Prova Logo
 
Inhalt
Magazin
Neues aus der Industrie
Neue Bücher
Nissan PIVO3
Audi R8 LMS ultra
Mercedes 190 E Evo II
Ford GT90
Renault 5
Alpine A 106
BMW i3 Concept
Land Rover DC100 Sport
Cadillac Ciel
e-Opel
Citroën Tubik
smart fortwo electric drive
Lister Monzanapolis
Chevrolet Miray Concept
Hispano Suiza Xenia
Fahrberichte
Lancia Thema
Mercedes Benz B 200
Fiat Freemont
Lexus CT200h
Ford Galaxy Titanium
Kultur : Unterwegs
Art und Cars bei Mercedes
Porsche Sonderausstellung
Aktualisiert am 31.12.2011
© 2011 virto GmbH
Grand Challenge 2005: VW Touareg ohne Fahrer durch die Wüste

23.09.2005

Grand Challenge 2005 Touareg-Prototyp
Der Touareg legte jetzt im Rahmen letzter Tests in Arizona eine 200-Meilen-Distanz ohne Fahrer zurück

Im vergangenen Jahr fand das von der Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) ausgeschriebene und mit einem Preisgeld von damals einer und heute zwei Millionen US-Dollar dotierte Grand-Challenge-Projekt zum ersten Mal statt. Die zweite Grand Challengestartet am 8. Oktober 2005 und führt durch die unwegsame Südwest-Wüste der Vereinigten Staaten. Die teilnehmenden Fahrzeuge haben maximal zehn Stunden Zeit, die bis zum Start unbekannte Streckenführung über eine Distanz von 175 Meilen (rund 282 Kilometer) zurückzulegen. Jeglicher Eingriff von außen ist unzulässig.

Der Countdown für das wohl ungewöhnlichste Autorennen der Welt läuft: Ein Pulk „intelligenter“ Automobile wird sich aufmachen, die amerikanische „Grand Challenge 2005“ – einen Trip über 175 unbekannte Meilen durch die Südwest-Wüste der USA – zu gewinnen oder wenigsten zu meistern.

Die besondere Herausforderung ist, dass die Autos ohne Fahrer an Bord starten. Es denken und lenken Computer. Volkswagen wird mit einem Touareg-Prototyp teilnehmen. Der von der Volkswagen Konzernforschung und seinem in Kalifornien ansässigen ERL (Electronic Research Laboratory) in Kooperation mit der Stanford University für die Grand Challenge aufgebaute Touareg legte jetzt im Rahmen letzter Tests in Arizona eine 200-Meilen-Distanz autonom zurück, und das Fehlerfrei und mit wettbewerbsfähiger Geschwindigkeit.

VW wertet den erfolgreichen Test der Soft- und Hardware über eine mit Schlag- und Wasserlöchern und Felssteinen gespickte Piste als wichtigen Vorbereitungsschritt für die Teilnahme an der Grand Challenge. Gleichzeitig werden mit dem Prototypen wichtige Technologien der Zukunft getestet. Dabei geht es nicht darum, den Fahrer zu entmündigen. Vielmehr sollen innovative Assistenzsysteme dazu bei-tragen, das Autofahren sicherer zu machen.

Der Siegeszug dieser Technologien hat bereits begonnen. Beispiel Passat: Optional wird er als erstes Fahrzeug der Mittelklasse mit einer automatischen Distanzregelung (ADR + Anhaltewegverkürzung) zu haben sein, die dank Radarmessung bestimmte Gefahrensituationen erkennt und präventiv die Bremsen „scharf“ macht. Im Grand-Challenge-Touareg finden viele dieser neuen Fahrerassistenzsysteme zur Umfelderkennung und Analyse zusammen. Im Verbund können sie autonom die Strecke sowie Hindernisse wahrnehmen und ein Fahrzeug lenken.

Den Touareg-Prototyp „Stanley“ ließ die Volkswagen Forschung offiziell erstmals am 17. Juni 2005 auf einem Geländeparcours des Motorpark Oschersleben von der Leine des Fahrers. Wie an der Schnur gezogen, bewältigte der „intelligente“ Allradler die Strecke. Die nun abermals erfolgreichen Testfahrten in Arizona bestätigen sein Leistungspotential.

Die technische Basis des Geländewagens wurde praktisch unverändert aus der Serie übernommen und lediglich mit einem kompletten Unterbodenschutz sowie verstärkten Stoßdämpfern modifiziert. Gleichzeitig aber verwandelte die Konzernforschung den Touareg in ein fahrendes Hightech-Labor. Zahllose Sensoren sowie ein Verbund von vier Laser-Detektoren ermitteln jene Daten, mit denen das fahrerlose Automobil sicher und zügig seinen Weg findet. Ergänzt werden die Systeme durch Stereo-Sichtgeräte, hoch entwickelte 24-GHz-Radaranlagen und ein besonders exakt analysierendes, satellitengestütztes GPS-Navigationssystem, das die Position des Fahrzeugs auf den Millimeter genau digital abbildet.

Diese Informationsflut füttert das im Kofferraum des Geländewagens untergebrachte Rechenzentrum, das aus sieben zusammengeschalteten Pentium M-Motherboards besteht. Mit einer Rechenleistung von 1,6 GHz pro Prozessor sowie einer ebenso aufwändigen Software ermittelt es jene Lenk-, Beschleunigungs- und Verzögerungsbefehle, mit denen „Stanley“ über „Drive-by-wire“-Systeme elektronisch gesteuert wird und auf Besonderheiten der Strecke in Echtzeit reagieren kann.

(Text: pt )
(Fotos: Volkswagen )

Zurück zur Startseite

Prova Gesamtarchiv
Archivsuche
ausführen Hilfe
Termine
Impressum / Kontakt
 Anzeigen
Anzeige Porsche 804-Buch
Anzeige Porsche 908-Buch
Anzeige Porsche 917-Buch
Suchen nach:
In Partnerschaft mit Amazon.de