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Daimler Super Eight: Ein Jaguar im Ausgehanzug
28.07.2005
Großbritannien kann aufatmen. Nach dem Aus von Rover wird nun Daimler, die älteste heute noch existierende Automobilmarke aus Großbritannien, wiederbelebt. Die Historie der Daimler Motor Company geht zurück bis ins Jahr 1896, als der deutschstämmige britische Ingenieur Fredrick Simms mit Gottlieb Daimler einen Vertrag über den Vertrieb von dessen Motorentechnik in Großbritannien schloss. Finanziert von dem Geschäftsmann HJ Lawson, kam 1897 der erste in Großbritannien gebaute Daimler auf den Markt – und avancierte sofort zu einem Erfolg. Vor acht Jahren lief das letzte Daimler-Auto vom Band, nun feiert die Tradtionsmarke im kommenden Herbst ihre Wiederauferstehung mit dem Daimler Super Eight. Daimler ist eine enorm distinguierte Marke, immerhin lassen sich sowohl die britischen Royals als auch andere Monarchen weltweit seit Jahrzehnten in Daimler-Fahrzeugen chauffieren. Mit der Rückkehr der Marke Daimler reagiert Jaguar, die seit 1960 im Besitz der Namensrechte sind, auf vielfach vorgetragene Kundenwünsche. Wie schon bei den legendären Double Six-Modellen, baut auch das neue Fahrzeug auf den großen aktuellen Jaguar auf. Von ihm erbt der Daimler Super Eight die Aluminiumkarosserie, das "Super" im Namen deutet auf den Kompressor, im Englischen Supercharger genannt, hin, der für standesgemäße Fahrleistungen sorgen wird. Die Leistung von 291 kW (395 PS) bei 6100 U/min und das Drehmoment von 541 Nm bei lediglich 3500 U/min verhelfen dem Daimler zum Sprint von 0 auf 100 km/h in nur 5,3 Sekunden und zu einer elektronisch abgeregelten Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h.
Außen unterscheidet sich der Daimler von seinem Schwestermodell nur durch den markentypischen Kühlergrill und durch den passend gestalteten Griff am Heckdeckel. Im Innern des neuen Daimler Super Eight erwartet den Besitzer ein kultiviertes Ambiente und üppiger Komfort, zu dem ausgesuchte Materialien ebenso beitragen wie eine überaus umfangreiche Ausstattung. Polierte Walnusswurzelholz-Furniere mit Buchsbaum-Intarsien, weich genarbtes Leder in Soft-Grain-Struktur, eine sprachgesteuerte Vierzonen-Klimaautomatik und ein Multimedia-Entertainmentsystem veredeln den Innenraum. In die Rücklehnen der Vordersitze sind ausklappbare Picknicktische integriert, auf denen man beispielsweise auch einen Laptop abstellen und anschließen kann. Als Teil des Multimediasystems sind auf Wunsch in die vorderen Kopfstützen integrierte Bildschirme erhältlich, die sich als DVD- oder Computerspielmonitor nutzen lassen. iPod- und MP3-Player können ebenfalls an das System angeschlossen werden. Mit einer Beinfreiheit von nicht weniger als einem Meter genießen Fondpassagiere üppigen Platz, ohne dass der Sitzkomfort von Fahrer oder Beifahrer dadurch eingeschränkt wird. Zudem können die Fondpassagiere das für sie ideale Komfortniveau selbst bestimmen: mit Hilfe einer elektrischen Rücksitzeinstellung inklusive vierfach einstellbarer Lendenwirbelstütze und einer Bedienung des Beifahrersitzes von hinten. Details wie die Lammwollteppiche und das in die Kopfstützen eingestickte "D"-Logo charakterisieren darüber hinaus die Passagierkabine als die eines echten Daimler. Für eine optimale Sitzposition des Fahrers sorgen neben dem mehrachsig verstellbaren sowie mit Heiz- und Memoryfunktion ausgestatteten Fahrersitz das längs- und neigungsverstellbare Lenkrad sowie die elektrisch einstellbare Pedalerie.
(Text: Dieter Roßbach )
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