einem Märchenland aus Eis und Zuckerguss - Antoni Gaudí (1852 - 1926) hat mit seinen ebenso eigenwilligen wie visionären Entwürfen die Architektur in seinem Heimatland geprägt. Zu den berühmtesten Beispielen gehören die Kathedrale von Palma de Mallorca, die Casa Battló, die Casa Milà und natürlich die monumentale, bislang unvollendete "Sagrada Família" in Barcelona. Doch auch im fernen Bremen hat sich Bernhard Hoetger beim Bau des Paula Modersohn-Becker Museums von dem spanischen Baumeister inspirieren lassen. So gibt es kaum einen besseren Ort, um sich von den zahlreichen Original-Entwürfen und Modellen, Möbeln und Türen in die überbordende Ideenwelt des Antonio Gaudí entführen zu lassen. Gaudís Entwürfe sind stets den Formen der Natur nachempfunden, und so wirken seine Bauwerke mit ihrer z. T. komplett von ihm gestalteten Inneneinrichtung - bei aller Exaltiertheit - organisch und wohnlich.
Die Ausstellung ist eindrücklich, aber nicht überfrachtet angelegt und bietet einen Überblick über Gaudís Leben, seine künstlerische Entwicklung und die Prinzipien seiner Baukunst. Wer sich noch ausführlicher mit dem epochemachenden Architekten auseinandersetzen möchte, kann dies im Rahmen des interessanten Begleitprogramms tun: Am 14. und 20. Oktober sowie am 10. und 11. November (jeweils 19 Uhr) erläutern Experten der Hochschule Bremen die Konstruktionsprinzipien von Gaudís Werken, vom 2. November bis 10. Dezember findet eine Fotoausstellung im Gebäude der Sparkasse Bremen statt, und das Kino 46 (www.kino46.de) zeigt zum Thema passende Filme. Die Ausstellung läuft bis zum 12. Dezember 2004. Antoni Gaudí
(Text: Falko von Ameln ) |
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||