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Aktualisiert am 31.12.2011
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Neue Mercedes-Benz S-Klasse: Tradition der Innovation

29.06.2005

Mercedes S-Klasse
Die Front der neuen S-Klasse atmet den Geist der Tradition

Ebenso wie bei ihren Vorgängern gehen auch in der neuen S-Klasse technische Innovationen in Serie, die das Mercedes-Topmodell zum Vorbild für die Pkw-Entwicklung machen. Mit Innovationen für mehr Sicherheit, Komfort und Funktionalität ist sie ein Schrittmacher, der ebenso wie die Vorgängermodelle die Automobilentwicklung beeinflussen wird. Darüber hinaus soll die die neue Limousine durch ihr agiles Handling Maßstäbe in puncto Fahrdynamik setzten und mit neuen, leistungsstärkeren Motoren mehr Fahrspaß bieten. Ein Dutzend technische Innovationen gehen bei der neuen S-Klasse erstmals in Serie - vom Brems-Assistenten Plus mit Radarsensorik bis zum Sitz mit erweiterter Massagefunktion, vom Nachtsicht-Assistenten mit Infrarottechnik bis zum neuen Comand-System, vom präventiven Pre-Safe-Insassenschutz bis zum Park-Assistenten.

Brems-Assistent mit Radar

Der Brems-Assistenten Plus erfasst vorausfahrende Autos mittels Radar und warnt bei geringem Abstand oder bei zu schneller Annäherung an das vorausfahrende Auto. Droht ein Zusammenstoß, berechnet die Software die optimale Bremskraftunterstützung, die sofort zur Verfügung steht, auch wenn der Fahrer selbst das Bremspedal nicht mit der optimalen Kraft betätigt.

Auch das Insassenschutzsystem Pre-Safe erkennt unfallträchtige Situationen bereits im Ansatz: Übersteigt die Bremsverzögerung ein bestimmtes Niveau oder droht Schleudergefahr, strafft das System die vorderen Gurte und pumpt Luftpolster in den Multikontursitzen auf, die die Passagiere abstützen. Zudem werden die Seitenscheiben vor einem drohenden Unfall automatisch geschlossen.

Automatischer Abstandshalter und neuer Nachtsicht-Assistent

Der radargestützte Abstandsregel-Tempomat Distronic Plus arbeitet im Geschwindigkeitsbereich von null bis 200 km/h. Im Stop-and-go-Verkehr hält das System die Limousine im richtigen Abstand zum vorausfahrenden Auto. Andernfalls bremst das Assistenzprogramm automatisch bis zum Stillstand ab und beschleunigt auf die gewünschte Geschwindigkeit, wenn der Verkehr wieder rollt. Ein Nachtsicht-Assistent beleuchtet mit zwei Infrarot-Scheinwerfer die Fahrbahn und vergrößert die Sichtweite des Autofahrers bei eingeschaltetem Abblendlicht auf über 150 Meter. Eine Infrarotkamera an der Innenseite der Frontscheibe nimmt das reflektierte Bild der Straßenszene auf, die auf dem Display des Kombi-Instruments erscheint.

Mercedes S-Klasse
Betont ausgestellt Radhäuser machen die Silhouette kräftiger als bisher

Größer und komfortabler

Gegenüber dem Vorgänger ist das neue Spitzenmodell aus Stuttgart in allen Dimensionen gewachsen. Zwei Karosserievarianten mit 5076 oder 5206 Millimetern Länge stehen zur Auswahl - das sind 33 sowie 43 Millimeter mehr als bei der bisherigen S-Klasse. Der Radstand vergrößert sich um 70 beziehungsweise 80 Millimeter auf 3035 und 3165 Millimeter. Zudem ist die Karosserie 16 Millimeter breiter und 29 Millimeter höher als bisher. Die Breite des Innnenraums vergrößert sich um bis zu 39 Millimeter, die Kopffreiheit wächst um bis zu fünf Millimeter. In der Limousine mit langem Radstand verfügen die Fondpassagiere über einen größeren Sitzplatzabstand (+ 10 mm) und mehr Kniefreiheit (+ 11 mm). Das Volumen des Kofferraums liegt bei 560 Liter.

Zierteile aus Edelholz und Chrom, Bedienelemente aus Aluminium und aufeinander abgestimmte Farben prägen das Ambiente des Innenraums. Das Cockpit will ein Höchstmaß an Übersichtlichkeit und Funktionalität bieten

Neues Bedienkonzept

Das wesentliche Merkmal des Bedienkonzepts der neuen S-Klasse ist der schnelle Zugriff auf besonders häufig genutzte Funktionen. Je nach seiner Gewohnheit kann der Autofahrer zum Beispiel Autoradio, TV-Empfänger, CD-/DVD-Wechsler, Telefon, Klima-Automatik und Navigation entweder über konventionelle Schalter, Tasten im Multifunktions-Lenkrad oder mittels des weiterentwickelten Comand-Systems steuern. Die Direktwahltasten in der Mittelkonsole sind so platziert, dass der Autofahrer sie ohne hinzuschauen bedienen kann.

In Lenkrad und Kombi-Instrument alle wichtigen Informationen und Funktionen integriert. Im Mittelpunkt steht ein Farb-Bildschirm mit neuester Display-Technologie für scharfe Darstellungen. Am unteren Rand des Cockpit-Displays erscheint eine Textzeile zur Steuerung von - je nach Ausstattung - bis zu sieben Hauptmenüs für individuelle Einstellungen, Anzeigen und Bedienfunktionen. Für die schnelle Wahl dieser Funktionen hat Mercedes-Benz die Bedienelemente des serienmäßigen Multifunktions-Lenkrads weiterentwickelt und setzt kreisrunde, beleuchtete Fünf-Wege-Taster ein, die der Autofahrer durch leichten Daumendruck betätigt.

