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Ford Shelby GR-1 Concept: Big Block
21.03.2005
Schon 2004 zeigte Ford beim Concours d'Elegance in Pebble Beach eine erste Studie des Frontmotor-Coupés Shelby GR-1. Bei der North American Auto Show in Detroit 2005 reichte die Firma aus Dearborn eine zweite Version nach, die durch diverse Änderungen der Form, unter anderem am Kühlergrill, das Leistungspotential des Konzepts noch besser herausarbeitet. Vorbild für das Ford Shelby GR-1 Concept ist das berühmte Shelby American Cobra Daytona Coupé, das 1963 die 24 h von Daytona und die 12 h von Sebring gewinnen konnte. Wie sein Vorbild mobilisiert der GR-1 brachiale Kräfte: Der installierte 6,4-Liter-V10-Ganz-Aluminiummotor leistet 605 PS und schüttet 680 Nm Drehmoment aus. Eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in weniger als vier Sekunden sowie eine Spitze von 330 km/h katapultieren das Frontmotor-Coupé in die Liga der Supersportwagen.
Um diese Leistung sicher auf den Boden zu bringen, benötigt man eine leistungsfähige Basis. Passenderweise hat man bei Ford mit dem GT einen Sportwagen im Programm, der eine gute Grundlage für dieses ambitionierte Konzept bildet. So steht der GR-1 auf einer modifizierten Version des Aluminiumfahrwerks des Ford GT und der Großteil des Heckaufbaus besteht gleichfalls aus leicht modifizierten GT-Komponenten, einschließlich des Heckträgers, einem Hauptquerträger und den Getriebehalterungen. Auch das aus Gewichtsgründen heckmontierte Sechsganggetriebe ist identisch mit der Einheit aus dem Mittelmotorcoupé. Hingegen ist der Shelby 610 mm kürzer als der GT und besitzt einen 178 mm kürzeren Radstand. Auch die Spurweite wurde um mehr als 25 mm verkürzt.
Dadurch gewinnt der GR-1 ein kraftvolles, sportliches Design, das durch die langgezogene Motorhaube und die sich nahtlos in die Linie einfügende Fahrgastzelle entsteht. Die Front wird durch eine Ansaugluftöffnung und einen Luftverteiler dominiert, die Kühlluft in den Motorraum und die Radkästen leitet, während Luftschlitze auf der Motorhaube die heiße Luft aus dem Kühler ableiten. Zusätzliche Einlässe und Schlitze im seitlichen Bereich der Karosserie sorgen für zusätzliche Wärmeabfuhr. Das Abrissheck mit den großen Leuchten und vier zentral angeordneten Auspuffrohren läßt auch aus dieser Perspektive keinen Zweifel an der Natur des Sportwagens aufkommen. Der GR-1 rollt auf gefrästen 19-Zoll-Aluminiumrädern mit zwölf Speichen und Goodyear-Reifen, vorne 275/40/R-19, hinten 345/35/R-19, die mit dem Reifenqualitätsmesssystem Tire IQ ausgestattet sind, das dem Fahrer ermöglicht, den Zustand der Reifen exakt zu beurteilen. Trotz sportlicher Technik ist der Innenraum, der durch weit öffnende Flügeltüren leicht zugänglich ist, mit allem Komfort ausgestattet. Die Instrumententafel ist mit einer Vielzahl von Analoganzeigen bestückt, einschließlich eines Kombidrehzahlmessers und eines digitalen Tachometers.
Die Mittelkonsole verfügt über integrierte Kipphebelschalter, die Kraftstoffpumpe, Zündung, Scheiben, Motorhauben- und Heckscheibenauslösung steuern. Der aus dem Motorsport inspirierte Druckknopf-Anlasser und der Schalthebel befinden sich vor der Handbremse, die in die Tunnelarmlehne integriert ist. In das Lenkrad sind Bedienelemente für Scheinwerfer, Scheibenwischer und Richtungsanzeiger integriert. Spezielle Aufmerksamkeit wurde auch der Geräuschreduzierung im Innenraum geschenkt. Der Heckstauraum verfügt über eine herausnehmbare MP3-/Verstärker- und NRT-Konsole, während die Lautsprecher in die Kopfstützen integriert sind. Der Shelby GR-1 wurde so entwickelt, dass der Weg in die Serie recht kurz ist. Eine Produktion steht zur Zeit aber nicht zur Debatte.
(Text: Rainer Roßbach )
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