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Mitsubishi Nessie: Sauber, Sauber
16.05.2005
Schon seit langer Zeit beschäftigt man sich bei Giugaro mit dem Thema SUV: Mit Studien wie dem Maserati Kubang, aber auch VW Tarek und dem Renn-Touareg zeigte das Turiner Studio in den letzten Jahren einige Projekte, die zum Teil auch ihren Weg auf die Straße fanden. Die aktuelle Offroad-Kreation der Italiener ist ein Konzept auf der Basis eines Mitsubishi. Die Marke, mit einer langen und siegreichen Tradition im Off-Road-Sport, bietet eine überzeugende Plattform für die Darstellung eines neuen SUV-Konzepts, dass neben einer anderen Skulpturalität des Designs vor allem auch auf avantgardistische Antriebstechnologien setzt. In Zusammenarbeit mit der Linde-Gruppe entstand mit dem "Nessie" ein Wasserstoff angetriebener Achtzylinder-Geländewagen, der hohe Ansprüche an die Schadstoffreduktion erfüllt. Ein Automatikgetriebe sowie ein hochentwickeltes elektronisches Antriebssystem komplettieren die Technik. Der saubere Antrieb soll vor allem die Akzeptanz dieses Fahrzeugtyps in der Stadt verbessern helfen.
Die Karosserieform variiert das klassische Stufenheck-Thema, reichert es aber mit sportlichen Versatzstücken an. Giugaro betrachtet den 4600 mm langen und 1950 mm breiten "Nessie" als eine Art Sportcoupé, das durch die klassische Aufteilung des Fahrzeugvolumens den Passagieren sowie dem anfallendem Gepäck großzügigen Raum bietet. Dem Komfort der Passagiere dient auch die dritte, sich gegenläufig öffnende Tür auf der Beifahrerseite, die dort einen bequemen Zugang zu den rückwärtigen Sitzen finden. Die Dachfläche ist transparent ausgelegt. Ein Überrollbügel stützt sich auf die Gürtellinie und ist auf dem Dach als pfeilförmige Struktur ausgeführt, die als Ski- oder Surfbrett-Träger dienen kann. Die Heckscheibe und der Kofferraumdeckel können separat geöffnet werden und erlauben die flexible Nutzung der Stauräume. Die Frontpartie trägt ein großes Mitsubishi-Markenzeichen, dass von zwei Lufteinlassöffnungen flankiert wird. Die abgesetzten und betont rund ausgeführten Radhäuser nehmen schmale, vertikale Scheinwerfer auf. Sicken in der Motorhaube sowie die hohe, stark geschwungene Gürtellinie betonen die rustikale Optik, ohne die Eleganz zu vernachlässigen. Das hohe Heck wird durch eine hoch liegende, klare horizontale Linie geprägt, die seitlich von schmalen Rückleuchten betont wird.
Das Verhältnis von Glas zu Blech entspricht dem eines Sportcoupés, wobei man nicht unterschlagen darf, dass der Anteil des Glases durch transparente Öffnungen in der unteren Türhälfte deutlich steigt. Diese Lösung läßt sich aber durch eine verbesserte Übersichtlichkeit in der Stadt oder im Gelände positiv begründen. Der Gestaltung der Oberflächen wurde große Sorgfalt gewidmet: Die Fahrzeuggrafik soll agressiv und leistungsstark wirken, gleichzeitig aber auch klar und qualitativ hochwertig erscheinen. Das wird vor allem bei den Radläufen deutlich, die besonders prägnant ausgeführt sind und große 22"-Zoll-Räder aufnehmen. Im Verbund mit den aluminiumfarbenen Schwellern bilden sie eine Basis, die dem gesamten Fahrzeug Stabilität verleiht. Innen gibt es vier Sitzplätze, die durch eine großzügige Konsole geteilt werden. Der Armaturenträger beschränkt sich auf wenige Anzeigen. Auf einen Monitor, ein GPS-System und den unvermeidlichen Internetanschluß muß aber nicht verzichtet werden. Eine hochwertige Lederausstattung und Flächen, die mit einem technisch inspirierten Gewebe bezogen sind, geben dem Innenraum den letzten Schliff.
(Text: Rainer Roßbach )
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