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Dick Attwood / B.R.M.: Fast wie früher
24.10.2005
Beim Oldtimer Grand Prix auf dem Nürburgring waren auch 2005 wieder zahlreiche prominente Rennfahrer Gäste des veranstaltenden Automobilclubs von Deutschland. Unter ihnen war der Engländer Richard Attwood, der mit einem 1,5 Liter B.R.M. P261 beim Rennen der historischen Formel-1-Rennwagen der Jahre 1961 bis 1965 an den Start ging. Der Wagen war 1965 durchaus erfolgreich, Graham Hill gewann damit die Großen Preise von Monaco und USA, Jackie Stewart war beim Großen Preis von Italien siegreich. 1965 ging auch Attwood, Sohn eines erfolgreichen Autohändlers, erstmals in der Formel 1 an den Start. Er fuhr im letzten Jahr der 1,5-Liter-Formel einen Lotus-BRM des Reg-Parnell-Teams und wurde in Italien und Mexico jeweils Sechster. Bei den wenigen Startmöglichkeiten, die Attwood in der Formel 1 vergönnt waren, wusste er bisweilen durchaus zu überzeugen. 1968 belegte er auf einem B.R.M. den zweiten Platz beim Großen Preis von Monaco, 1969 steuerte er den Lotus 49 von Jochen Rindt auf Rang vier, da der Deutsch-Österreicher verletzungsbedingt pausieren musste.
Insgesamt bestritt Attwood 17 Formel-1-Rennen, aber zumeist in Rennwagen, die nicht besonders konkurrenzfähig waren. Begonnen hatte er seine motorsportliche Laufbahn 1960 auf einem Triumph TR3. 1963 ging er in der Formel Junior an den Start und machte mit dem prestigeträchtigen Sieg im Rahmenprogramm des Großen Preises von Monaco auf sich aufmerksam. 1964 folgten Einsätze in der Formel 2 und auf einem Ford GT 40, ein Jahr später das Formel-1-Debüt. Seinen größten Erfolg errang er mit dem Sieg beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 1970. Zusammen mit Hans Herrmann sicherte er Porsche am Steuer des legendären 917 den ersten Gesamtsieg in diesem Langstreckenklassiker. Nur zwei Wochen zuvor hatte dieses Team beim 1000-Kilometer-Rennen auf dem Nürburgring auf einem Porsche 908/3 den zweiten Rang belegt. 1971 zog sich der Brite im Alter von nur 31 Jahren vom aktiven Rennsport zurück und widmete sich fortan seinen geschäftlichen Aktivitäten auf der Insel. Gelegentlich taucht er bei historischen Motorsportveranstaltungen als Gast auf, bewegt eines seiner früheren Renngefährte und zeigt allen: Er kann's noch immer.
(Text: Michael Behrndt )
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