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Quo Vadis DTM?: Großer Preis der Tourenwagen auf dem Nürburgring
09.08.2005
Zum letzten Mal in diesem Jahr präsentierte sich die heutige Deutsche Tourenwagen Masters in der Eifel und bescherte dem Veranstalter ein ausverkauftes Haus. Der nur noch bis Jahresende dauernde Dreikampf zwischen Mercedes, Audi und Opel zog noch einmal mehr als 100.000 Zuschauer in seinen Bann und bot erneut spannende Unterhaltung. Mercedes ging als Favorit ins Rennen, stellten doch die Schwaben mit Gary Paffett und Mika Häkkinen gleich die gesamte erste Startreihe. Reihe zwei teilten sich Mattias Ekström auf Audi und Bernd Schneider in einem weiteren Mercedes. Auf Startplatz fünf stand der schnellste Opel mit Laurent Aiello am Steuer. Da es kurz vor Rennbeginn heftig zu regnen begonnen hatte, entschied die Rennleitung, das Feld mit einem fliegenden Start auf die Reise zu schicken. Paffett und Häkkinen nutzen den Vorteil und setzen sich für die ersten Runden an die Spitze. Auf Rang drei folgte mit gleichbleibendem Abstand Vorjahresmeister Ekström. Rennentscheidend waren letztlich Fehler der beiden führenden Mercedes-Piloten. Ekström war es gelungen, durch den zweiten der beiden vorgeschriebenen Boxenstopps den zweiten Platz zu übernehmen. Bei dem Versuch, dem Schweden diese Position streitig zu machen, verbremste sich Häkkinen eingangs der Mercedes-Arena und rutschte in die Auslaufzone. Die Rückkehr auf den Kurs kostete den Finnen viel Zeit und alle Chancen auf den Sieg. Paffett überfuhr nach seinem zweiten Boxenstopp die weiße Linie, die die Boxenausfahrt von der Strecke trennt und kassierte dafür eine Durchfahrtstrafe durch die Boxen. Dadurch fiel er in Runde 31 auf Rang vier hinter Häkkinen zurück, mit dem er sich bis zur letzten Runde duellierte. Im letzten Durchgang überholte er den zweifachen Formel-1-Weltmeister in der Mercedes-Arena und sicherte sich wichtige Punkte im Kampf um den DTM-Titel.
Mattias Ekström übernahm dank des glücklichen Sieges die Tabellenführung. Mit nur einem Zähler Vorsprung geht er nun in das nächste Rennen am 28. August im holländischen Zandvoort. Enttäuschend war das Abschneiden von Opel. Die Mannschaft um Sportchef Volker Strycek war wieder einmal vom Pech verfolgt und blieb erneut unter ihren Möglichkeiten. Ein Ausrutscher von Manuel Reuter, eine Durchfahrtsstrafe für Marcel Fässler und ein defekter Schlagschrauber beim Boxenstopp von Laurent Aiello machten alle Hoffnungen auf eine gute Plazierung zunichte. Der sympathischen Opel-Truppe sind in den vier noch ausstehenden Rennen Erfolgserlebnisse zu gönnen. Den Titel werden Ekström und Paffett mit hoher Wahrscheinlichkeit unter sich ausmachen. Mit 15 Zählern Rückstand liegt Tom Kristensen bereits deutlich zurück, den viertplazierten Häkkinen trennen bereits 29 Punkte vom Tabellenführer. Somit ist auch 2005 für Spannung gesorgt, Sorgen bereitet dafür das Jahr 2006
Der Rückzug von Opel zu Saisonende steht definitiv fest, ein neuer Hersteller wurde noch nicht für die DTM gewonnen. Wie es im Moment aussieht, wird es im nächsten Jahr eine Interimslösung mit Mercedes, Audi und einigen privaten Teams geben. Es bleibt abzuwarten, wie die Fans auf diese neue Situation reagieren werden. Alle weiteren Hoffnungen richten sich auf das Jahr 2007 und einen möglichen weiteren Hersteller, der sich an der DTM beteiligen könnte. Übrigens schaute sich BMW-Motorsportchef Dr. Mario Theisen am Freitag während des Trainings interessiert in der Boxengasse des Nürburgrings um. Ein Schelm, der Schönes dabei denkt.
(Text: Michael Behrndt ) |
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