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Toyota Fine-X: Brennstoffzellen-Antrieb und Vierrad-Lenkung
08.11.2005
Eine mögliche Zukunft des Automobils skizziert Toyota mit der Studie Fine-X, die von vier Elektromotoren in den Rädern angetrieben wird. Die Antriebsenergie wird von einem Brennstoffzellen-Hybridsystem im Fahrzeugboden erzeugt, das vollkommen emissionsfrei arbeitet. Bemerkenswert ist auch das Vierrad-Lenksystem, mit dem das Auto praktisch auf der Stelle wenden kann. Dank dieser Technik unterbietet der 3,86 Meter lange Fine-X im Wendekreis selbst aktuelle Kleinwagen. Jedes Rad kann nach rechts und links um 65 Grad gedreht werden. Für besonders enge Parklücken schlagen die Vorder- und oder Hinterräder gegenläufig ein. Damit kann das Auto auf der Stelle drehen. Mit dem Fine-X könnte man selbst in engsten Sackgassen wenden und vorwärts heraus fahren. Die Lenktechnik resultiert aus dem Antriebskonzept der Studie: Die Kraftübertragung des Brennstoffzellen-Hybridsystems erfolgt mittels Radnabenmotoren. An jedem Rad sitzt ein Elektromotor mit 20 kW Leistung. In der Summe ergeben sich damit 80 kW, die ausreichen um den Fine-X bis auf 200 km/h zu beschleunigen.
Neben der Reduzierung von Umweltbelastung beim Betrieb von Fahrzeugen dient der Fine-X auch als Forschungsprojekt zur Verbesserung der CO2-Bilanz in der Automobilproduktion. So sind etwa viele Bauteile im Innenraum aus Pflanzenfasern hergestellt, die selbst bei ihrer Verbrennung nicht mehr Kohlendioxid abgeben als sie zuvor aufgenommen haben. Innen bietet der Toyota Fine-X seinen Passagieren viel Platz. Dank seines Unterflur-Konzepts und des One-Box-Designs mit 2.850 mm Radstand besitzt der Fine-X die Innenraumlänge einer Limousine der oberen Mittelklasse. Dabei wird den Passagieren der Ein- und Ausstieg durch am Dach angeschlagene und weit nach oben schwingende Flügeltüren erleichtert. Auch die vier Einzelsitze sorgen für einen bequemen Zugang. Sie lassen sich zum Ein- und Aussteigen nach außen drehen. Der Passagier nimmt Platz, und der "Welcome-Seat" des Fine-X befördert ihn automatisch ins Innere.
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