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Chevrolet Nubira: Faires Angebot
06.03.2005
Chevrolet Europe, bis Ende Dezember 2004 GM Daewoo Europa, bietet seit Januar die Fahrzeugpalette der Koreaner unter dem Markennamen Chevrolet in Europa an. In Deutschland wurde der Markenwechsel Mitte Februar vollzogen. Günther Sommerlad, Geschäftsführer der Chevrolet Automobile (Deutschland) GmbH, gibt sich optimistisch: Mit einem kumulierten Marktanteil von 0,51 Prozent konnten wir im vergangenen Jahr unsere Marktposition weiter ausbauen, trotz der schwierigen Bedingungen im stagnierenden Pkw-Markt. Selbst in Deutschland war die Vorjahresbilanz mit einem Wachstum von rund 30 Prozent äußerst positiv. Zu diesem Ergebnis trägt auch die Baureihe Nubira bei: In Form der hier vorgestellten viertürigen Stufenheck-Limousine ist sie ein potenzieller Konkurrent von Opel Astra und Ford Focus. Dabei zeigt sich Chevrolets Kompaktklassen-Modell mit einer zeitgemäßen und ansprechenden Optik Dank Star-Designer Pininfarina. Zum anderen debütierte im Oktober 2004 die neue Kombi-Version des Nubira, und die dürfte durch ihre großzügigen Transportmöglichkeiten (bei dachhoher Beladung rund 1450 Liter Gepäckraumvolumen) besonderen Zuspruch finden.
Für die Limousine werden drei Ausstattungsvarianten in Form des SE, des SX und des CDX (ausschließlich für die 1.8-Liter-Version) angeboten. Der hier vorgestellte 1.8 CDX mit 90 kW/122 PS (auf Wunsch auch mit einer Vierstufen-Automatik von ZF lieferbar) überzeugt vor allem durch sein gutes Preis-/Leistungsverhältnis: Nahezu komplett ausgestattet kostet der Fünfsitzer rund 16.550 Euro eine besonders günstige Offerte, weil unter anderem Vierkanal-ABS, elektronische Bremskraftverteilung (EBD), Klimaautomatik, höhenverstellbarer Fahrersitz (mit Lordosenstütze), elektrische Fensterheber, Stereoanlage samt CD-Wechsler sowie Zentralverriegelung mit Fernbedienung zur Serienausstattung gehören. Alternativ ist der 4,50 Meter lange Nubira auch als 1.6-Liter-SE/SX (80 kW/109 PS) zu Preisen von rund 14.500 Euro erhältlich. Der rund 1300 Kilogramm schwere Testwagen ist mit 122 PS gut motorisiert. Wer die Gänge des 1.-8-Liters ordentlich ausdreht, ist zügig unterwegs (erzielte Fahrleistungen: 0 auf 100 km/h in rund 9 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit ca. 195 km/h). Der Benzinverbrauch beträgt rund 7,5 Liter im Drittelmix. Das Raumangebot des Koreaners ist ebenso gut wie die Verarbeitung und die praxisfreundliche Bedienung. Zu der gehören drei klar gezeichnete Rundinstrumente und sämtliche Bedienelemente.
Der Gepäckraum ist mit rund 400 Litern ausreichend, die im Verhältnis 60 : 40 geteilt umklappbaren Rücksitze erhöhen die Variabilität. Auch die Abstimmung des Fahrwerks speziell für europäische Ansprüche angepasst überzeugt. Die drehzahlabhängige Servolenkung ist direkt ausgelegt. Federung und Dämpfung sind straff, aber komfortabel abgestimmt Fahrverhalten und Komfort wurden somit entscheidend verbessert. Praktisch sind auch viele Detaillösungen, unter anderem zahlreiche Ablagen, ein Getränke-Halter in der vorderen Mittelkonsole, Taschen an den Sitzflächen der Vordersitze, Fächer in allen vier Türen und der Ticket-Clip in der Sonnenblende auf der Fahrerseite. Fazit: General Motors jüngstes Kind kann durch das gute Preis-/Leistungsverhältnis, das gefällige Design und die problemlose Bedienung mit dazu beitragen, dass das Wachstum des Unternehmens mindestens auf dem gleichen Niveau liegt wie bisher.
(Text: Jörg-Thomas Födisch ) |
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