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Daewoo Matiz: Grosser Kleiner
07.01.2005
Daewoos Partnerschaft mit General Motors eröffnet dem koreanischen Hersteller neue (und auch bessere) Perspektiven. Neben dem Kalos und dem Evanda ist besonders der Matiz der zweiten Generation gefragt. Vor allem deshalb, weil das kompakte, kleine Vielzweckfahrzeug für relativ wenig Geld (8790 Euro) ein Super-Angebot bedeutet. Nur 3,50 Meter lang, bietet der Mini (Breite 1,49 Meter, Höhe 1,48 Meter) durch seine vier Türen einen bequemen Einstieg in einen erstaunlich großen Innenraum. In dem fehlt es weder an Kopf- noch an Kniefreiheit. Der jetzt von einem 1,0-Liter-Vierzylinder-Motor angetriebene SE (64 PS/47 kW) ist zwar primär für den Stadt- und Kurzstreckenverkehr konzipiert, hat aber neben eingeschränkter Langstreckentauglichkeit zweifellos andere (positive) Eigenschaften vorzuweisen: so z.B. als ideales Zweitauto und als optimaler City- bzw. Einkaufswagen. Darüber hinaus als besonders kostengünstiger Einsteiger. Die hohe Sitzposition sorgt für eine gute Verkehrsübersicht. Auch in Sachen Fahrwerksabstimmung bleibt der kleine Koreaner ohne wesentliche Kritikpunkte: Der rund 850 Kilogramm leichte Fronttriebler läuft brav geradeaus und bereitet auch in zügig durchfahrenen Kurven keine Probleme. Da sich das vorhandene Kofferraumvolumen durch Umklappen der Rückbank von ca. 150 Liter auf immerhin 460 Liter erweitern lässt, steht auch einem ausgiebigen Wochenend-Einkaufsbummel nichts im Wege. Naturgemäß erreicht der Wagen aber vollbeladen die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit. Die sind bei den Fahrleistungen - für einen Wagen dieser Größenordnung - aber relativ weit oben angesiedelt, denn der Spurt von 0 auf 100 km/h dauert nur rund 14 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit liegt immerhin bei 160 km/h. Der kostengünstige Verbrauch von rund 6 Liter macht den Matiz SE 1,0 einmal mehr zum Sparmodell. Dass Kampfpreise auch gewisse Nachteile beinhalten, sollte jedem klar sein. So ist ABS nur gegen Aufpreis erhältlich, und einige Details werden sicherlich im Rahmen der Modellpflege überarbeitet. Dennoch: Der freundliche Kleine mit Charakter hat in den letzten Monaten für ein positives Erscheinungsbild der Koreaner auf unseren Straßen gesorgt. Primär dürften das ansprechende Karosseriedesign und die zahlreichen Modifizierungen bei einer verbessertern Motorleistung die Garanten dafür sein, dass der Wagen immer dann genannt wird, wenn es um ein schönes Stadtauto mit hoher Wirtschaftlichkeit geht.
(Text: Jörg-Thomas Födisch )
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