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Skoda Octavia RS: Da geht was
30.01.2005
Noch bis zum Ende der 80er Jahre war Skoda eine typische Billigmarke. Nach dem Einstieg von Volkswagen im Jahr 1991 begann eine stürmische Entwicklung, die der tschechischen Marke zu einem neuen, durch gute Produkt-Qualität geprägten Image, verhalf. Das lag nicht zuletzt daran, dass Wolfsburg großzügig mit modernen technischen Komponenten aushalf: Verarbeitungsqualität und Technik liegen mittlerweile auf VW-Niveau. Auch wenn das Design etwas altväterlich geblieben ist: Die Skoda-Fahrzeuge überzeugen durch ihr gutes Preis-/Leistungsverhältnis und ihr großzügiges Platzangebot. Der seit 1996 in Mlada Boleslav produzierte Octavia ist Skodas Volumenmodell das tschechische Familienauto verbindet Großserien-Technik von VW mit guter Ausstattung zu erschwinglichen Preisen. Zwar gibt es mittlerweile die zweite Octavia-Generation als Limousine und Kombi. Die Sportversion bleibt aber mindestens noch bis zum Herbst 2005 der alte RS - die leistungsstärkste Version wird bis dann noch mit der alten Karosserie weitergebaut. Der Wagen hebt sich optisch sowie technisch von seinen Serienbrüdern ab: Durch kräftige vordere Stoßfänger, eine Luftleitkante vorn und einen Spoiler hinten, zusätzliche Seitenleisten, Sportauspuff und RS-Schriftzüge unterstreicht er sein dynamisches Vermögen. Skoda, schon seit Jahren in der deutschen und in der internationalen Rallye-Szene eine feste Größe, demonstriert mit diesem High-Tech-Sportler seine technische Kompetenz.
Die kommt besonders in der Motorisierung zum Ausdruck: Mit 180 PS hat Skoda sein bewährtes 1,8-Liter-Turbo-Triebwerk optimiert. Das maximale Drehmoment stieg durch diese Pflegemaßnahmen auf 235 Nm und bietet jetzt ein sehr breites Drehzahlspektrum es reicht von 1950 bis 5000 U/min. Die Fahrleistungen sind im Sportwagen-Bereich anzusiedeln: Der Spurt von 0 auf 100 km/h dauert nur rund 7,5 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 235 km/h. Werte, die beeindrucken, aber nicht mit übermäßigem Kraftstoffkonsum zu bezahlen sind: Der Drittelmix-Verbrauch liegt bei rund acht Litern Super Plus. Das tiefer gelegte Fahrwerk ist straff abgestimmt. und sorgt für guten Bodenkontakt. Die hinteren Scheibenbremsen sind innenbelüftet, beide Octavia RS-Versionen rollen auf Spider-Leichtmetallrädern. Dass der RS sportliche Ambitionen hat, beweist auch der Innenraum mit seinem Alu-Pedalset und den Sportsitzen mit Teillederbezug. Im Innenraum wird auf stilistische Mätzchen verzichtet zugunsten einer guten Ergonomie. Die Armaturen- und Bedientafel ist funktionell und übersichtlich, alle wichtigen Anzeigen liegen im direkten Blickfeld des Fahrers. Im Fond sind die Platzverhältnisse gut und im Kofferraum gibt es genügend Platz (520 Liter Ladevolumen in der Limousine, rund 1330 Liter bei umgeklappter Rücksitzbank). Der Gepäckraum des Kombi bietet echte Transporter-Qualitäten mit 550 bzw. 1520 Liter Fassungsvermögen. Der Fronttriebler spricht in erster Linie technik- und leistungsorientierte Käufer an, die ein agiles, individuelles Fahrzeug für Alltag und Familie suchen Octavia RS und der Octavia Combi RS bieten diese Kombination zu attraktiven Preisen. Die Limousine ist für 24 890 Euro zu haben, der Kombi kostet 25 790 Euro.
(Text: Jörg-Thomas Födisch , rr )
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