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Aktualisiert am 31.12.2011
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Jaguar XK: Stammhalter

29.08.2005

Jaguar XK
Das Design des neuen Jaguar XK entspricht weitgehend der „Advanced Lightweight Coupé“-Studie, die erstmals in Detroit 2005 gezeigt wurde

Seit den Tagen des XK 120 von 1948 hat Jaguar den Ruf besonders leistungsfähige Sportwagen, die früher auch konkurrenzlos günstig waren, anzubieten. Klassiker wie der E-Type, der 1961 erstmals vorgestellt wurde, untermauerten diesen Ruhm, der selbst durch farblose Baureihen wie den XJS nicht beschädigt werden konnte.

Der neue XK, ganz aus Aluminium gefertigt, soll die erfolgreiche Geschichte fortführen. Abgesehen von wenigen Änderungen entspricht die Form des neuen Sportwagens dem Design des „Advanced Lightweight Coupé“-Konzepts, das Jaguar im Januar dieses Jahres auf der Detroit Motor Show präsentierte. Hauptmerkmale der Karosserie sind glatte, fließende Flächen, eine lange Motorhaube mit betonter Wölbung, wie beim Porsche 911 vergleichsweise steil stehende Front- und Heckscheiben, betonte Radhäuser mit großen Rädern und kurze Überhänge. Dazu kommen Details wie die verchromten Lufteinlässe in den vorderen Kotflügeln und ein ausgeprägter ovaler Kühlergrill.

Jaguar XK
Ein Kühler im Stil des E-Type und fließende, kräftige Linien machen den XK zum typischen Jaguar-Sportwagen

Der XK wurde von Grund auf neu entwickelt: Wichtigste Komponente ist eine Monocoque-Konstruktion aus Aluminium. Diese extrem robuste und sehr leichte Struktur wird sowohl mit Nieten als auch Epoxidharzkleber verbunden. Dadurch wird die Karosserie 31 Prozent steifer als die des Vorgängermodells. Mit einem Leergewicht von 1595 Kilogramm zählt der neue XK damit zu den leichtesten Modellen seiner Klasse.

Die leichte Karosseriekonstruktion und ein leistungsfähiges entwickelte Fahrwerk sollen Basis bieten für Dynamik, exaktes Handling und Fahrvergnügen. Den Antrieb des Sportwagens übernimmt eine weiter entwickelte Version des bekannten 4,2-Liter-V8-Saugmotors von Jaguar mit 298 PS Leistung. Dieses Triebwerk erhielt unter anderem ein neues Einspritzsystem und stellt jetzt ein Drehmomentmaximum von 411 Nm bei 4100 U/min bereit. Zwischen 2000 und 6000 Touren liegen dabei konstant mehr als 343 Nm an. Die Höchstgeschwindigkeit des Coupés ist elektronisch auf 250 km/h begrenzt, der 4,2-Liter-V8 bietet als Entschädigung eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 6,2 Sekunden. Gekoppelt ist das Aggregat mit einem neuen sequenziellen Sechsganggetriebe.

Jaguar XK
Das Heck des XK vermeidet jedes stilistische Experiment

Zudem gibt es ein komplett neu entwickeltes Bremssystem, eine Reifenluftdruck-Kontrolle (TPMS), eine adaptive Geschwindigkeitsregelung mit Vorausfahr-Warnfunktion „Forward Alert", aktive Scheinwerfer und die Dynamische Stabilitätskontrolle „TRAC DSC". Teil des XK-Sicherheitspakets ist zudem das neue „Pedestrian Deployable Bonnet System“ (PDBS): eine Schutzvorrichtung, die bei einem Zusammenprall mit einem Fußgänger die Motorhaube an ihrem hinteren Ende in Bruchteilen von Sekunden zwischen 100 und 150 Millimeter nach oben klappt.

Das Interieur des neuen Jaguar XK ist fahrerorientiert und bietet körperbetonte Sitzen. Mit einem langen Radstand, breiter Spur und einer vergleichsweise hohen Dachlinie bietet das 2+2-sitzige Coupé recht viel Fußraum und Schulterfreiheit. Der Innenraum ist Jaguar-typisch hochwertig ausgestattet. Die Instrumententafel verfügt rechts und links des mittig angeordneten TFT-Displays über zwei große, in Chromringen eingefasste Rundinstrumente.

Der neue XK führt die Tradition leistungsstarker Jaguar-Sportwagen fort. Ob allerdings die beste Tradition des Jaguar-Gründers Sir William Lyons – nämlich deutlich billiger zu sein als die Konkurrenz – wieder aufleben wird, darf bezweifelt werden.

(Text: Rainer Roßbach )
(Fotos: Jaguar )

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