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Aktualisiert am 31.12.2011
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Ferrari im Rennsport: Die frühen Jahre 1950 - 1955

11.04.2005

Monaco
Sportwagen auf dem Weg zum Hafen in Monaco

1950 bis 1955 war die Zeit, in der sich der Rennsport im Nachkriegseuropa neu erfunden hat. Und ein neuer Stern taucht am Himmel auf: Enzo Ferrari, der vor dem Krieg mit Alfa Romeo verbunden war, setzte ab den späten vierziger Jahren Wagen unter eigenem Namen ein.

Der Newcomer war recht schnell erfolgreich und tummelte sich an der Leistungsspitze im Grand-Prix-Sport und bei den Sportwagen. Der Fotograf Rodolfo Mailander hatte das Privileg, diese Anfänge mit seiner Leica begleiten zu können. Er sagte, dass man Szenen fotografieren konnte, die "... heute bei der Formel 1 nicht mehr möglich sind: keine verschwitzten, ölverschmierten Overalls und T-Shirts, erschöpften Fahrer mit von Abgasen geschwärzten Gesichtern, Ehefrauen und Freundinnen, die mit Stoppuhren um den Hals die Zeiten nehmen, Leute, die jedes Rennen in einem Zustand permanenter Anspannung und mit Herzflattern erlebten und am Ende jeder Runde nervös Ausschau hielten, um zu sehen, ob ihr Wagen noch im Rennen war. Ohne Computer, Telemetrie und Fernsehen war alles viel einfacher, menschlicher und vielleicht - für diejenigen von uns, die sich an die Ereignisse erinnern - faszinierender."

Zu dieser Zeit gab es fast keine Streckensicherung. Journalisten, Fotografen und auch die Zuschauer konnten, egal ob an den Boxen oder an der Strecke, hingehen, wohin sie wollten. Aus dieser Zeit präsentiert die Ausstellung, die vom 13. Mai bis zum 4. September 2005 in Turin in der Pinacoteca Giovanni e Marella Agnelli auf dem Centro Lingotto gezeigt wird, 100 Fotografien.

Diese dokumentieren die frühen Jahre des Erfolgs von Ferrari, die Rennpisten und ihre Protagonisten - Enzo Ferrari, Manuel Fangio, Alberto Ascari, Stirling Moss, Luigi Villoresi - sowie die Wagen dieser Epoche.

Die ausgewählten Bilder sind dem Bildband "Ferrari by Mailander. The dramatic early years of spectacular creativity and intoxicating success", entnommen, der von Karl Ludvigsen herausgegeben wurde. Ludvigsen ist Besitzer des Mailander-Archivs und offeriert eine Auswahl an Motiven, die Mailander, damals ein junger, von der Welt der Rennwagen begeisterter Reporter, als Korrespondent von "Automobile Revue", Sport Illustrierte, Motorwelt, Auto Italiana, Automobile Year, Autocourse, The Autocar, Auto Speed & Sport und L'Equipe aufgenommen hat.

Monaco
Rennszene in Monaco in den frühen fünfziger Jahren

Rodolfo Mailander hatte Gelegenheit, in vielen Reportagen über die Wagen von Ferrari in den Grand-Prix-Rennen, Rallyes, Straßen- und Bergrennen zu berichten. Aufgrund seiner Freundschaft mit den Fahrern und insbesondere mit Stirling Moss schaffte er es, seine Leica so einzusetzen, dass ihm spektakuläre und manchmal waghalsige Aufnahmen gelangen

Aber auch einige sensible Porträts von Enzo Ferrari und Fahrern wie Stirling Moss und Alberto Ascari sind zu sehen. Die Fotografien werden ergänzt durch einige Gegenstände und Memorabilia aus den 50er Jahren, wie Fahrerhelme und Anzüge, Motoren und Modelle.

Zwei historische Fahrzeuge, die zu diesem Anlass von dem Automobilmuseum "Carlo Biscaretti di Ruffia" ausgeliehen werden konnten, werden auf der Teststrecke des Lingotto ausgestellt sein: der Lancia D 50, der später zum Ferrari mutierte und der Ferrari 246 F1 von Ascari.

In den ersten beiden Wochen wird noch ein moderner Formel 1-Wagen zu sehen sein, außerdem zeigen die Veranstalter eine private Helmsammlung aus den 70er Jahren bis heute sowie eine Sammlung von Ferrari-Modellen und einige moderne F1-Motoren.

Informationen:
Pinacoteca Giovanni e Marella Agnelli
Via Nizza 230, 10126 Turin,
Tel. +39 011 0062713
Fax: +39 011 0062712
www.pinacoteca-agnelli.it
Eintritt:
regulär sechs Euro
Gruppen fünf Euro
Schüler unter 16 Jahren vier Euro
Öffnungszeiten:
Dienstags bis Sonntags 10.00 - 19.00 Uhr.
Montags geschlossen.

(Text: Rainer Roßbach )
(Fotos: Fiat )

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