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BMW Testzentrum Arjeplog: Natürliche Kältekammer
13.04.2006
Mit Kälte, Eis und Schnee stellt die nordschwedische Provinz Norrbotten Menschen und Material vor extreme Herausforderungen - und bietet zugleich die Idealbedingungen für anspruchsvolle Erprobungsprogramme. Vor allem die konstanten Temperaturen führen zu reproduzierbaren Testbedingungen und damit zu aussagekräftigen Resultaten. Fahrzeugerprobungen am Polarkreis haben eine lange Tradition. Schon vor 30 Jahren wurden neue Modelle von BMW in Arjeplog dem Kältetest unterzogen. Inzwischen hat sich die Region zum bevorzugten Wintertest-Revier für die gesamte Automobilbranche entwickelt. Als erster Hersteller verfügt die BMW Group dort nun über einen exklusiv für das Unternehmen errichteten Erprobungsstützpunkt. Nach nur zehnmonatiger Bauzeit wurde am 20. März 2006 der neue Erprobungsstützpunkt der BMW Group eröffnet. Das etwa 55 Kilometer vom Polarkreis entfernt gelegene Testzentrum bietet den Entwicklungsingenieuren der Marken BMW, MINI und Rolls-Royce perfekte Bedingungen für intensives und integriertes Arbeiten an neuen Fahrzeugkomponenten und Modellen. Die Eröffnung des neuen Erprobungsstützpunktes in Arjeplog versetzt die BMW Group in die Lage, alle Wintertestaktivitäten auf einen Standort zu konzentrieren. Künftig können Spezialisten unterschiedlicher Fachrichtungen gemeinsam am selben Ort tätig sein, um beispielsweise Antrieb, Fahrwerk und Hilfsaggregate aufeinander abzustimmen und in einem Fahrzeug zu erproben. Auch die Einbindung von Entwicklungspartnern aus dem Bereich der Systemlieferanten wird erheblich erleichtert. So wird die im Forschungs- und Innovationszentrum (FIZ) der BMW Group in München übliche integrierte Entwicklungsarbeit auch in Arjeplog praktiziert. Für die Ingenieure der BMW Group führt dies zu schnelleren und effizienteren Entwicklungsprozessen.
In zwei Werkstätten können 50 Fahrzeugarbeitsplätze genutzt werden. Für den Fall, dass es in Arjeplog einmal nicht kalt genug sein sollte, ist vorgesorgt. Acht Klimakammern wurden installiert. Dort können die Fahrzeuge auf bis zu minus 30 Grad abgekühlt werden. Zum 28 Hektar großen Erprobungsgelände gehört auch ein Testparcours mit einer 740 Meter langen Rundstrecke, einer 660 Meter langen Fahrdynamikfläche, beheiz- und kühlbaren Asphaltflächen, einem Steigungshügel mit Neigungsgraden zwischen 10 und 25 Prozent sowie einer Schachbrettmusterstrecke für Fahr- und Bremsversuche auf wechselndem Untergrund. Allein für das Temperieren der Landteststrecken wurden 3,2 Kilometer Heiz- sowie 1,8 Kilometer Kühlleitung verlegt. Und gleich nebenan können die Testfahrer ihre Runden auf den präparierten Eis-Pisten des zugefrorenen Kakel-Sees drehen.
(Text: BMW,dr ) |
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