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Lexus IS: Neue Werte
13.06.2005
Der neue IS orientiert sich an der Lexus Design-Philosophie L-Finesse", die drei Leitlinien folgt: prägnante Schlichtheit", faszinierende Eleganz" und der totalen Antizipation", dem A und O traditioneller japanischer Gastfreundschaft. Der neue Anspruch wird besonders augenfällig im Vergleich zum Vorgänger-Modell, dass mit seinen Formen eher einen spielerischen Ansatz verfolgte. Der neue Lexus IS ist erwachsener und damit auch ein Stück ernsthafter geworden. In der Länge legt die Limousine um 90 Millimeter zu und 75 Millimeter in der Breite. Eine breite Spur und die ausgeprägten, runden Radhäuser verleihen ihr gemeinsam mit den kurzen Überhängen einen niedrigen Schwerpunkt und ein recht breites und robustes Erscheinungsbild. Von vorn hat der neue IS Prägnanz gewonnen: Die präzise Grafik der Vorderwagens bündelt sich im vertikal strukturierten Kühlergrill, die markanten Doppelscheinwerfer sind höher angeordnet als der Grill und die akzentuierte Linienführung der Haube geht nahtlos in die A-Säule über. Konkave Oberfläche zwischen Haube und Radhäusern betonen den dynamischen Auftritt des Wagens von vorn. Das Profil erhält seine Prägnanz durch das Zusammenwirken einer akzentuierten Schulterpartie, einer breiten seitlichen Oberfläche und der flach angestellten Windschutzscheibe. Wie bei modernen Autos mittlerweile üblich, sind die Fensterflächen eher klein und laufen an der C-Säule in einer Art BMW-"Hofmeister-Knick" aus, der bei Toyota Pfeilspitzen-Konfiguration" genannt wird. Am Heck gibt es einen kurzen Überhang, über dem dynamische, mit einer aufsteigenden Linie versehene LED-Rückleuchten angeordnet sind. Im Interieur findet sich das von BMW ins aktuelle Automoildesign eingeführte Motiv der Wechselwirkung konkaver und konvexer Oberfläche, wobei erstere die Grundform der Bedienelemente, etwa der Mittelkonsole oder der Starttaste beeinflußen, während letztere das zentrale Gestaltungsmotiv der Elemente des Innenraums bilden. Durch eine vertikale optische Verbindung des Innenraums zwischen Mittelkonsole und Türgriffen gewinnt das Interieur wohnliche Homogenität. Die Designer bemühten sich, die einzelnen Elemente mit größter Sorgfalt zu formen und anzuordnen: so wurden die Oberflächen von Bedienelementen gezielt aufeinander abgestimmt, was besonders bei den Chrom-Applikationen der Türgriffe, der Schaltwippe, dem Schaltknauf und der Starttaste ins Auge fällt. Die Anordnung der Instrumente rückt von der experimentellen Form beim Vorgänger ab und bietet jetzt eine konventionelle Optik.
Die vorderen Sitze bieten guten Seitenhalt mit einer breiten Schulterfläche, die optional erhältlichen Ledersitze sind mit einer Sitzheizung und einer elektrischen Belüftung ausgestattet. Die Beinfreiheit im Fond konnte durch den um 60 Millimeter verlängerten Radstands deutlich vergrößert werden. Geöffnet wird der IS mittels des serienmäßigen Lexus SmartKey Systems. Wer den elektronischen Schlüssel mit sich führt, muss lediglich die Innenseite des Türgriffs berühren, um alle vier Türen zu entriegeln. Anschließend kann der Motor mit einem einfachen Tastendruck gestartet werden, während der elektronische Schlüssel in der Tasche des Fahrers bleiben kann. Ein Navigationssystem, Bluetooth-Schnittstelle, Spracherkennung und ein serienmäßiges Audiosystem mit 13 Lautsprechern und einem 6-fach CD-Spieler, das MP3- und WMA-kompatibel ist, bieten zusätzlichen Komfort. Ein AUX-Eingang im Ablagefach der Mittelkonsole gestattet den direkten Anschluss portabler Audiogeräte. Besonderen Augenmerk legten die Entwickler auf das Beleuchtungsdesign des Innenraums. Die Einstiegsbeleuchtung in den Außenspiegeln und den Fußtunneln kann optional durch blau hinterleuchtete LED-Einstiegsleisten ergänzt werden. Die Leuchten im vorderen und hinteren Dachhimmel dienen dagegen einer gleichmäßigen Ausleuchtung. Die Leselampen vorn und im Fond besitzen vierfache LED-Spotlights, während das Licht eines einzelnen weiteren LED-Spots den Schalthebel akzentuiert.
