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Aktualisiert am 31.12.2011
© 2011 virto GmbH
Sivax Xtile: Fast Forward

02.01.2005

Sivax Xtile
Das Design der Xtile-Leuchten provoziert und läßt die Front aggresiv wirken

Es hat schon Tradition: Bereits 2002 präsentierte das japanische Ingenieurbüro Sivax, mit Büros in Yokohama und Paris, eine Studie auf dem Pariser Salon. Während dieses Konzept mit dem Namen Kira Streetster versponnen-wolkig (und spannend) vom gemächlichen Cruisen durch die Megalopolis als Akt der Mode erzählt, ist die neueste Kreation der Japaner ein Roadster reinsten Wassers.

Der Xtile ist ein puristischer Zweisitzer mit klassischen Proportionen. Die lange Haube und die kurzen Überhänge haben als Basis eine vier Meter lange und ca. 190cm breite Plattform. Die Höhe beträgt lediglich 1,12 m.

Die glatten Flächen der Karosserie werden durch Designelemente à la "New Edge" orchestriert. Das trifft besonders auf die spitz zulaufende Form zu, die sich, vom vorderen Radlauf ausgehend, um die Kopfhutzen zieht. Eine knappe, geschwungene Scheibe begrenzt das Cockpit nach vorne.

Eine halbtransparente Fläche vor der Tür sowie eine Linie, die sich vor dem hinteren Radlauf von der Fahrzeugbasis aus zur Kotflügelkante aufschwingt verleihen der Silhouette eine subtile Dynamik.

Auf 19 Zoll große Alu-Speichenfelgen mit Zweifarben-Lackierung sind Reifen der Dimension 225/35 aufgezogen. Der Radstand von 2,40 Meter läßt die Räder weit in die Ecken der Karosse rücken und gibt so dem Roadster einen Ausdruck von besonderer Stabilität. Das Heck mit jeweils zwei runden Rückleuchten ist klassisch angelegt. Ein Diffusor mit zentral integriertem Doppelauspuff stabilisiert das Design nach unten.

Sowohl die vorderen wie auch die hinteren Lampen sind in einem Metallträger montiert, der als gestaltendes Element das Karosseriedesign wesentlich mitbeeinflußt. Besonders hochwertig wirken sie durch die Verschraubung.

Sivax Xtile
Das Heck des Sivax-Roadsters kombiniert klassisches Sportwagendesign mit Doppelrückleuchten.

Je zwei übereinander angeordnete Xenon-Leuchteinheiten vorne sorgen mit einer leichten Asymmetrie für Spannung. Zusammen mit der tief liegenden, großen Kühlluftöffnung geben sie dem Xtile eine angriffslustige Optik.

Der Innenraum ist eigenwillig. Ausgehend vom Zwischenraum der Hutzen schwingt sich ein massiver Kunststoffbogen bis vor den Schalthebel. Zum einen wird das Passagierabteil dadurch deutlich getrennt, zum anderen befinden sich auf der dem Fahrer zugewandten Seite Bedienelemente wie z. B. der Starterknopf für den Motor. Der Pilot findet hinter einem nach unten abgeflachten Lenkrad Platz. Nachdem er in mit grauem Leder bezogenen Sitzschalen Platz genommen hat, liegen drei Rundinstrumente in seinem Blick. Diese befinden sich jeweils in einer eistütenförmigen Hülle, die in Wagenfarbe sowie in Weiß lackiert sind.

Auch die Ingenieure hatten ihre Spielwiese: Die Türen sind mit einem Spezialscharnier angelenkt. So öffnen sie sich parallel zum Fahrzeug, wobei der vordere Teil um 90 Grad abgeknickt wird.

Als technische Basis kommen Komponenten des Honda S 2000 zum Einsatz. Der aus diesem Modell bekannte Zweiliter-Leichtmetall-Vierzylinder mit 16 Ventilen und obenliegenden Nockenwellen entwickelt 240 PS sowie 208 Nm Drehmoment bei 7.500 min-1. Die Höchstgeschwindigkeit des Sivax Xtile dürfte bei 240 km/h liegen, die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 6,2 Sekunden wird mit einem Sechsganggetriebe umgesetzt.

Die Vorderachse weist, genauso wie die Hinterachse, doppelte Dreieckslenker und einen Stabilisator auf, gelenkt wir mit einer elektrischen Zahnstangenlenkung. Verzögert wird mit innenbelüfteten Scheiben vorn und Scheiben hinten.

Sivax Xtile Sivax Xtile Sivax Xtile
Das exzentrisch gestaltete Cockpit orientiert sich konsequent am Fahrer.
Doppelpfeil
Die mit der Karosserie verschraubten Aufnahmen für die Lampen sind bestimmende Elemente des Gesamtdesigns.
Doppelpfeil
Durch ein Spezialscharnier öffnet sich die Tür parallel zum Fahrzeug.
Doppelpfeil
 

(Text: Rainer Roßbach )
(Fotos: Sivax )

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