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New Beetle Ragster: Sportkäfer
16.01.2005
Ob der New Beetle für Volkswagen ein Erfolg ist, hängt vom Blickwinkel ab. Das Markenimage hat sicher gewonnen, für ein Nischenprodukt sind über 800.000 verkaufte Einheiten beachtlich, aber für eine eigene Baureihe im Volkswagen-Programm dagegen eher wenig, zudem lassen die Verkäufe inzwischen deutlich nach. 11 Jahre nach der Präsentation des Concept 1 an gleicher Stelle, die dann zum New Beetle führte, legt Volkswagen auf der Detroit Motor Show nun nach, um dem Serienprodukt in dem Land, in dem der alte Käfer immer noch einen besonderen Kultstatus genießt, noch einmal auf die Beine zu helfen und gleich noch Begehrlichkeit für die Zukunft zu wecken: Der New Beetle Ragster betritt die Bühne, mit Anleihen an das Customizing der US-Hot-Rod-Szene, Motorsportzitaten und einem Schuss Porsche Speedster. Eine um 150mm abgesenkte Dachpartie bei gleicher Länge, Breite und Radstand lassen den Bus-Charakter der New Beetle verschwinden, das neue Fahrzeug mutiert zu einer sportlichen Fahrmaschine. Die Basis bildet das Cabriolet, dessen A-Säulen um 90 mm gekürzt und durch zwei feste Dachbügel nach hinten verlängert wurden. Der Dachzwischenraum wird in der Tradition der Cabriolimousinen durch ein extra großes Faltschiebedach abgedeckt, das sich bis zur Heckscheibe hin öffnen läßt und dabei sehr wenig Platz einnimmt. Um den sportlich-dynamischen Auftritt zu unterstreichen, wurden die Kotflügel, die Stoßfänger, die Scheinwerfer und die Rückleuchten überarbeitet. Die 19-Zoll-Leichtmetallräder geben dem New Beetle Ragster muskulöse Beine, Rotwandringe in den Reifen erinnern an den Opel Commodore A. Auch innen wird die Sportlichkeit selbstbewußt dargestellt: Renn-Klappschalensitze sorgen für guten Seitenhalt,
das Sportlenkrad ist wie in der Formel 1 unten begradigt, in die rechte Speiche ist die Motorstart-Taste integriert, mit der Taste in der linken wird das Ragtop geöffnet oder geschlossen. Eine neu gestaltete Mittelkonsole und die extrem clean gestaltete Ladefläche, die im Stile eines Pickups die Rücksitze des 2+2-Sitzers abdecken. Die New-Beetle-Cabriolet-Plattform läßt alle Motoroptionen der Ausgangsversion zu, mit einem 3,2l-V6 und DSG wäre das eine lustvolle Kombination. Der Ragster zielt klar auf den nordamerikanischen Markt, selbst die Lackierung ist eine Reminiszenz, die hierzulande eher nur von Spezialisten verstanden wird: Weiß mit dunklem Mittelstreifen zitiert die alte Rennfarbe der USA, die Legenden wie Dan Gurneys Eagle, die Cunningham-Rennwagen in Le Mans oder die Corvette Grand Sport trugen.
(Text: Dieter Roßbach )
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