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Chrysler Akino: California Roll
28.11.2005
"Akino" ist japanisch und bedeutet "Herbstfeld" - und das mit diesem Wort verbundene Gefühl von Gelassenheit und Ausgeglichenheit soll als Grundmelodie im gesamten Design des Concept Cars präsent sein. Dabei ist der Name eher Zufall: Die 37-jährige japanische Designerin Akino Tsuchiya arbeitet für DaimlerChrysler im Pacifica Advanced Design Center in Carlsbad, Kalifornien. Sie zeichnete das komplette Interieur und Exterieur des Konzepts und gab dem Ergebnis ihren Namen. Auch wenn die Namensgebung willkürlich erscheint, verkörpert das Ergebnis doch, wie die Sushi-Variation "California Roll", eine gelungene Symbiose aus amerikanischen und japanischen Elementen: Ein zurückhaltender Fahrzeugkubus japanischer Abkunft wird mit chryslerspezifischen Elementen wie den Sicken in der Heckklappe kombiniert. Es ist die Verbindung von fernöstlicher Kunstauffassung, äußerer Kompaktheit und innerer Größe, die dem "Akino" sein typisches gibt. Ästhetisch ist beabsichtigt, den Innenraum mit dem beruhigenden, komfortablen Gefühl eines Wohnzimmers zu versehen. "Wir wollten, dass man sich im Akino auch auf der Strasse wie zu Hause fühlt," sagt Tsuchiya, für die Autofahren am Wochenende oder während der Freizeit in erster Linie eine Erfahrung von Gemeinsamkeit bedeutet - zum Beispiel ein Familienausflug oder Reisen mit Freunden.
Der Einstieg erfolgt über eine einzelne Tür auf der Fahrer- und zwei Türren auf der Beifahrerseite, die in entgegengesetzte Richtungen öffnen. Diese Anordnung ermöglicht einen kabinenartigen Fondbereich und einen drehbaren Beifahrersitz. Der hintere, transparente Dachbereich wirkt wie ein Aufsatz, der einerseits auf interessante Weise einen Bruch des Designs bewirkt und andererseits mehr Kopfraum für die Passagiere im Fond bietet. Die Sitzanordnung soll mit ihrer komfortablen und sozialen Umgebung für eine neue Reise-Erfahrung bieten. Die Materialien und Farben, die die Passagiere im Interieur umgeben, bestehen aus Naturfasern und recycelbaren Synthesefasern: Bambus-Fußboden, Überwurf-Decke, stimmungsvolles, dimmbare Deckenleuchten und, augenzwinkernd, sogar Couch-Kissen.
Fahrer- und Beifahrersitz sind als Sessel ausgeführt und die Rücksitze als Sofa - wie in einer traditionellen Wohnzimmer-Anordnung. Die Farbgebung trennt mit dem Ton "Salonblau" den Fahrer- und Cockpitbereich vom Wohnbereich, der in "Creme" ausgeführt ist. Das Aussendesign zeigt seitliche Fensterflächen mit einer präzisen grafischen Trennung von klarem Glas im vorderen Teil und der stoffartigen Beschichtung im hinteren Bereich der Seitenfenster, die den Passagieren ein Gefühl von Privatheit gibt. Man ist stolz bei Chrysler auf das frische Denken und die Vielfalt innerhalb der vielen Design-Teams. Damit fühlt man sich in der Lage, den spezifischen Ansprüchen der unterschiedlichen Märkte zu entsprechen. Auch wenn der Chrysler Akino im gegenwärtigen Stadium ein Concept Car ist, zeigt er, wie die rationalen Bedürfnisse von Kunden mit der Emotion der Marke verbunden werden können.
(Text: Rainer Roßbach )
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