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Aktualisiert am 31.12.2011
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Lancia Ypsilon Sport: Zitatensammlung

08.06.2005

Lancia Ypsilon Sport
Die sechseckigen Lufteinlässe zitieren den Lancia Fulvia Zagato Sport von 1967

Die Zusammenarbeit von Lancia und Zagato hat eine lange, aber auch schon lang zurückliegende Tradition. Zeit also, die Beziehung neu zu beleben und zu zeigen, was zusammen machbar ist. Als Arbeitsobjekt wählten sich die beiden Traditionsfirmen den aktuellen Lancia Ypsilon aus, der mit passenden Zutaten zum "Ypsilon Sport" veredelt werden sollte.

Die mechanischen Zugaben stammen aus dem Fiat-Regal: Angetrieben wird die Studie von einem Common-Rail-Turbodiesel 1.9 Multijet 16V. Der Vierzylinder leistet 110 kW (150 PS bei 4.100/min) und entwickelt bereits ab 2.000 Touren ein maximales Drehmoment von 306 Nm. Damit schafft der Ypsilon Sport eine Höchstgeschwindigkeit von 212 km/h. In 7,9 Sekunden werden 100 km/h erreicht. Auch die Elastizitätswerte beeindrucken: Im fünften Gang vergehen 5,3 Sekunden für die Beschleunigung von 60 auf 100 km/h. Im sechsten Gang genügen 7,3 Sekunden um von 80 auf 120 km/h zu kommen.

Die Gestaltung zitiert frühere Entwürfe von Zagato. So besitzt der neu gestaltete vordere Stoßfänger einen großen unteren Kühllufteinlass, dessen sechseckiger Einsatz an den Fulvia Zagato Sport von 1967 erinnert. Während die Hauptscheinwerfer nur leicht retuschiert wurden, besteht die Dachpartie des kleinen Lancia komplett aus Glas, das sich von der Windschutzscheibe bis zum Rückfenster erstreckt.

Lancia Ypsilon Sport
Das Heck gewinnt durch den Kontrast von lackierten und mattierten Flächen eine stärkere Präsenz

Betonte Radläufe und die deutlich ausgeprägten Seitenschweller sorgen für das sportliche Profil der Seite, das durch spezielle Leichtmetallräder zusätzlich betont wird.

Die Heckpartie greift die Designmerkmale der Front im doppelten Auspuffendrohr in Sechseckform wieder auf und auch das Heck, mit seinem Wechsel von mattierten zu lackierten Flächen, setzt einen besonderen Akzent.

Die Dreischichtlackierung soll die traditionelle Rennsportfarbe "Orange" reflektieren, ist aber in ihrer dunklen Tönung sehr weit vom Original entfernt und wirkt recht modisch.

Dies gilt auch für den Innenraum. Eine klassische Mittelkonsole gibt es nicht. Das Armaturenbrett mit seinen rot hinterleuchteten Analoginstrumenten sowie die Türpaneelen weichen in ihrem Design vom Serienmodell ab. Chrom schmückt zahlreiche Innenraumdetails und in den Dachhimmel integrierte Elemente wirken wie gebürstetes Aluminium; der Fußbodenbelag besteht aus einer Komposition von Veloursleder und Gummi.

Lancia Ypsilon Sport
Der Innenraum probt den Spagat zwischen Sportlichkeit und Mode – das Ergebnis ist Geschmackssache

Die vier Einzelsitze des Lancia Ypsilon Sport sind lackierte Karbon-Gestelle, die jeweils eine gepolsterte Schale aus Glasfaser-Kunststoff und wiederum Karbon aufweisen. Leichtigkeit verbindet sich so mit großer Robustheit, ohne dabei den Komfort zu beeinträchtigen. Aus Straußenleder gefertigte und orange eingefärbte Sitzbacken übermalen die HighTech-Optik zugunsten eines modischen Effekts.

Das Lenkrad der Studie erinnert an Sportwagen-Volants der 60er und 70er Jahre: Mit seiner in Aluminium-Optik ausgeführten lackierten Nabe und den unlackierten Speichen zitiert es den Purismus der Sechziger. Und hier findet sich eine echte technische Innovation, die zudem noch gut aussieht: Das Airbag-Modul ist in den mit Leder verkleideten Lenkradkranz integriert.

Das Fahrwerk des Lancia Ypsilon Sport wurde dem sportlichen Charakter der Studie angepasst. Federn und Dämpfer erhielten straffere Kennlinien, die Karosserie ist 15 Millimeter tiefergelegt. Eine Domstrebe stützt die oberen Anlenkpunkte der vorderen Einzelradaufhängung ab und verbessert die Torsionssteifigkeit. Spezielle elastokinematische Elemente ermöglichen ein präziseres Handling, während verstärkte Querstabilisatoren die Karosserie-Bewegungen um die Längsachse minimieren.

Die elektrohydraulische Servolenkung wurde direkter übersetzt. Niederquerschnittsreifen in der Dimension 205/40 R17 sorgen für eine sichere Haftung, während Scheibenbremsen mit einem vorderen Durchmesser von 320 mm und einem hinteren Maß von 240 mm besonders kurze Bremswege ermöglichen. Das Fahrstabilitätsprogramm VDC (Vehicle Dynamic Control) lässt sich auf Wunsch abschalten.

(Text: Rainer Roßbach)
(Fotos: Rainer Roßbach/Fiat)

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