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Freestream T1: Der Außerirdische
07.02.2006
Erfahrung im Supersportwagenbau haben Ben Scott-Geddes und Graham Halstead reichlich. Beide waren als Ingenieure an Gorden Murrays McLaren F1-Projekt beteiligt und wissen was von einem Fahrzeug dieses Kalibers erwartet wird. Nun machen sie ihr eigenes Projekt. In Farnham, Surrey (GB), bauen sie das ultimative Straßenfahrzeug. Der Freestream T1 ist ein straßen- und rennstreckentauglicher Zweisitzer mit einem Leistungsgewicht von etwa einem Kilogramm pro PS. Entwicklungsziel ist ein reinrassiger Rennwagen für die Straße: Die Formel 1 dient als Muster für Leistung und Handling, Le Mans-Prototypen bieten Inspiration durch ihre hochentwickelte Aerodynamik sowie die überlegene passive Sicherheit. Innerhalb eines Jahres soll, so die Gründer, der Freestream T1 betriebsbereit auf der Straße stehen. Geplant ist ein Preis von 150.000 englischen Pfund (etwa 225.000 Euro). Sechs Interessenten sollen sich schon gefunden haben. Damit wäre die Produktion von drei Monaten schon verkauft, da die Kapazitäten nur für 25 Einheiten im Jahr reichen. Ben Scott-Geddes sieht den Sportwagen als Ergebnis eines kompromisslosen Designprozesses. Vom ersten Federstrich ging es nur darum, den T1 zu einem einzigartigen und überragend leistungsfähigen Sportwagen zu machen aber er sollte gleichzeitig auch alltagstauglich sein. Das erfordert Akribie und Gründlichkeit in der Entwicklung sowie umfangreiche Windkanaltests, da aerodynamische Stabilität und ein Maximum an Abtrieb notwendig sind. Das Resultat ist eine hochfeste Plattform, die einen kompakten Antrieb aufnimmt, der nach der aktuellen Formel 1-Spezifikation aufgebaut ist: 2,4 Liter Hubraum verteilen sich auf acht in V-Form angeordnete Zylinder, die Leistung beträgt 480 PS.
Das Gewicht des Zweisitzers beträgt nur 465 Kilogramm. Die reinen Leistungsdaten sind beeindruckend: Die Beschleunigung von 0 auf 100 Stundenkilometer soll in 2,5 Sekunden erfolgen, bis 160 km/h vergehen lediglich fünf Sekunden und die Spitze reicht bis 322 Stundenkilometer. Bei der Querbeschleunigung und beim Bremsen wird der Pilot mit 3g in den Sitz gepreßt. Der Freestream T1 will das Superlativ sein: Ein Straßenfahrzeug, dessen Leistungspotential sich auf dem Niveau eines Sportprototypen bewegt und das gleichzeitig exzellente Agilität und ein außergewöhnliches Handling bietet. Als Kunden sieht die Firma solche Sportwagen- und Rennwagenfahrer, die vom üblichen Kompromiss zwischen Straßentauglichkeit und Leistung gelangweilt sind.
(Text: Rainer Roßbach ) |
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