Darüber hinaus gibt es weitere optionale Innenausstattungen: so etwa ein elektrisches Sonnenrollo oder den Lexus Park Assist Monitor mit TV-Kamera in der hinteren Kennzeichenhalterung. Dieser bildet den rückwärtigen Verkehrsraum auf dem zentralen Display ab. Wahlweise einblendbare Hilfslinien zeigen an, welchen Weg das Fahrzeug beim Zurücksetzen mit dem momentanen Lenkeinschlag nehmen würde. Die Motorenpalette ist komplett neu. Schade ist, dass der überragend agile und gut klingende Reihensechszylinder-Motor des Vorgängers aus dem Programm fällt. Stattdessen wird der neue IS erstmals mit einem V6-2,5-Liter-Benzin-Direkteinspritzer angeboten und optional gibt es zum erstenmal einen Dieselmotor. Dieses neue Common-Rail-Triebwerk mit 2.231 ccm Hubraum soll besonders laufruhig sein. Ein Einspritz-System mit piezoelektrischen Ventilen macht einen besondes hohen Einspritzdruck von 1.800 bar in Kombination mit einem niedrigen Diesel-Verdichtungsverhältnis von 15,8:1 möglich. Neben einer geräuscharmen Verbrennung standen besonders die Wirtschaftlichkeit und reduzierte Schadstoffemissionen im Blickpunkt. Eine integrierte Ausgleichswelle mindert Vibrationen im oberen Drehzahlbereich, ein Turbolader sorgt dank variabler Schaufelradgeometrie mit elektrischer Steuerung bereits im unteren Drehzahlbereich für ein Plus an Drehmoment. Mit dieser technischen Ausstattung entwickelt der Lexus Diesel eine Leistung von 177 PS bei 3.600/min sowie ein maximales Drehmoment von 400 Nm zwischen 2.000 und 2.400/min. Ein 4-Wege-Katalysator reduziert Stickoxide (NOx) und Rußpartikel im Abgas und läßt die Maschine die Grenzwerte der EURO-IV-Norm unterschreiten. Der Lexus Diesel überträgt seine Leistung auf ein manuelles Sechsgang-Getriebe.
Der Benzinmotor mit 2.499 ccm Hubraum bietet mit der Kombination moderner Direkteinspritzungs-Technologie und variabler Ventilsteuerung kraftvolle Leistungsentfaltung, wirtschaftlichen Kraftstoffverbrauch und geringe Emissionswerte. Er entwickelt eine Leistung von 204 PS bei 6.400/min und ein Drehmoment von 250 Nm bei 3.800/min. Wahlweise wird die Leistung durch ein manuelles Sechsgang-Getriebe oder ein Sechs-Stufen-Automatikgetriebe mit Schaltwippe übertragen. Zahlreiche Leichtmetall-Komponenten tragen beim IS zur Gewichtsreduzierung bei. Ein niedriger Schwerpunkt in Verbindung mit der ausgewogenen Achslastverteilung von 50:50, dem modernen Fahrwerk und einer neu entwickelten elektrischen Servolenkung soll eine besondere Fahrdynamik sowie besonders guten Fahrkomfort bieten. Der neue Lexus IS bietet eine umfassende Sicherheitsausstattung. Dazu zählen das Lexus Fahrdynamik-Management VDIM sowie das Pre-Crash Safety System PCS. Auch die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage ACC ist für den IS verfügbar. ACC passt die Geschwindigkeit automatisch an die eines langsamer voraus fahrenden Fahrzeugs an, um wieder auf die zuvor gewählte Geschwindigkeit zu beschleunigen, sobald die Straße frei wird. Das Fahrdynamik-Management VDIM nutzt Sensor-Daten über den Bremspedaldruck, den Lenkeinschlag, das Lenkmoment der Servolenkung, die Gierrate, die Beschleunigung und die Fahrzeuggeschwindigkeit, um den Einsatz des ABS, der Antriebsschlupfregelung TRC, des Stabilitätsprogramms VSC und der elektrischen Servolenkung EPS optimal zu koordinieren.
Das Pre-Crash Safety System PCS nutzt einen Mikrowellen-Radarsensor, um Hindernisse vor dem Fahrzeug zu erkennen. Zugleich überwacht das PCS-Steuergerät die Fahrzeuggeschwindigkeit, den Lenkeinschlag und die Gierrate sowie die Position, Geschwindigkeit und den erwarteten Kurs aller erkannten Hindernisse, um bereits rechtzeitig im Vorfeld zu erkennen, ob sich eine Kollision nicht mehr vermeiden lässt. Sobald das System dies feststellt, löst es präventiv die Gurtstraffer aus und bereitet den Bremsassistenten darauf vor, bei der Betätigung des Bremspedals eine Notbremsung einzuleiten. Der neue IS ist mit einer neuen Bremsanlage ausgerüstet. Bremsbeläge mit gesteigertem Reibwert tragen zu einer Reduzierung des Bremswegs aus hohen Geschwindigkeiten bei, während das Bremspedal mit variablem Pedalweg eine progressivere Rückmeldung vermittelt. Serienmäßig verfügt der IS über eine vollständige Airbagausstattung mit zwei mehrstufigen SRS-Frontairbags, seitlichen Kopfairbags sowie neuen, vergrößerten vorderen Seitenairbags. Dazu kommen Knieairbags für Fahrer und Beifahrer. Die Xenon-Doppelscheinwerfer sind mit dem dynamisch geregelten Kurvenlicht AFS ausgestattet, das jeweils einen der Projektoren (sowohl bei Abblend- als auch bei Fernlicht) um bis zu 15 Grad schwenken kann und somit zu einer besseren Ausleuchtung von Kurven beiträgt.
(Text: Rainer Roßbach )
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