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Beaulieu Autojumble 2006: Hier schlagen Oldie-Herzen höher
23.03.2006
Europas legendärer und größter Auto- und Teilemarkt, der „Autojumble“ (heißt übersetzt: Autodurcheinander oder Kuddelmuddel) lockt in diesem Jahr am 20. und 21. Mai sowie am 9. und 10. September zum 40. Mal Oldtimerfans, Automobilia-Sammler und Schatzsucher aus allen Ecken der Welt nach Südengland. Eingebettet in der malerischen Naturlandschaft des „New Forest“ in der Grafschaft Hampshire liegt Beaulieu und „Palace House“, der Herrensitz des autobegeisterten Lord Montagu of Beaulieu, der diese Veranstaltung 1967 ins Leben rief und sein Areal hierfür zweimal im Jahr zur Verfügung stellt. Im Frühjahr beim „Spring Motor Mart Autojumble“ mit 700 Verkaufsständen, und im Herbst beim wesentlich größeren „International Autojumble“ mit 2000 Ständen, wird von den „stall holders“ alles zum Verkauf angeboten, was mit Autos seit Beginn des motorisierten Zeitalters in Verbindung gebracht werden kann: sämtliche Autoteile wie Kühlergrills, Armaturen, Lampen, Reifen, Schrauben, Memorabilien, Auto- und Motorsportliteratur aber auch Trödel und Antikes rund um Haus und Garage. Und als besonderes Highlight gibt es hunderte Old- und Youngtimer zu bewundern und zu kaufen. Hier reicht die Palette von der Luxuskarosse bis zum Schrottvehikel. Dass der Werbeslogan „Wenn du ein gesuchtes Teil nicht in Beaulieu findest, dann gibt es das wahrscheinlich nirgends” stimmt, wurde beim Autojumble 2001 von der Mannschaft eines Austin Seven Fifty-Clubs bereits eindrucksvoll bewiesen. In Rekordzeit von wenigen Stunden wurde ein komplettes fahrfertiges Auto zusammengebaut. Außer Fahrgestell und Rohkarosse hatte man alle Teile direkt auf dem Autojumble gekauft und eingebaut.
Begonnen wurde Samstagsmorgens mit dem Fahrgestell von 1935 und einer unlackierten Karosserie im Roadster-Stil. Anschließend begab sich die Mannschaft auf die Suche nach den benötigten Teilen und am Nachmittag konnte bereits um 16:30 Uhr mit einem Dreh an der Kurbel das Auto in Bewegung gesetzt werden. Also eine unerschöpfliche und faszinierende Fundgrube für Schnäppchenjäger und solche, die es werden wollen. Die beiden Veranstaltungstage reichen oft nicht aus, alles zu sehen. Wer´s geschafft hat und gar noch etwas Zeit hat, sollte es auf keinen Fall versäumen, das nahe gelegene, von Lord Montagu in den 50ger Jahren gegründete „National Motor Museum“ zu besuchen. Hier werden in phantasie- und liebevoll gestaltetem zeitgenössischen Ambiente mehr als 250 historische Fahrzeuge präsentiert: Vom Einrad bis zum Weltrekordwagen vom Oldtimer bis zum Formel 1- Boliden kann man hier einen Streifzug durch die Geschichte der verschiedensten Fortbewegungsmittel auf den Straßen der Welt antreten. „Spring Motor Mart Autojumble“
(Text: Juliane Klingele ) |
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