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Aktualisiert am 31.12.2011
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Nürburgring Classic 2005: Gelungener Saisonabschluß

17.10.2005

Formel 3
Die Formel 3-Monoposti und Sportwagen, die den Graf Berghe von Trips Pokal ausfuhren, mussten sich durch dichten Nebel kämpfen
Doppelpfeil

Schwere Regenwolken lagen am ersten Oktober-Wochenende über der Eifel. Typisches Herbstwetter also, bei dem die ADAC Nürburgring Classic 2005 zum ersten Mal stattfanden. Die attraktiven Starterfelder halfen jedoch, über diesen Mißstand hinwegzusehen.

Sportlicher Höhepunkt war das 300-km-Rennen für historische Tourenwagen und GT-Fahrzeuge aus den 50er und 60er Jahren. 110 Fahrzeuge und Fahrer aus ganz Europa nahmen bei wechselhaften Wetterbedingungen die Strecke unter die Räder. Im Feld tummelten sich unter anderem NSU TTS, Steyr Puch 650 TR, Porsche 914/6, BMW 2002 Alpina und Mini Cooper. Nach zweieinhalb Stunden hatte Michael Menden auf einer 65er Corvette das glückliche Ende für sich: Er gewann vor der 1970er Renault Alpine A110 der italienischen Bigatti-Brüder und der Fahrerpaarung Bernd Hahne/Werner Bluhm auf Aston Martin DB4 GT von 1960.

In den beiden Rennen um den Graf Berghe von Trips-Pokal, der für für historische Rennsport- und Formelfahrzeuge ausgeschrieben war, gewann Palle Ringstroem auf March souverän beide Läufe. Besonders attraktiv waren hier die kleinen zweisitzigen Sportwagen, etwa von March oder Tiga, die auf deutschen Strecken nicht oft anzutreffen sind.

Bei der Gleichmäßigkeitsprüfung, die über die Nordschleife führte, gab es viele Raritäten zu bewundern: Veritas-Rennwagen und andere Nachkriegsrenner, die auf BMW 328-Basis aufgebaut wurden, wie der Baum-Monoposto von 1947, trafen auf die berühmten Sportwagen der Vorkriegszeit. Herausragend war hier vor allem der Mercedes 680 S von Hanspeter Kern, mit dem Rudolf Caracciola das Eröffnungsrennen auf dem Nürburgring im Jahr 1927 gewann und der, zusammen mit den gleichfalls gemeldeten Bentley, große Oper auf dem langen Kurs inszenierte.

Umrahmt wurden die Rennen durch ein abwechslungsreiches Angebot im Fahrerlager mit historischem Jahrmarkt, Kettenkarussell, Münzprägestätte und dem ADAC-Zelt, in dem eine Reihe besonders schöner historischer Motorräder und Autos angeboten wurden. Hier stand auch ein Porsche 917 in Gulf-Design aus dem Jahr 1970, dessen Rahmen und Karosserie perfekt restauriert waren. Bei abgenommener Heckhaube verhüllte ein schwarzes Tuch schamhaft den eingebauten Sechszylinder-Boxermotor. Soviel Schüchternheit wäre angesichts der Qualität der Karosseriearbeiten gar nicht nötig gewesen.

Veritas Meteor Chevrolet Corvette Renault Alpine
Veritas Meteor mit Stromlinienverkleidung von 1953
Doppelpfeil
Michael Menden auf der Chevrolet Corvette aus dem Baujahr 1965 gewann das 300 km Rennen
Doppelpfeil
Eine gute Leistung zeigten auch die Bigazzi-Brüder auf ihrem Renault Alpine A 110: Sie wurden Gesamtzweite
Doppelpfeil
 
NSU TT Chevrolet Corvette Sunbeam Tiger
Eine Wiedersehen gab es auch mit den schnellen NSU TTS
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5,4-Liter-Chevrolet Corvette aus dem Jahr 1965
Doppelpfeil
Ebenfalls von einem großen V8 angetrieben: Der Sunbeam Tiger von 65
Doppelpfeil
 
Mustang GT 350 Aston Martin Mercedes 300 SE
Hans Jorgen Krag aus Dänemark brachte einen Ford Mustang GT 350 an den Start
Doppelpfeil
Teures Blech: Ein Aston Martin DB4 aus dem Jahr 1961
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Hommage an die in den Sechzigern erfolgreichen Tourenwagen aus Stuttgart: Mercedes 300 SE
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Lancia Fulvia BMW 2002 Alpina Jaguar E
Das italienische Historic-Team brachte eine 1300er Lancia Fulvia an den Start
Doppelpfeil
Aus der klassischen Tourenwagen-Epoche Anfang der Siebziger stammt dieser BMW 2002 Alpina
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Jaguar E von 1961 im Renntrim
Doppelpfeil
 
March F3' Ralt F3 Brabham BT18
Palle Ringström auf einem March F3 des Baujahrs 1975 beherrschte das Rennen um den Graf Berghe von Trips Pokal nach Belieben
Doppelpfeil
Nur Gerd Holtkamp auf dem Ralt RT 1 war in der Lage, das Tempo des Dänen mitzugehen
Doppelpfeil
Axel Pilz aus Berlin brachte mir dem Brabham BT18 einen klassisch gezeichneten Monoposto an den Start
Doppelpfeil
 
Tiga 86 March Merlyn-Lola
Sportwagen wie der Tiga 86 sind auf deutschen Strecken eher selten zu sehen
Doppelpfeil
Auch dieser wunderschöne March-Zweisitzer ist eine eher rare Erscheinung
Doppelpfeil
Ein 1000ccm-Merlyn-Formel 3 von 1965 liegt hier vor einem 2-Liter-Lola T 492 aus dem Jahr 1978
Doppelpfeil
 

(Text: Rainer Roßbach )
(Fotos: Rainer Roßbach )

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