Prova Logo
 
Inhalt
Magazin
Neues aus der Industrie
Neue Bücher
Renault Twingo Gordini
Shelby Mustang GT 500
FIA GT Nürburgring
Lamborghini Pregunta
38. AVD-Oldtimer-Grand-Prix
Mercedes-Benz C 111-III
AMX/3
Maserati 450S 1957
Bizzarini 500
Mini Coupé
Mercedes 150 Sport-Roadster
Panoz Abruzzi
Peugeot 402 Andreau
BMW M3 GT2 Art Car
Opel Diplomat V8 Coupé
Fahrberichte
Kia Sorento 2,2 CRDi
Toyota RAV4
Alfa Giulietta 1.4 Multi Air
Subaru Legacy Kombi 2.0D
Hyundai ix35
Kultur : Unterwegs
Supersportwagen
25 Jahre AutoMuseum Volkswagen
Aktualisiert am 09.09.2010
© 2010 virto GmbH
Smart P Parksystem: Autosilo

12.08.2005

SmartP Parksystem
Autos im Silo zu lagern ist nicht nur in Smart-Centern aktuell

Parken ist in großen Städten inzwischen ein Problem. Der Parkraum ist knapp, die Gebühren sind hoch und der Vorgang an sich erfordert spätestens mit den in Mode gekommenen Vans und Geländewagen mehr Geschick als manche Frau und auch mancher Mann haben.

Parkhäuser sind oft städtebauliche Desaster und verschwenden zudem viel Raum, der umbaute Raum beträgt rund das Zehnfache der Volumen der Fahrzeuge, die darin Platz finden, und trotzdem sind die Parktaschen in ihnen meist so eng, daß das Ein- und Aussteigen eine akrobatische Grundausbildung verlangt. Bei den herkömmlichen Parkieranlagen geht viel wertvoller Raum verloren, durch Auf- und Ausfahrtsstrassen, Manövrierflächen, Türöffnungsabstand, Treppen, Aufzüge, Gehwege, massive Säulen und Träger, die minimale Deckhöhe für Personen, sowie Fluchtwege, Beleuchtung, Belüftungen und Feuerlöschanlagen.

Die Lösung dieser Probleme ist in vielen Städten die Verteuerung des Parkraums gewesen, aber die schwindende Kaufkraft läßt den Kampf um den Kunden härter werden, keine Fußgängerzone kann sich heute noch erlauben, mit ökologisch-fundamentalistischen Ansätzen die Käufer in den öffentlichen Nahverkehr zu zwingen. Zu viele Einkaufszentren auf der grünen Wiese locken mit kostenlosem Stellraum.

Eine patentierte Neuentwicklung des Konstruktionsbüros Skyline Innovations aus dem schweizer Lufingen könnte eine Lösung des Problems sein. Ihr vollautomatisches Parksystem benötigt für gleich viele Autos nur ein Viertel des Raumes konventioneller Lösungen. Automatische Parkhäuser sind nicht neu, aber sie haben sich trotz einiger Vorteile bisher nicht durchsetzen können.

Bei bestehenden automatischen Parkieranlagen wird für das Abstellen des Autos ein genaues Einfahren in eine Parkierbox nötig, wobei dem Fahrer automatische Anweisungen zum Zentrieren des Fahrzeuges auf einer Palette gegeben werden. Diese Paletten, die für das Verschieben des Fahrzeuges benötigt werden, weisen eine rechteckige Fläche mit der minimalen Länge und Breite des größten zu parkierenden Wagens, plus Toleranz für ungenaues Abstellen und Manövrieren auf. Somit ist wesentlich mehr Fläche erforderlich als die effektive durchschnittliche Grundfläche der Fahrzeuge beträgt. Im Weiteren müssen diese Paletten vor jedem Parken zuerst besorgt bzw. ausgewechselt werden, was eine komplizierte Mechanik und aufwendige Steuerung benötigt und viel Zeit und Raum raubt. Systembedingt werden dabei 40% und mehr des Bauvolumens für die Transportanlage benötigt. Die bekannten Anlagen sind als feste Bauten ausgelegt, die ein kostengünstiges und schnelles Erstellen, Abbauen und Versetzen erschweren und somit nur für langfristigen, permanenten Bedarf geeignet sind.

Smart P verfolgt einen anderen Ansatz. Die Personenwagen werden automatisch auf einer Plattform zentriert, erfasst und schnell zu ihrem Lagerplatz befördert. Das Fahrzeug wird durch den Fahrer auf einer Plattform mit Leitplanken abgestellt und verlassen. Längs liegende Rollen auf denen das Fahrzeug zu stehen kommt, ermöglichen das seitliche Ausrichten des Wagens. Dort wird dieses seitlich mechanisch zentriert und elektronisch vermessen.

Der vertikale Transport erfolgt mit einem konventionellen, schnellen Aufzug, wie diese für die Personenbeförderungen in modernen Hochhäusern verwendet werden. Anstelle der Liftkabine ist daran eine Plattform befestigt auf der das Gerät für den horizontalen Transport der Personenwagen befestigt ist. Dieses Gerät - Traktor genannt - schiebt sich in der Mitte unter das Auto, spreizt sich gegen die Räder, zentriert damit das Fahrzeug, schiebt dann von vorne und hinten Rollen unter die Räder, hebt diese somit an und fährt horizontal auf die Liftplattform. Die Aufhängung des Aufzuges ist so ausgelegt, dass sich dieser um die zentrale Hochachse drehen kann. Genauso einfach werden sie auf Abruf automatisch wieder aus der Lagerungsposition herausgeholt und dem Benutzer zu übergeben.

Die ganze Anlage ist in Modular-Bauweise so zusammengebaut, dass diese jederzeit zerstörungsfrei demontiert und auf einem anderen Grundstück errichtet werden kann. Weil der Benutzer keinen Zutritt zu den Parkplätzen hat, kann auf Treppen, Personenlifte, Beleuchtungs-, Lüftungs- und Feuerlöschanlagen weitgehend verzichtet werden. Bereits ein Grundstück von nur 20 x 20 Metern ermöglicht den Bau eines Turmes mit bis zu 300 Parkplätzen. Bei einer unterirdischen Auslegung müssen entsprechend nur etwa 25 Prozent der Erde von bisherigen Anlagen ausgehoben werden.

(Text: dr )
(Fotos: Skyline Innovations )

Zurück zur Startseite

Prova Gesamtarchiv
Archivsuche
ausführen Hilfe
Termine
  LMS Großbritannien
  WTCC Spanien
  WRC Rallye Japan
  GP von Italien
Impressum / Kontakt
 Anzeigen
Anzeige Porsche 804-Buch
Anzeige Porsche 908-Buch
Anzeige Porsche 917-Buch
Suchen nach:
In Partnerschaft mit Amazon.de