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Citröen C4 HDI 135 Coupé: Avantgarde der Vernunft
14.05.2005
Das C4 Coupé mit seinem auffälligen und ausdrucksstarken Design ist ein echter Hingucker. Zudem hat der Franzose mit einem Cw-Wert von 0,29 die beste Aerodynamik seiner Klasse. Das führt zu eigenwilligen Lösungen: So ist die Fronthaube recht hoch und die steil stehende Heckscheibe, die sich bis ins Dach zieht, ist durch einen Spoiler optisch geteilt. Diese Auslegung der Karosserie bietet jedoch handfeste Vorteile, denn die Platzverhältnisse sind für ein Coupé ausgesprochen üppig. Da die Dachlinie bis zum Heckabschluß kaum abfällt, ist die Kopffreiheit gerade auf den hinteren Sitzen groß, und selbst bei zurückgeschobenen Vordersitzen gibt es für die Hinterbänkler reichlich Fußraum. Vorne sitzt man ohnehin bequem. Die straff gepolsterten Sitze bieten einen guten Seitenhalt und viel Komfort, die optional erhältliche Lederausstattung ist ebenso hochwertig wie alle anderen Materialien, die im Innenraum Verwendung finden. Alles wirkt solide verarbeitet.
Eine Besonderheit des C4 ist das Lenkrad mit feststehender Nabe. Das wirkt auf den ersten Blick wie ein Modegag, ist jedoch intelligent konstruiert. Das Lenkrad kommt nun ohne Schleifring aus, da alle elektrischen Elemente in der feststehenden Nabe untergebracht sind das reduziert die Fehlermöglichkeiten in der Elektrik. Schwere Teile wie der Airbag müssen nicht mehr mitbewegt werden und das dadurch reduzierte Trägheitsmoment des Lenkrads verbessert den Lenkkomfort. Die wichtigsten Bedienelemente sind rund um das Lenkrad konzentriert. Das ist erst einmal gewöhnungsbedürftig, die Handhabung lässt sich jedoch schnell lernen. Direkt im Blickfeld des Fahrers befindet sich der Drehzahlmesser, dessen roter Bereich dynamisch beim Erreichen der Drehzahlgrenze eingeblendet wird, die Geschwindigkeit und andere wichtige Informationen hingegen werden auf einem freistehend und zentral angeordneten Instrument dargestellt. Diese Anzeige ist aus transparentem Material und so ausgelegt, dass durchscheinendes Tageslicht den Kontrast und damit die Lesbarkeit nachhaltig verstärkt. Auch dicke Luft ist beim C4 kein Thema mehr: Für den in das Armaturenbrett integrierten Parfümspender bietet Citroën zwölf verschiedene Düfte an. Eine JBL-Stereoanlage und ein Handschuhfach, in dem mehr als ein paar Handschuhe untergebracht werden können, runden das positive Bild ab. Zudem gibt es viele weitere Ablagemöglichkeiten. Das Kofferraumvolumen ist mit 414 bis 1083 Litern den Alltagsanforderungen einer Familie gewachsen, allerdings ist die erlaubte Zuladung von 356 kg etwas knapp geraten.
Der Fahreindruck unterstreicht das positive Gesamtbild: Der 2-Liter-Diesel liefert mit 136 PS reichlich Leistung und ist drehfreudig. Da auch bei niedrigen Drehzahlen schon ausreichend Leistung bereit steht das maximale Drehmoment von 320 Nm steht schon bei 2000 U/min zur Verfügung erlaubt der C4 auch entspanntes ruhiges Fahren auf der Landstrasse, ohne dauernd die Gänge wechseln zu müssen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt dank der guten Aerodynamik 207 Stundenkilometer und die Beschleunigung von 0 auf 100 erfolgt in 10,5 Sekunden. Der Normverbrauch beträgt 7,1 Liter/100 km. Das Fahrwerk des Coupés ist straff, aber komfortabel und die Abrollgeräusch sind gering, was erheblich zum guten Gesamtkomfort beiträgt. Der lange Radstand liefert nicht nur Beinfreiheit auf den Rücksitzen, er kommt auch dem Komfort und dem Fahrverhalten bei hohen Geschwindigkeiten zugute. Der C4 ist ein sicheres und gut liegendes Auto. Die Preisliste startet bei 14 990 Euro für das Coupé, die Limousine gibt es ab 15 690 Euro. Die Serienausstattung orientiert sich an der Konkurrenz, aber nirgendwo bekommt man in dieser Klasse so viel Charakter für sein Geld.
(Text: Rainer Roßbach ) |
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