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Aktualisiert am 31.12.2011
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Rolls-Royce 101EX: Grand Touring Coupé

03.03.2006

Rolls-Royce 101EX
Das Rolls-Royce-Coupé zeigt vorne eine enge Verwandtschaft mit dem 100EX-Cabriolet von 2004

Nach dem Cabriolet 100 EX aus dem Jahr 2004 ist das Coupé 101EX das neueste Experimental Car von Rolls-Royce. Das Design orientiert sich in Grundzügen am 100 EX. Eine polierte Aluminium-Motorhaube sowie dreieckig ausgeführte und aus Stabilitätsgründen massive A-Säulen prägen den Stil des Vorderwagens. Angereichert wird die Optik durch einen an der Basis beleuchteten "Spirit of Extasy" und ein Rolls-Royce-Emblem, dessen Buchstaben rot eingelegt sind. Der in die Motorhaube eingelassene Traditionskühlergrill gibt dem Gesicht die gewünschte traditionelle Anmutung, während die Leuchten – eine Kombination aus horizontalem Diodenband und einem simpel geformten Rundscheinwerfer – avantgardistisch wirken. Die Dachlinie verläuft niedrig und die Fensterflächen sind schmal. Das Heck des 101EX reagiert auf die Expressivität der Front mit Zurückhaltung. Einfache, geschwungene Linien, die Rückleuchten des Phantom sowie eine breite Metalleiste mit Rolls Royce-Emblem über der Kennzeichenaufnahme geben eine verhaltene Antwort.

Emily
Kühler mit beleuchteter "Emiliy" und rotem Markenzeichen

Hinten angeschlagene, lange "Coachdoors" werden vorne mit einem langen, wundervoll geformten Griff geöffnet und geben den Blick auf das edle Interieur frei. Das geschliffene Aluminium des Armaturenbretts wirkt auf den ersten Blick seltsam steril – auf den zweiten Blick entwickelt sich im Zusammenwirken mit den breiten Holzapplikationen ein interessanter Dialog aus warmem, natürlichem Material und der Kühle des Metalls.

Die Ausstattung lässt nur wenig Wünsche offen: Feinstes Leder und Holzfurniere aus Rosenholz und Roteiche bieten Eleganz und Komfort, und auch die Seiten- und Heckfenster sind mit Edelholz eingefasst. Die hohe Gürtellinie des Fahrzeugs betont die schützende Funktion, Stärke und Sicherheit der Karosserie, während die rahmenlosen Fenster und die fehlende B-Säule für gute Rundumsicht sorgen. Die vier Sitze sind elegant und dick gepolstert, ihre Konturierung bietet einen guten Seitenhalt. Die Rücksitzbank – ein kurviges Sofa – vermittelt Privatsphäre für Zwei und ist dennoch höchst komfortabel auf langen Reisen. Zusätzlich bieten breite C-Säulen Intimität.

Rolls-Royce 101EX
Der Rolls-Royce 101EX hat ein betont schlichtes Heck

Die aus dem Phantom bekannte ‘Boulevard-Beleuchtung’ sorgt für eine angenehme Atmosphäre bei Nacht. Zusätzlich erwecken so genannte ‘Starlight Headliner’ mit ihren Glasfasersträngen im Dachleder den Eindruck, unter einem nächtlichen Sternenhimmel zu sitzen. Die Beleuchtung kann von gedimmt bis zur Leselampenstärke reguliert werden. Zu den Ablagen im Interieur gehören eine Hutablage sowie Fächer in den Rücksitzlehnen mit Holzauflage. Die Staufächer in den Türen lassen sich aufklappen, um besser erreichbar zu sein. Der große Kofferraum ist in Leder ausgeschlagen und unter dem Kofferraumdeckel befinden sich Regenschirme mit RR-Monogramm.

Der Radstand des 101EX fällt gegenüber dem des Phantom um 250 mm kürzer aus, die Gesamtlänge misst 240 mm weniger. Anders als die Serienfahrzeuge von Rolls-Royce besteht die Karosserie des 101EX aus einem Kohlefaser-Composit-Material, das auf dem Aluminiumchassis des Phantom ruht. Neue 21 Zoll-Räder, aus gegossenem Aluminium mit neun Speichen, sind besonders stabil und leicht.

Rolls-Royce 101EX
Holz und geschliffenes Aluminium im Innenraum

Als Antrieb dient, wie gewohnt, der bekannte 6,75-Liter-V12 aus dem Phantom. Mit seiner modernen Direkteinspritzung und variablen Ventilsteuerung bietet der V12 hohe Leistung durch eine effektive Verbrennung. Die Auslegung auf hohe Drehmomentwerte bei niedrigen Drehzahlen – 75 Prozent des Maximalwerts stehen bereits bei 1.000 U/min zur Verfügung – sorgen für die weiche und mühelose Kraftentfaltung, die man von einem Rolls-Royce erwartet.

Die elektronisch gesteuerte Sechsgang-Automatik arbeitet mit 'Shift-by-Wire'-Technik, bei der es keine mechanische Verbindung zwischen Getriebe und Schalthebel gibt. An der Vorderachse kommen doppelte Dreieckslenker, an der Hinterachse ein Multilink-System zum Einsatz. Die Luftfederung bietet besonderen Komfort und stellt das Fahrzeugniveau je nach Beladung automatisch ein.

Derzeit bestehen keine Pläne, 101EX in Serie gehen zu lassen. Er soll als reines Experimental Car die möglichen Designrichtungen für die Zukunft ausloten.

(Text: Rainer Roßbach )
(Fotos: Rolls-Royce, Rainer Roßbach )

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