Prova Logo
 
Inhalt
Magazin
Neues aus der Industrie
Neue Bücher
Nissan PIVO3
Audi R8 LMS ultra
Mercedes 190 E Evo II
Ford GT90
Renault 5
Alpine A 106
BMW i3 Concept
Land Rover DC100 Sport
Cadillac Ciel
e-Opel
Citroën Tubik
smart fortwo electric drive
Lister Monzanapolis
Chevrolet Miray Concept
Hispano Suiza Xenia
Fahrberichte
Lancia Thema
Mercedes Benz B 200
Fiat Freemont
Lexus CT200h
Ford Galaxy Titanium
Kultur : Unterwegs
Art und Cars bei Mercedes
Porsche Sonderausstellung
Aktualisiert am 31.12.2011
© 2011 virto GmbH
Englische Gärten: Reise in eine Wunderwelt

28.08.2005

Chatelherault
Der Garten von Chatelherault House im Clyde valley in Schotland ist noch vom französischen Gartenstil geprägt

Die britische Gartenkultur entwickelte sich erst im Laufe der Zeit: Vor 500 Jahren zum Beispiel galten die Gärten des französischen Königs noch als Vorbild für die Anlage von Hampton Court bei London. Blumen spielten damals eine eher untergeordnete Rolle: Quadratische Rasenflächen, kunstvoll beschnittene Bäume und Sträucher und Wappentiere auf Pfählen – das machte damals einen prunkvollen Garten aus.

Seitdem ist darüber eine Menge Gras gewachsen. Und nicht nur das: Importierte Pflanzenarten sorgten für neue Formen und Farben bei den Blumen, die im besonders milden Klima Englands bestens gedeihen.

Die von uns gefahrene fünftürige Version war mit dem 2.0-Liter 1804 gründeten Sir Joseph Banks und John Wedgwood 1804 die Royal Horticultural Society (RHS), ursprünglich mit dem Ziel, Informationen über alle Pflanzen zu sammeln und die praktische Gartenpflege zu verbessern. Das Hauptanliegen der RHS hat sich seitdem nur wenig verändert. „Wir verbinden Design, Gartenbau, Wissenschaft und Bildung miteinander, um eine bessere Art des Gartenbaus zu erreichen“, erklärt David Gray, Direktor für Gartenbau der RHS. Besonderes Augenmerk richtet sich im Jubiläumsjahr auf die vier von der RHS betreuten Gärten Hyde Hall (Essex, Ostengland), Harlow Carr (North Yorkshire, Nordengland), Rosemoor (Devon, Südwestengland) und Wisley (Surrey, Südengland) und deren große Flower Shows. Darüber hinaus beobachtet die Royal Horticultural Society Veränderungen des Klimas und Trends der Gesellschaft. In den vergangenen Jahren legte die Organisation viel Wert auf den Schutz und die Erhaltung der Artenvielfalt.

stourhead-garden
Stourhead Garden in Stourton/Wiltshire ist typisch für den englischen Landschaftsgarten, der Landschaft und Natur in idealisierter Weise neu erschaffen will

Abgesehen von den großen Ereignissen im britischen Gartenjahr gibt es aber auch viele kleine gärtnerische Schmuckstücke zu entdecken. Von Anlagen der Herrenhäuser bis hin zu Cottage-Gärten – für jeden Pflanzenfan mit grünem Daumen findet sich da eine Attraktion oder Inspiration für den eigenen Garten. Zwei bis sechs Pfund zahlt man für den Eintritt in ein blühendes Reich, manchmal ist er aber auch frei. Werden mehrere Gärten besucht, kann die Anschaffung eines Great British Heritage Pass durchaus lohnend sein. Mit ihm erhält man kostenlosen Zugang in nahezu 600 Sehenswürdigkeiten in ganz Großbritannien.

Wie vielleicht zu Bryan’s Ground, einem bezaubernden Wildgarten in Herefordshire. Im April und Mai macht das drei Hektar große Naturparadies einen noch durch Pflege gezähmten Eindruck. Im Laufe des Jahres aber verflüchtigt sich dieser durch wildes, wucherndes Blühen so weit, dass Wege nur noch mit Mühe zu erkennen sind. David Wheeler und Simon Dorrel gestalteten diesen nur 10 Jahre alten und noch recht unbekannten Garten an der englisch-walisischen Grenze.

Bei der Gartenvielfalt Großbritanniens kann es einem leicht passieren, dass man den Überblick verliert. Diesen bewusst aufgeben und auch noch Spaß daran haben, kann der Besucher bei der Stippvisite in einem der herrlichen Irrgärten: Traditionelle Heckenlabyrinthe und Irrgärten aus Torf, Steinen, Glas und sogar Wasser sorgen für zeitweilige Verwirrung beim Finden des richtigen Weges.

trebah-garden
Der wundervolle Trebah Garden in Cornwall verbindet auf bezaubernde Weise landschaftliche Schönheit mit einer exotischen Pflanzenwelt

Aber auch verborgene Schätze in Sachen Gartenkultur und Geschichte kann man „ausgraben“: Richtig historisch geht es im Falkland Palace und in dem dazugehörigen Garten in der schottischen Region Fife zu, wo einst Maria Stuart, Königin von Schottland, lebte. Ob sie allerdings den heute ältesten Tennisplatz Großbritanniens benutzte (1539 angelegt), ist nicht bekannt ...

Auch in Stratford-upon-Avon ranken sich Geschichten um Gartengewächse. In Hall’s Croft wachsen Kräuter, von denen man annimmt, dass sie schon den Husten Shakespeares gelindert haben könnten. Dessen Tochter Susanna heiratete einst den Arzt John Hall, der hier sein persönliches Heilpflanzenreservoir züchtete. Heute schmücken auch farbenprächtige Blumenbeete, eine Sonnenuhr und eine gemütliche Gartenlaube den Mauergarten.

Noch viele Beispiele britischer Gartenkultur gäbe es aufzuzählen. Hinter jedem Garten verbirgt sich eine eigene Geschichte, die nur darauf wartet, erzählt zu werden.

Aber auch Fakten für Gartenfreaks bekommt man aus erster Hand, sei es real oder virtuell. Tauchen Sie also ein ins Reich der Gärten Großbritanniens!

(Text: visitbritain )
(Fotos: britain on view, visit britain)

Zurück zur Startseite

Prova Gesamtarchiv
Archivsuche
ausführen Hilfe
Termine
Impressum / Kontakt
 Anzeigen
Anzeige Porsche 804-Buch
Anzeige Porsche 908-Buch
Anzeige Porsche 917-Buch
Suchen nach:
In Partnerschaft mit Amazon.de