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Aktualisiert am 31.12.2011
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Renault Modus 1.6 16V: Modus Vivendi

14.03.2005

Renault Modus
Große Fensterflächen und die optionalen Glasdächer verleihen dem Modus ein angenehmes Raumklima

Der Modus wirkt frisch und jugendlich: Von vorne schaut der kleine Renault den Betrachtern mit großen Augen unter breiten Blinker-Lidern an, am kurzen Heck bilden große, runde Leuchten den Abschluß. Seitlich geben das leicht abfallende Dach und die ansteigende Schulterlinie dem auf dem Nissan Micra basierenden Renault eine eigenständige Linie.

Auf nur 3,79 Meter Länge bietet der fünftürige Modus reichlich Platz. Der Franzose ist, gemessen an seiner Größe, ein Raumwunder und dazu äußerst wandlungsfähig. Vorne sitzt man gut und der Seitenhalt ist ordentlich, nur die etwas geringe Ellbogenfreiheit zeigt den Einfluß der Kleinwagenplattform. Dank der Höhenverstellung für Fahrersitz und Lenksäule findet sich immer eine einwandfreie Sitzposition. Hinten läßt sich der mittlere Sitz ein- und ausklappen. Der Fünfsitzer kann so in einen Viersitzer verwandelt werden und durch die um 17cm verschiebbare Rücksitzbank entsteht besonders üppige Beinfreiheit im Fond.

Das geht dann natürlich zu Lasten des Gepäckraums – dieser ist aber so variabel, dass sich der Renault fast allen Transportaufgaben gewachsen zeigt. Die Rückbank kann im Verhältnis 1:2 oder komplett umgeklappt und senkrecht hinter die Frontsitze gestellt werden. Dank der niedrigen Ladekante kann der Kofferraum, dessen Volumen von 198 Liter bis 1283 Liter Volumen reicht, einfach beladen werden. Für enge Parkplätze kann man zudem die so genannte City-Klappe ordern, die sich im unteren Teil der Heckklappe befindet. Zusätzlich gibt es reichlich Ablagen wie das Handschuhfach sowie Fächer vorn im Fahrzeugboden und in den Türen, die zusammen nochmals rund 24 Liter Stauraum bieten. Als besonderes Extra gibt es für 300 Euro einen aufsteckbaren Fahrradträger, der zwei Räder aufnimmt und in eine Tasche paßt, die flach auf den Gepäckraumboden gelegt wird und den Stauraum nur minimal beeinträchtigt.

Renault Modus
Bequeme Sitze, eine klare Ergonomie sowie die gute Übersichtlichkeit erleichtern den Umgang mit dem Renault – einzig die mittig angeordneten Instrumente beeinträchtigen den positiven Eindruck

Das Interieur wirkt hochwertig und die Sicherheitsausstattung umfaßt neben Fahrer- und Beifahrer-Airbag Seiten- und Window-Airbags, Gurtstraffer mit Kraftbegrenzer und Isofix-Kindersitzbefestigung auf allen Fond- und dem Beifahrersitz.

Große Glasflächen lassen den Innenraum hell wirken und abends beleuchtet indirektes Licht den Fußraum. Klassentypisch sind die digitalen Instrumente mittig auf dem Armaturenbrett untergebracht und leuchten in Orange. Nachteilig wirkt sich diese Anordnung aus, wenn die tiefstehende Sonne im Rücken des Fahrers steht: Dann kann man über Geschwindigkeit und anliegende Drehzahl nur noch rätseln.

Die geschwindigkeitsabhängige elektrische Servolenkung arbeitet leichtgängig, ohne viel Fahrbahnkontakt zu vermitteln, das Fünfgang-Getriebe läßt sich präzise schalten. Das Fahrwerk des Modus ist gut abgestimmt: Obwohl es recht straff ausgelegt ist, überzeugt es mit Geschmeidigkeit und einem Komfort, der wenig Stöße zu den Passagieren durchdringen läßt. Die Bremsen sprechen spontan auf den Pedaldruck an. Scheibenbremsen rundum – die vorderen sind innenbelüftet – bieten klassentypische Verzögerungswerte von etwa 43 Meter bei einer Vollbremsung aus 100 km/h.

Renault Modus
Der Modus bietet viele durchdachte Zusatzausstattungen wie die City-Klappe

Das 1.6 Liter große Vierzylinder-Aggregat leistet 112 PS. Sein maximales Drehmoment von 151 Nm erreicht der Sechzehnventiler bei 4250 U/min. Obwohl nominell 188 km/h Spitze möglich sind bewegt man sich auf der Autobahn meist im Bereich der Richtgeschwindigkeit. Hier entfaltet der Renault überraschende Talente: Mit seinem guten Gesamtkomfort ist der Modus ein echtes Reisetalent, mit dem man lange Strecken entspannt und ermüdungsfrei bewältigen kann. Ein durchschnittlicher Verbrauch von acht Liter Super auf 100 km ist zwar kein Spitzenwert, aber angesichts der Vielseitigkeit des Fünfsitzers angemessen.

Der Basispreis des schon serienmäßig gut ausgestatteten 1,6 Liter Modus liegt bei 14.450,–. Mit Zusatzausttattungen wie Tempomat, Tempobegrenzer, ESP oder einem Navigationssystem wird die 16.000 Euro-Schwelle schnell überschritten. Da ist es erfreulich, dass Sicherheit nichts extra kostet: Als einziger seiner Klasse holt der kleine Franzose mit fünf Punkten die Maximalwertung beim Crashtest Euro NCAP.

(Text: Rainer Roßbach )
(Fotos: Renault)

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