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Aktualisiert am 31.12.2011
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Tutanchamun: Das goldene Jenseits

16.11.2004

Eingeweidesarg
Eingeweidesarg, Tal der Könige, Grab Tutanchmuns, Ägyptisches Museum Kairo

Als Howard Carter am 4. November 1922 das Grab des Tutanchamun im Tal der Könige entdeckte, ging nicht nur für ihn selbst ein lang gehegter Traum in Erfüllung. Der Fund eines nahezu unberaubten Königsgrabes gilt bis heute als einer der größten Sensationen in der Geschichte der Archäologie. Ausgerechnet in der letzten Ruhestätte eines fast unbekannten jungen Königs fanden sich bisher ungeahnte Schätze und Kostbarkeiten, die die Wissenschaftler wie auch die breite Öffentlichkeit gleichermaßen in Erstaunen versetzten.

Die faszinierenden Schätze aus der Grabkammer des legendären Pharaos Tutanchamun zählen zu dem größten kulturhistorischen Erbe der Welt. Nach über 20 Jahren sind sie erstmals wieder in Europa zu sehen, zusammen mit weiteren kostbaren Funden der 18. Dynastie.

Insgesamt zeigt die Kunst- und Ausstellungshalle in Bonn 120 unschätzbar wertvolle Leihgaben aus dem Ägyptischen Museum in Kairo. Die Ausstellung präsentiert 50 der bedeutendsten Kunstwerke aus dem Grab des Tutanchamun. Ihnen werden Fotos von Howard Carter gegenübergestellt, dessen sensationeller Fund im Jahr 1922 die Welt bewegte. Diese Aufnahmen illustrieren den Zustand des Grabes bei der Öffnung. Den historischen Zusammenhang zur Geschichte und Grabausstattung der 18. Dynastie, die vom 15. – 14. Jahrhundert v.Chr. das Reich am Nil beherrschte, stellen 70 auserlesene Funde aus dem Tal der Könige und umliegenden Tempeln her.

Eine eigens für diese Ausstellung produzierte, farbige Rekonstruktion der Malereien in der Sargkammer Tutanchamuns, vertieft im Zentrum der Ausstellung den Einblick in die Jenseitsvorstellung der Pharaonen.

Kartuschekasten
Kasten in Kartuscheform, Tal der Könige, Grab Tutanchmuns, Ägyptisches Museum Kairo

Gold - "Das Fleisch der Götter" - galt im alten Ägypten als Farbe der unvergänglichen Sonne und war ein Symbol für die Wiedergeburt im Jenseits. Der Untertitel der Ausstellung verweist auf die religiöse Bedeutung der goldenen Grabschätze, die etwa 3500 Jahre alt sind.

Die Ausstellung ist chronologisch aufgebaut und beginnt mit Grabbeigaben von Thutmosis IV. und Amenophis II., der im letzten Viertel des 15. Jh. v. Chr. regierte, sowie Schätzen aus dem Grab des Höflings Maiherperi. Es folgen Prunkstücke, wie der Goldene Sarg der Tuja aus dem Grab von Juja und Tuja, den Schwiegereltern Amenophis’ III. und Objekte aus der Zeit des „Ketzerkönigs“ Echnaton (ursprünglich Amenophis IV.), dem Vorfahren Tutanchamuns, der von ca. 1352 bis 1336 regierte und Aton zum alleinigen Gott, als Quelle sämtlichen Lebens erhob.

Den Höhepunkt bilden die Grabbeigaben des Tutanchamun (1332 – 1323 v. Chr.): der reich verzierte Eingeweidesarg, das Diadem des Tutanchamun vom Kopf der Mumie im Grab oder die Königliche Kanopenbüste ebenso wie die beiden Königstatuetten (Tutanchamun als König von Unter- und Oberägypten) die den Einblick in die "Grabschätze aus dem Tal der Könige" abrunden.

Tutanchamun
Das goldene Jenseits
Grabschätze aus dem Tal der Könige
4. November 2004 bis 1. Mai 2005

Zu sehen ist die Ausstellung ab dem 4. November 2004 bis zum 1. Mai 2005 in der
Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
Friedrich-Ebert-Allee 4,
53113 Bonn
Telefon 0228-9171-200
www.bundeskunsthalle.de

Die Karten sollten möglichst im Vorverkauf erworben werden

Öffnungszeiten
Montag 10 bis 19 Uhr
Dienstag bis Sonntag 10 bis 21 Uhr
An allen Feiertagen 10 bis 21 Uhr
31. Dezember 2004 /. Februar 2005 (Rosenmontag) geschlossen

(Text: pt )
(Fotos: Andreas F. Voegelin, Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig )

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