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Aktualisiert am 31.12.2011
© 2011 virto GmbH
BMW Z4 M Roadster: Sportler aus dem Metallbaukasten

25.10.2005

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Understatement pur: Von vorne ist der Unterschied nur im direkten Vergleich mir dem Vorgängermodell zu erkennen
Doppelpfeil

Der Baukasten macht es möglich: vier Jahre nach der Präsentation des Z4 wird nun die M-Variante nachgereicht. Wer dabei auf spekakuläre neue technische Leckerbissen hofft, wird enttäuscht sein, jede einzelne Komponente des neuen Roadster-Menüs ist schon aus anderen Baureihen her bekannt. Wichtigster Bauteile-Lieferant ist natürlich der M3. Dessen bewährter Sechszylindermotor, mehrfach als Motor des Jahres prämiert, treibt den Hochleistungsroadster an. Da dessen Leistung für schon in der Limousine für viel Fahrspaß sorgt, wird der Roadster damit sicher nicht untermotorisiert sein. Die Leistungsdaten sprechen jedenfalls eine deutliche Sprache. Den Spurt von 0 bis 1000km/h soll der kleine Zweisitzer in 5 Sekunden abhaken. Bei 252 kW/343 PS aus 3,3 Liter Hubraum eine leichte Übung. Das ist nur 0,3 Sekunden schlechter als der M5, der dafür aber einen deutlich höheren technischen Aufwand treiben muss. 365 Newtonmeter Drehmoment bei 4 900 min–1 lassen auch ein kräftiges Durchzugsvermögen. Für den Zwischenspurt von 80 auf 120 km/h im vierten Gang braucht er jedenfalls nur 5,0 Sekunden. Politisch korrekt wird die Höchstgeschwindigkeit bei 250 km/h abgeregelt. Was als Endgeschwindigkeit wirklich möglich wäre, lassen die Daten der offenen M3 CSL erahnen. Eine Literleistung von 106 PS/Liter und ein Leistungsgewicht von 4,1 Kilogramm/PS bei 1410kg Leergewicht (nach DIN) sind klare Worte unter den aktuellen Sportwagen. Dazu kommt die konsequente Umsetzung der BMW-M-Philosophie auch in restlichen Antriebsstrand. Das Hochdrehzalhkonzept des Motors geht Hand in Hand mit einer kurzen Gesamtübersetzung und einem Sechsganggetriebe, daß so abgestuft ist, dass die Motorleistung optimal in Vortrieb umgesetzt werden kann. An der Hinterachse arbeitet die aus dem M3 bekannten drehzahlfühlende variable M Differenzialsperre mit. Sie verleiht dem Z4 M Roadster hohe Fahrstabilität als auch optimale Traktion vor allem aus Kurven heraus. Bei sehr sportlicher Fahrweise und auf Straßen mit höheren Reibwerten hilft sie, die positiven Eigenschaften des Heckantriebs zu verstärken. Bei unwirtlichen äußeren Bedingungen, etwa bei unterschiedlichen Reibwerten von Straßenrand zu Straßenmitte, wie sie vor allem im Winter häufig vorkommen, verbessert das System die Traktion deutlich.

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VOn der Seite wirkt der Z4 M durch die großen Räder noch kompakter
Doppelpfeil

Auch das Fahrwerk wurde den höheren Anforderungen angepasst. Während im normalen Roadster eine elektromechanische Servolenkung für die Reduzierung der Lenkkräfte sorgt, wird der M-Roadsterfahrer von einer hydraulischen Servoanlage unterstützt. Diese ermöglicht besonders präzise Lenkmanöver und sehr exakte Rückmeldungen über alle Fahrzustände. Sie verfügt über eine Gesamtübersetzung von 47:1, die höhere Lenkgeschwindigkeiten ermöglicht und damit Vorteile bei dynamischer Fahrweise bietet.

Wer schnell beschleunigen kann, muss auch gut bremsen können. Der Z4 M Roadster mit seinen höheren Fahrleistungen verfügt über die ursprünglich für den BMW M3 CSL konzipierten, schwimmend gelagerten Compound-Hochleistungsbremsanlage. Mit ihr sind Verzögerungswerte möglich, die den nachfolgenden Verkehr in Probleme bringen können, wenn der Sicherheitsabstand nicht eingehalten wird: Aus Tempo 100 liegt der Bremsweg bei nur 34 Metern.

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Ein kleiner Spoiler, ein Diffusor und vier Endrohre müssen als Prestige-Attribute genügen. Doppelpfeil

Der optische Auftritt des Z4 M ist eher dezent, die Differenzierung zu den kleineren Brüdern erfolgt über Details. Am auffälligsten sind dabei die Frontschürze mit ihrer stark X-förmigen Betonung von Linien und Öffnungen, die großen Lufteinlässe sowie die tief liegende Niere und zwei markante Präzisionslinien auf der Motorhaube. Auch das Heck ist M typisch gestaltet mit vier markanten Endrohren und einem horizontalen Diffusor, so wie man es vom M3 und M5 schon kennt. Exklusiv dem Z4 M Roadster ist das Doppelspeichendesign der 18 Zoll-Alu-Felgen vorbehalten. Bi-Xenon-Scheinwerfer sorgen für gutes Licht.

Auch innen bleibt der Z4 M- Roadster dezent. Drehzahlmesser und Tachometer präsentieren das Zifferblatt in Schwarz mit weißen Zahlen und die Zeiger im traditionellen Rot. Das Drehzahlband im Drehzahlmesser ist dynamisch: Das gelbe Vorwarnfeld und das rote Warnfeld begrenzen den jeweils zulässigen Motordrehzahlbereich abhängig von der momentanen Motoröltemperatur. Mit steigender Motoröltemperatur vergrößert sich der nutzbare Drehzahlbereich.

Die LCD-Anzeige des Bordcomputers ist im Tacho integriert, Tankuhr und die Anzeige der Wassertemperatur befinden sich im Drehzahlmesser. Das M Lederlenkrad setzt mit seinem starken Kranzprofil und den Daumenmulden im Lenkradkranz einen besonderen sportlichen Akzent. Schaltknauf und Einstiegsleisten sind weitere, M spezifische Elemente, ebenso wie die mit Perlglanzchrom galvanisch veredelten Klimaanlagen- und Frischluftversteller, Türöffner und Türzuziehgriffe. Das Kofferraumvolumen beim Z4 M Roadster verringert sich wegen der im Kofferraum platzierten Batterie von 200 auf 220 Liter gegenüber dem Basismodell.

Da alle Komponenten sich schon in anderen Modellen bewährt haben, darf man von Z4 M Roadster ungetrübte Fahrfreude erwarten.

(Text: Dieter Roßbach )
(Fotos: BMW AG )

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