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Aktualisiert am 09.09.2010
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Ford Maverick: Amerikaner für Europa

25.12.2005

Ford Maverick
Die Front des Ford Maverick vermag mit ihrem gradlinigen Design zu überzeugen

Obwohl die Heimat der Geländewagen eigentlich in den USA liegt und auch Ford heute noch in erster Linie als „amerikanischer“ Autohersteller assoziiert wird, ist der Maverick, der in Kansas City seit 2002 produziert wird, als Offroader eher ein auf Europa zugeschnittenes Fahrzeug. Das liegt zum einen wohl daran, dass das Auto eigentlich keine US-typischen Eigenheiten mehr aufweist. Zum anderen entsteht der Wagen in Kooperation mit Mazda (baugleich mit dem Mazda Tribute). Neben den etablierten deutschen Marken haben sich inzwischen auch die japanischen und koreanischen Automobil-Unternehmen in diesem Markt etabliert, wobei der Maverick für die Kölner in erster Linie ein Imageträger bleibt.

Gerade deshalb spielt er für die Ford-Werke eine große Rolle. Marketing-Direktor Jürgen Stackmann formuliert es so: „Der Maverick ist ein weiterer Beleg dafür, dass Ford auch wieder Modelle kreiert und anbietet, die Emotionen wecken.“ Beim Maverick sicherlich weniger durch das Design als vielmehr durch die Komplett-Ausstattung sowie die sicherheitsrelevanten und praktischen Eigenschaften: Vielseitig, variabel, bester Verkehrsüberblick durch hohe Sitzposition, große Fensterflächen und übersichtliche Karosserie, dazu das aktuelle Sicherheitspaket.

Nach einem dezenten Facelift präsentiert sich Fords Offroader anno 2005 mit ausgestellten Kotflügeln, Klarglas-Scheinwerfern, runden Nebelleuchten, modifizierten Stoßfängern, 16-Zoll-Leichtmetallrädern, Seitenairbags und einem neuen 2,3-Liter-Duratec-Vierzylinder-Motor (150 PS/110 kW) mit manuellem 5-Gang-Schaltgetriebe. Gegenüber seinem Vorgänger, einem 2-Liter-Aggregat mit 124 PS, ist das aktuelle Triebwerk aus Aluminium gefertigt und besticht nicht nur durch geringeres Gewicht und größere Leistung, sondern vielmehr durch höheres Drehmoment, das nun früher einsetzt und sich über ein breiteres Drehzahlband erstreckt. Somit ist entspanntes Fahren sowohl innerorts als auch auf der Langstrecke jederzeit sichergestellt. Rund elf Sekunden benötigt der Wagen von 0 auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 185 Stundenkilometer. Das sind akzeptable Werte.

Ford Maverick
Auch wenn der Maverick ein gemäßigtes SUV mit selbstragender Karosserie ist verfügt er doch über ein gutes Mass Geländetauglichkeit

Akzeptabel ist auch der Spritkonsum: Rund 10,5 Liter Normalbenzin auf 100 Kilometer (Drittelmix). Außerdem gefällt das Aggregat durch seine Laufruhe. Der stärkere Bruder, der 3-Liter V6, verfügt über 203 PS und 4-Gang-Automatik mit Overdrive-Funktion. Das 150-PS-Triebwerk des hier vorgestellten Testwagens sorgt für ausreichende Leistung und dafür, dass der rund 1600 Kilogramm schwere SUV (Sport Utility Vehicle) überall zu Hause ist: sowohl auf Fahrbahnen mit unterschiedlichen Belägen als auch im Gelände. Denn: Die elektronische Steuereinheit des neuen Allradantriebes „Intelligent 4WD System“ überwacht permanent die Antriebsverhältnisse und schaltet bei Bedarf ohne Verzögerung und ohne das Eingreifen des Fahrers den Hinterradantrieb zu. Dadurch werden in jeder Fahrsituation bestmögliche Traktion und Fahrstabilität geboten.

In dem derzeit stark gefragten Fahrzeug-Segment der Offroader ist der Maverick aber eher ein Vertreter der „gemäßigten SUV-Fraktion“, etwa durch seine selbsttragende Karosserie, seine Einzelradaufhängung und die typisch amerikanische Fahrwerksabstimmung: weich und komfortabel. Dadurch bleibt auch das Fahrverhalten Pkw-ähnlich mit gutem Abroll- und entsprechendem Federungskomfort. Auch in zügig durchfahrenen Kurven gibt’s keinerlei Probleme, nicht zuletzt dank der exakten und leichtgängigen Servolenkung. Im funktionellen Innenraum gefällt die neu gestaltete Mittelkonsole (in Aluminium-Optik), in die Schalt- und Handbremshebel integriert wurden. Hinzu kommt eine Armlehne mit einer Staubox darunter sowie ein Zwölf-Volt-Stromanschluss. Armaturen und Bedienelemente wurden übersichtlich und griffgünstig angeordnet.

Ford Maverick
Das Cockpit ist aufgeräumt und nüchtern, wie es dem Nutzcharakter des Maverick entspricht

Teillederbezüge der ergonomisch geformten Sitze (mit gutem Seitenhalt) sorgen für entsprechenden Komfort und für ein gelungenes Ambiente. Das Platzangebot des 4,44 Meter langen Maverick ist großzügig bemessen. Da das vollwertige Ersatzrad unter dem Gepäckraum untergebracht ist, bleibt der Ladeboden eben. Das Volumen (bei fünf Insassen) beträgt rund 470 Liter. Transportgut lässt sich zudem durch die separat zu öffnende Heckscheibe verladen. Maximales Fassungsvermögen sind rund 1800 Liter bei umgelegter Rückbank, Beladung „bis Vordersitze dachhoch“.

Nach wie vor beeindruckt die Komfort-Ausstattung des Euro-4-zertifizierten Offroaders: Schon in der Basisversion verfügt der SUV serienmäßig über eine Klimaanlage, elektrische Fensterheber vorn und hinten, ein Audiosystem mit CD-Spieler und eine Diebstahl-Alarmanlage.

Ein Manko ist das fehlende ESP, der Zweitschlüssel für den Tank bedeutet ein klares Minus und die fehlende Diesel-Motorisierung dürfte hierzulande nicht verkaufsfördernd sein. Fazit: Der Maverick überzeugt mit seinem großzügigen Platzangebot, dem sicheren und komfortablen Fahrwerk, der serienmäßigen Komfortausstattung, der Vier-Jahres-Garantie und den moderaten Unterhalts- und Betriebskosten. Der Preis: ab 25 700 Euro.

(Text: Jörg-Thomas Födisch )
(Fotos: Ford )

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