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Aktualisiert am 31.12.2011
© 2011 virto GmbH
Nissan Micra 160SR: Nachrüstung

15.12.2005

Nissan 160SR
Von vorne sieht der Micra 160SR trotz geänderter Maske nicht besonders kriegerisch aus

Sportliche Kleinwagen gehören mittlerweile in das Portfolio jedes Herstellers. Zeit also für Nissan nachzulegen und vom friedlich-freundlichen Micra eine heißere Version anzubieten.

Bisher ist der Kleine nicht durch dynamische Talente aufgefallen: Spitzenmotorisierung war bislang ein 1,4-Liter mit 88 PS. Nun kommt also der 160SR, der mit 110 PS aus 1,6-Liter-Hubraum die Käufer überzeugen soll, die es etwas sportlicher wollen. Von der Papierform sieht das so aus: 100 km/h werden nach 9,8 Sekunden erreicht und die Spitzengeschwindigkeit beträgt 183 Stundenkilometer. Aber schon am maximalen Drehmoment von 153 Nm bei 4.400 U/min kann man ablesen, dass es mit der Dynamik nicht so weit her ist.

Auch wenn der leistungsstärkste Micra mit einem modifizierten Lufteinlass, einem Dachspoiler, ausgestellten Türschwellern, einem Heckstoßfänger mit verchromter Auspuffblende und Alufelgen in Titan-Optik sportliche Attribute zur Schau stellt, kommen die 1150kg nur gemächlich in Fahrt. Der Motor – mit zwei obenliegenden, kettengetriebenen Nockenwellen und vier Ventilen pro Zylinder recht aufwendig konstruiert – will gedreht werden.

Nissan 160SR
Das Profil zeigt schon mehr Sportlichkeit: Ausgestellte Schweller, Dachspoiler und Alufelgen weisen auf die gesteigerte Leistung hin.

Das Fahrwerk besteht vorne aus einer Einzelradaufhängung mit McPherson-Federbeinen und Stabilisator. Hinten arbeitet eine Verbundlenkerachse mit Schraubenfedern und hydraulischen Schwingungsdämpfern. Gebremst wird mit innenbelüfteten Scheiben vorne und Trommelbremsen hinten. Das hydraulische Zweikreisbremssystem weist dazu einen zweistufigen Bremskraftverstärker und ein elektronisches ABS mit elektronisch geregelter Bremskraftverteilung auf.

Der 160SR wirkt einigermaßen straff, ist gleichzeitig aber komfortabel und gutmütig. Die hohe Sitzposition und der kuppelartige Dachaufbau verhindern erfolgreich, dass man es mit dem Rasen übertreibt. Der kleine Micra bleibt sich treu: Er ist kein Sportler, sondern ein Kleinwagen, der etwas mehr Durchzug bietet. Ausstattung und Farbgebung des von uns gefahrenen Exemplares weisen auf die angepeilte Zielgruppe hin: Türkisfarbene Lackierung, hellblaues Leder und elfenbeinfarbene Schalter machen den 160SR zum flotten Begleiter für die Dame, die es etwas dynamischer mag.

Nissan 160SR
Der hellblaue Armaturenträger und die gelochten Pedale in Alu-Optik finden nicht recht zusammen

Zur Serien-Ausstattung des 160SR gehören 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, das elektronische Stabilitätssystem ESP, ein verchromter Endschalldämpfer, ein integrierter Sechsfach-CD-Wechsler, eine Klimaautomatik sowie aktive Kopfstützen und Kopfairbags. Schade nur, dass die Kunststoffteile des Armaturenbretts und der Türverkleidungen so lieblos zusammengefügt sind. Da passt es auch ins Bild, dass die lackierte Blende über den Rundinstrumenten manuell nachgearbeitet und überlackiert wurde.

Ansonsten läßt sich dem Micra wenig vorwerfen. Die Karosserieform ist nach wie vor originell und sympathisch. Von der Bedienung her passt alles tadellos, Ablagen gibt es genug – etwa zehn Liter im Beifahrersitz – und der Kofferraum bietet für ein Auto dieser Größe ein akzeptables Volumen. Der Stauraum kann, dank geteilt umklappbarer oder auch verschiebbarer Rückbank von 251 auf 584 Liter vergrößert werden. Der Durchschnittsverbrauch beträgt akzeptable 6,6 Liter Superbenzin auf 100 km/h und die Garantie läuft über drei Jahre oder 100.000 Kilometer.

Alles in Allem ist der Micra 160SR ein moderner Kleinwagen, der mit seinem Charme punkten kann. Leider trüben einige Nachlässigkeiten in der Verarbeitung das überwiegend positive Bild. Denn für die geforderten hohen Preise – beim Dreitürer werden mindestens 16.590 Euro, beim Fünftürer 17.190 Euro verlangt – sollte eine ordentliche Verarbeitung selbstverständlich sein.

(Text: Rainer Roßbach )
(Fotos: Rainer Roßbach)

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