Ein weiteres Novum ist die elektronische Steuerung des serienmäßigen Siebengang-Automatikgetriebes durch leichtes Antippen eines Hebels rechts an der Lenksäule. Dank dieser Technik kann auf den üblichen Automatik-Wählhebel in der Mittelkonsole verzichtet und die Tunnelverkleidung neu gestaltet werden.

Das „Cockpit Management and Data System“ - kurz Comand - präsentiert sich in neuem Design und bietet mehr Möglichkeiten. Neben den bekannten Telematik- und Audiogeräten sind jetzt auch verschiedene Fahrzeugfunktionen, für die bisher Einzelschalter benötigt wurden, in das System integriert. Als zentrales Bedienelement dient der neue Controller auf dem Mitteltunnel. Mit seiner Hilfe werden die Haupt- und Untermenüs ausgewählt und die gewünschten Funktionen aktiviert werden. Ist ab Werk ein Autotelefon an Bord, lässt sich die weiche Handauflage hinter dem Controller zur Seite klappen; unter ihrem Deckel verbirgt sich die Telefontastatur.

Mercedes S-Klasse
Das markante Heck führt einen neuen Designcode in die Marke ein

Das Comand-System beinhaltet serienmäßig Autoradio, CD-/DVD-Spieler und einen Anschluss für Computer-Speicherkarten (PCMCIA-Karten). Auf Wunsch stattet Mercedes-Benz Comand mit einem europaweiten Navigationssystem aus, dessen Daten erstmals auf Festplatte gespeichert sind. Sie ermöglicht eine noch schnellere Routenberechnung als bisher.

Neue Sitze mit Massage-Funktion, Luftfederung serienmäßig

Die neu entwickelten Sitze der S-Klasse können per Memory-Funktion "personalisiert" werden. Elektrisch einstellbare 16-Wege-Vordersitze mit Lordosenstützen gehören zur Serienausstattung. Darüber hinaus stehen auf Wunsch Komfortsitze mit Sitzheizung und Sitzbelüftung, Multikontursitze (vorn und hinten) und Multikontursitze (vorn) zur Auswahl, die ihre Kissen- und Lehnenkontur der jeweiligen Fahrsituation anpassen. Außerdem ist der fahrdynamische Multikontursitz mit separaten Luftkammern im Lehnenbereich ausgestattet, die sich auf Tastendruck nacheinander füllen und leeren. Dadurch wird die Rückenmuskulatur massiert. Intensität und Geschwindigkeit der Massage-Funktion lassen sich in vier Stufen einstellen.

Auch das Fahrwerk mit der serienmäßigen, weiterentwickelten Luftfederung leistet einen Beitrag für den Fahrkomfort der neuen S-Klasse. Per Tastendruck kann der Autofahrer zwischen einer komfortorientierten oder einer sportlichen Einstellung wählen. Ab Tempo 120 und im Sport-Programm wird die Karosserie automatisch um bis zu 20 Millimeter abgesenkt, um Fahrdynamik, Aerodynamik und Kraftstoffverbrauch nochmals zu verbessern. Die neu entwickelte Bremsanlage bietet Funktionen, die etwa das Anfahren am Berg erleichtern und den Bremsweg bei Nässe verkürzen. Die Feststellbremse arbeitet erstmals mit elektrischer Unterstützung - ein Knopfdruck genügt, um die Bremse anzuziehen. Beim Anfahren löst sie sich automatisch.

Mercedes S-Klasse
Ein breite Instrumentenabdeckung, die auch den zentralen Monitor überspannt, und der Verzicht auf einen Schalthebel auf der Mittelkonsole, sind die auffälligsten Entwicklungen im Innenraum

Mit neuem V8-Motor

Drei der vier Motoren, die für die neue S-Klasse lieferbar sind, wurden neu entwickelt. Sie bieten bis zu 26 Prozent mehr Leistung und bis zu 15 Prozent mehr Drehmoment. Bereits zur Einführung im Herbst 2005 steht neben dem 3,5-Liter-V6-Motor mit 200 kW/272 PS ein neuer Achtzylinder zur Verfügung, der 285 kW/388 PS leistet und schon ab 2800/min ein Drehmoment von 530 Newtonmetern entwickelt. Er beschleunigt den S 500 in 5,4 Sekunden von null auf 100 km/h. Ab erstem Quartal 2006 wird Mercedes-Benz das Motorenprogramm der S-Klasse durch das neue V6-CDI-Triebwerk mit serienmäßigem Partikelfilter erweitern. Der Direkteinspritzer leistet 170 kW/231 PS und stellt ab 1600/min ein maximales Drehmoment von 540 Newtonmetern bereit. Die Leistung des Zwölfzylindermotors im Topmodell S 600 (lieferbar ab erstem Quartal 2006) steigt auf 380 kW/517 PS, das Drehmoment verbessert sich um knapp vier Prozent auf 830 Newtonmeter ab 1900/min. Die V6- und V8-Motoren der neuen S-Klasse kombiniert Mercedes-Benz serienmäßig mit einem neuen Siebengang-Automatikgetriebe.

Der S 350 (200 kW/282 PS) mit langem Radstand kostet ab Werk 78 416 Euro, der Preis für die Langversion des S 500 beträgt 95 236 Euro (ab Werk).

(Text: rr / pt )
(Fotos: DaimlerChrysler )

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