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Aktualisiert am 31.12.2011
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Ferrari GG50: Geburtstagsgeschenk

05.03.2006

Ferrari GG50
Die Front des GG50 zeigt Respekt vor der Ferrari-Tradition und verzichtet auf radikale Lösungen

Giorgetto Giugiaro arbeitet seit 50 Jahren im Autodesign. Grund genug, sich endlich ein eigenes Fahrzeug zu bauen. Die Idee wurde 2004 auf dem Salon in Paris geboren, wo er darüber mit Luca di Montezemolo, dem Präsidenten von Ferrari, sprach. Dieser erklärte sich mit dem Umbau eines 612 Scalietti einverstanden und gab Giugiaro die Vorgabe, dass das Projekt als Ferrari erkennbar sein sollte.

Die Mechanik des Frontmotor-2+2 wurde unverändert übernommen. Der GG50 ist gegenüber dem Scaglietti neun Zentimeter kürzer, obwohl der Radstand von 2,95 Metern unverändert blieb. Neu – von der Konzeption her – ist das Fastback, das eine echte Heckklappe birgt. Die Lehnen der Rücksitze können umgeklappt werden und bieten eine ebene Ladefläche.

Ferrari GG50
Bis zu 500 Liter Stauraum und eine große Heckklappe machen den GG50 zum idealen Reisefahrzeug

Wesentliche technische Änderung ist der neue 95 Liter-Tank, der komplett unter der Linie der Ladefläche liegt. Im Ergebnis erzielt der GG50 gegenüber dem Scaglietti ein Plus von 30 Litern an Laderaum, die durch das Zurückklappen der Rückenlehnen auf 500 Liter anwachsen können. Durch Verwendung einer Heckklappe mit Scharnierbefestigung am Dachende ist eine leichte Beladung gewährleistet.

Das Dach besteht aus optisch aktivem Glas, das zusammen mit der Windschutzscheibe eine durchgehende transparente Fläche bildet. Auf die B-Säule wurde verzichtet, das hintere Seitenfenster kann komplett versenkt werden. Die Instrumentierung entspricht der des Serienfahrzeugs, neu ist hingegen das Armaturenbrett. Ausgehend von der Überlegung, dass die rechte Hand durch den Einsatz von Schaltwippen entlastet wird, legte Giugaro einige Bedienelemente wie die Lichtschalter auf die rechte Seite. In der Mittelkonsole gibt es große Fächer mit Klappe, die Türpaneele zeigen Applikationen aus Naturbuchenholz und die Sitze sind mit beigefarbenem Leder bezogen.

Ferrari GG50
Durch den Verzicht auf die B-Säule sowie voll versenkbare Scheiben kommt die Harmonie der Linien voll zur Geltung

Giugaros Konzept erscheint, dank kräftiger Kantenabrundungen an Vorderteil und Heck optisch kompakter als das Serienfahrzeug. Die Seitenlinie ist sanft geschwungen, der Luftauslass für die Vorderbremsen mit einer geraden Sicke in Richtung hinterem Kotflügel verlängert und dieser läuft in einem nach oben gerichteten Schwung aus. Das Heck zeigt doppelte, runde Rückleuchten in einer einfachen und sich auf wenige grafische Formen stützenden Anordnung. In der Mitte sieht man die Andeutung eines kleinen Spoilers, der den Anpreßdruck bei hohen Geschwindigkeiten erhöhen soll.

Die Front ist ebenso einfach. Im Zentrum steht ein traditionell geformter Ferrari-Kühlergrill, der durch rechteckige Lamellen unterteilt wird. Links und rechts davon befinden sich zwei schmale Einlässe, die im oberen Teil mit Lampen versehen sind. In der Verlängerung befinden sich die schmalen, sichelförmigen Frontscheinwerfer, die Fern- und Abblendlicht sowie die Blinker enthalten. Die lange Kühlerhaube hat einen leicht angedeuteten V-förmigen “Power-Dome”, der das Volumen der Haube plastischer macht, ohne den organischen Verlauf der Linien zu stören.

(Text: Rainer Roßbach )
(Fotos: Giugiaro )

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