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Bitter CD II: Machs nochmal, Sam!
07.01.2005
Erich Bitter, Schöpfer klassischer Coupés auf Opel-Basis, hat sich zurückgemeldet. "Nach 30 Jahren wird es wieder einen CD geben", sagt er und präsentiert einen Prototypen, der auf dem australischen Holden Monaro basiert. Damit greift er wieder einmal auf GM-Komponenten zurück, wie schon beim legendären CD Coupé aus den Siebzigern. Dieser verwendete damals den 5,4 Liter V8 aus dem Opel Diplomat. Aus dieser Zeit stammen auch die Kontakte zu Bob Lutz, der auch diesmal wieder bei der Lieferung der technischen Plattform zur Hand geht. Die Karosserie des neuen CD II ist eine gelungene Mixtur aus deutschen, japanischen und italienischen Designzitaten. In der Front finden ein Kühler à la Pininfarina und Scheinwerfer im Stil des Nissan 350 Z zusammen, das geradlinige, seitliche Profil folgt deutschen Vorstellungen von eleganter Technizität und die in die Heckkotflügel eingelassenen runden Lichter sprechen italienisch.
Mit dieser Mischung aus US-Technik, eigenständigem Design und deutschem Perfektionsanspruch will Erich Bitter so erfolgreich sein wie in den siebziger Jahren, denn schließlich war er zu dieser Zeit der achtgrößte deutsche Hersteller einen neunten gab es allerdings nicht. Kein Grund zur Ironie, denn vom Bitter SC wurden insgesamt etwa 1.500 Exemplare gebaut und verkauft. Nicht zuletzt in den USA fand dieses Fahrzeug ein reges Interesse. Deshalb ist sich Erich Bitter sicher, dass er den CD II für einen Preis von etwa 100.000 Euro ohne Probleme verkaufen kann. Neben dem gefälligen Äußeren soll vor allem die Verwendung von GM-Großserientechnik ein wichtiges Pfund bei der Vermarktung sein.
Der 5,7-Liter-V8 unter der Fronthaube ist ein Abkömmling des millionenfach gebauten "Small Blocks" von General Motors. Neben dem Holden Monaro wird das 404 PS starke Aggregat auch im aktuellen Pontiac GTO eingebaut. Das reicht, um die 1,7 Tonnen des CD II auf 250 km/h zu beschleunigen. Im Innenraum des Coupés wird feinstes De-Sede-Leder verarbeitet, worauf Bitter besonders stolz ist: "Das ist selbst DaimlerChrysler für den Maybach zu teuer". Der Produktion von etwa 150 Autos im Jahr steht eigentlich nur noch ein Mangel an Kapital im Weg. Mittels der Emittierung von Genußscheinen will Bitter etwa 6 Millionen Euro aquirieren, um die Fertigung in Gang setzen zu können. Nach vier Jahren und 600 Exemplaren soll dann Schluß sein, falls man sich das bei Erich Bitter überhaupt vorstellen kann.
(Text: Rainer Roßbach ) |
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