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14h Sebring: Audis Sternstunde, Porsches Wiedergeburt
27.03.2006
Die “12 Stunden von Sebring” waren ein Debut nach Maß für den neuen Audi R10 TDI, der das schwierige Erbe des überaus erfolgreichen R8 antreten muß. Tom Kristensen, Allan McNish and Rinaldo Capello gewannen das traditionsreiche Langstreckenrennen in den USA mit drei Runden Vorsprung auf den zweitplatzierten Lola B05/40 von Field/Halliday/Field, der gleichzeitig Sieger der LMP2-Klasse wurde. Der Siegerwagen der Auftaktveranstaltung der American-LeMans Series dieses Jahres schrieb Geschichte. Zum ersten Mal gewann ein von einem Dieselmotor getriebener Rennwagen ein wichtiges internationales Rennen. Versuche dieser Art hatte es schon führer gegeben. Bei den Indy 500 1952 stand ein Cummins Diesel Special auf der Pole Position, Mercedes-Benz kann auf Klassensiege mit dem 180D bei der Mille Miglia verweisen und 1998 gewann BMW mit einem 320d das 24h-Rennen auf dem Nürburgring, aber einen Gesamtsieg in einem großen internationen Rennen gab es bisher noch nie. Der Erfolg ist um so bemerkenswerter, als der Siegerwagen mit der Nummer 2 wegen des Austauschs eines Wärmetauschers als letzter aus der Boxengasse starten musste. Der im Qualifikationstraining gewonnene erste Startplatz war damit hinfällig. Damit ging die Führung an den R10 mit der Nummer. Nach einer Stunde führte der Audi Nr.1 mit 40 Sekunden vor dem Audi mit der Nummer 2, der sich mit Rekordrunden nach vorne gekämpft hatte. An dritter Stelle lag der Porsche RS Sypder, der damit die LMP2-Klasse anführte. Der Routinestop des Audi Nr. 1 brachte die Nr.2 zum erstem Male die Führung. Der Weg zum Sieg war entgültig frei, als Marco Werner, Frank Biela und Emanuele Pirro ihren Audi R10 TDI Nr.1 , nach vier Stunden mit Motorproblemen entgültig abstellen mussten.
Porsche dagegen konnte sein Renndebut im internationalen Rennsport nach langer Abstinenz nur mit einem Teilerfolg beenden. Die beiden RS Spyder, die von Roger Penske eingesetzt wurden, waren klar die schnellesten Autos in der LMP2 Klasse. Nach einer überlegenen Klassenbestzeit in Abschlusstraining musste der Porsche von Maassen/Luhr/Collard schon nach 39 Minuten wegen Elektrikproblemen an die Box, um nach erfolgreicher Reparatur mit 11 Runden Rückstand das Renn en als zweiunddreißigster wieder aufzunehmen. Inzwischen hatte das Schwesterfahrzeug von Bernhard/Dumas/Long die Führung übernommen, verlor sie aber durch einen defekten Kühler. Beide Porsche starteten eine beispiellose aufholjagt, die das Maassen/Luhr/Collard-Auto in Runde 310, eine Stunde und 20 Minuten vor dem Ziel, wieder an die Spitze der LMP2-Klasse zurückbrauchte. Leider nur für kurze Zeit, den 49 Minuten und 38 Sekunden raube ein Antriebswellendefekt der Mannschaft den Sieg. Immerhin reichte die zurückgelegte Strecke noch zu einem zweiten Platz in der Klasse und zu einem siebten Platz im Gesamtklassement.
Auch das zweite Team war glücklos. Nachdem man sich auf den dritten Plart in der Klasse zurückgekämpft hatte, brauch auch bei diesem RS Spyder die Antriebswelle. Bester in der GT1-Klasse wurde die Corvette von Gavin/Beretta/Magnussen vor dem Aston Martin von Lamy, Bright und Sarrazin mit einem bemerkenswerten dritten Platz in der Gesamtwertung. Die GT2-Klasse, in der Vergangenheit immer eine Porsche-Domäne, ging in diesem Jar an Brabham,Maxwell und en amtierenden Champ Car Meister Sebastien Bourdais die ihren Panoz Esperante mit 33 Sekunden Vorsprung von dem Porsche von Overbeek, Fogarty und Lieb ins Ziel brachten.Sebring 2006 war ein weiterer Beweis dafür, daß Langstreckenrennsport eine Zukunft haben kann. Zumindest Porsche und Audi haben verstanden.
(Text: Dieter Roßbach ) |
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