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Aktualisiert am 09.09.2010
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Opel Speedster: Ein Klassiker

30.07.2005

Opel Speedster
Nur Fliegen ist schöner: Der Speedster bietet pures Fahrvergnügen.

Nach knapp fünfjähriger Bauzeit lief am 21. Juli 2005 das letzte Exemplar des Opel Speedster vom Band. Der puristische Roadster schrieb ein wesentliches Stück der Opel-Geschichte: Mit dem Mittelmotor-Sportwagen wurde eine neue dynamische Designsprache in die Marke eingeführt, die heute alle Modelle prägt. Und als erwünschter Nebeneffekt profitierte Opels Image von den sportlichen Talenten des Zweisitzers.

Die technische Basis ist keine Opel-Entwicklung, sondern stammt von Lotus-Engineering. Die Sportwagen-Spezialisten aus Hethel in England besaßen mit dem Lotus Elise eine hervorragende Basis, auf die sich die Rüsselsheimer stützen konnten.

Gleichwohl hebt sich das Design des Opel wohltuend von der Elise ab: Während der kleine Engländer wie ein geschrumpfter Supersportwagen aussieht, wirkt der Opel mit seinem geradlinigen und konsequenten Design wie aus einem Guß.

Opel Speedster
Zwei Instrumente, Leder und Aluminiumprofile: Mehr braucht es nicht für ein perfektes Cockpit.

Beim ersten Opel mit Mittelmotor dienten Aluminium und Kunststoff als Material für Chassis und Karosserie. Vor allem das puristische Cockpit, dass auf Überflüssiges verzichtet und das die Aluminium-Karosseriestruktur als Gestaltungsmoment wirken lässt, hebt sich positiv von den Kunststoffschwellungen aktueller Fahrzeuginnenräume ab. Darüber hinaus eignet sich der Speedster durchaus für die Reise zu zweit: Die Kofferräume bieten Platz für ausreichendes Gepäck.

Kompromisslose Sportlichkeit, eine puristische Formensprache sowie ein neu entwickelter 2.2 ECOTEC-Vierzylinder-Motor aus Aluminium und 147 PS Leistung machen den 850 Kilogramm leichten Speedster in erster Linie zu einer kompromisslosen Fahrmaschine. Das ist auch ein Vedienst des aus dem Rennwagenbau entlehnten Chassis, dass besonders auf kurvenreichen Straßen faszinierende Fahrerlebnisse bietet.

Opel Speedster
Der Speedster ist auch von hinten eine erfreuliche Erscheinung.

Das moderne Vierventil-Aggregat verhilft dem sportlichen Opel zu einer Höchstgeschwindigkeit von etwa 220 km/h, die Beschleunigung von Null auf Tempo 100 erfolgt in weniger als sechs Sekunden.

Im Frühjahr 2003 legte man technisch nach: Der Speedster Turbo erhielt einen 200 PS starken 2,0-Liter-ECOTEC-Turbotriebmotor. Damit erreicht der Mittelmotor-Roadster Fahrleistungen, die auf höchstem Niveau liegen: Von Null auf Tempo 100 beschleunigt der Zweisitzer in 4,9 Sekunden und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 243 km/h.

Jetzt ist also Schluß mit der Produktion: Die Zeit ist gekommen, sich einen Speedster im die Garage zu stellen und den faszinierendsten Opel aller Zeiten in Ruhe zum Klassiker reifen zu lassen.

(Text: Rainer Roßbach )
(Fotos: Opel )

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