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Aktualisiert am 31.12.2011
© 2011 virto GmbH
Dodge Hornet: Alles, nur nicht bieder

pfeil  Technische Daten  

23.04.2006

Dodge Hornet
Für Machos beider Geschlechter: Dodge Viper-Optik im B-Segment

Das B-Segment – VW Golf und Konkurrenten – ist besetzt von biederen, braven Gestalten. Dodge, von DaimlerChrysler dazu bestimmt, neue Volumenmarke für den Weltmarkt zu werden, muß sich dieser Konkurrenz stellen. Nicht jedoch im bürgerlichen Gewand sondern – entsprechend dem Macho-Ego der Marke – mit Leistung und aggressivem Design. Der Hornet ist eine erste Fingerübung in diese Richtung.

Dynamik, Agilität und Fahrspaß soll die kompakte Limousine vermitteln. Robuste Optik, Leistungsfähigkeit und vor allem "nicht niedlich sein" waren wesentliche Eckpunkte des Entwicklungskonzepts.

Eine breite Spur und der typische Dodge-Fadenkreuzgrill wirken maskulin, genau wie der voluminöse Ladeluftkühler im groß dimensionierten Lufteinlaß. Links und rechts davon sind die Einlässe zur Kühlung der Bremsen, die zudem die Nebellampen aufnehmen. Auf der Fahrerseite der Motorhaube befindet sich ein Lufteinlass, der für die Beatmung des Motors sorgt. Dieser, ein 1,6 Liter 16-Ventiler OHC Vierzylinder-Kompressormotor mit einer obenliegenden Nockenwelle und 170 PS, sorgt für ein maximales Drehmoment von 224 Nm bei 4.000 U/min.

Seitlich geben 19-Zoll große, offene Aluminiumfelgen den Blick auf goldene Bremssätteln frei. Die Radhäuser und gekerbten Schweller werden von gewölbten Karosserieflächen ergänzt, die in die Vorder- und Fondtüren hineinreichen, die sehr flach sind und so zusätzlichen Raum für das Passagierabteil schaffen. Die Rahmentüren öffnen sich gegenläufig, auf eine B-Säule wurde verzichtet und die Seitenansicht mit drei Glasflächen endet in einem keilförmigen Eckfenster.

Dodge Hornet
Die kantige, sportliche Optik wird nicht mit Kompromissen im Passagierabteil erkauft. Viele Ablagen und ein variables Innenraumkonzept bieten Raum für Vieles

Die Glasflächen sind in einem dunklen Blau getönt, das mit der Außenfarbe "Liquid Silver" kontrastiert. Die Idee ist, den Hornet nur in einer begrenzten Anzahl von Außenfarben anzubieten – der Kunde kann deshalb nach seinem persönlichen Geschmack die Glasfarbe als kontrastierenden Akzent wählen. Zwei breite Streifen in "Beryllium Gray", so genannte "Skunk Stripes" laufen über Motorhaube, Sonnendach und Heckklappe bis zum Heckdiffusor.

In mattem Graumetallic sind die Lampen unter den Klarglasabdeckungen eingefasst. Ähnlich gestaltet sind auch die Blinkleuchten auf den Außenspiegeln, die außerdem noch zusätzliche Lampen tragen. Große Doppel-Endrohre, die aus dem Heckstoßfänger ragen, schließen das Design nach hinten ab.

Trotz des betont inszenierten "Machismo" wurde der Optimierung des Innenraums besondere Beachtung geschenkt. Alle Oberflächen wurden so weit wie möglich nach außen verlagert. Platzsparend gebaut sind die Sitze aus einem Spezialschaum auf einem satinierten Aluminiumrahmen, die extrem dünn aber auch komfortabel sind. Die Polster sind mit einem schwarzen Urethanstoff bezogen, Sitzfläche und Rücklehnen bestehen aus einem Pique-Stoff mit schwarzen Einlagen. Die Gurte sind in die Sitze integriert, die gleichzeitig auch durch Vielseitigkeit überzeugen. Sowohl der Beifahrersitz wie auch die drei 40:60 teilbaren Rücksitze lassen sich umlegen, und so entsteht ein komplett ebener Ladeboden. Dabei werden die Kopfstützen nach vorn geklappt und zwischen Rückenlehne und Sitzfläche verstaut. Der Boden des Innenraumes wird von einem widerstandsfähigen Gummi mit einer Bienenwabenstruktur bedeckt. Ein großes Schiebedach öffnet den Hornet nach oben.

Dodge Hornet
Dramatisch: Spoiler und breite Streifen

Zusätzlich lassen sich die Rücksitze nach hinten klappen und plan auf Ladekantenhöhe verstauen. Diese Position ermöglicht den maximalen vertikalen Stauraum hinter den Vordersitzen. Aufgestellt lassen sich die Rücksitze nach hinten schieben und bieten dann 225 Millimeter zusätzlichen Fußraum für die Fondpassagiere. Die hoch angebrachten Haltegriffe sind unabhängig von der Stellung der Rücksitze problemlos erreichbar und dienen gleichzeitig als Kleiderhaken.

Das in "crisp black" und "slate gray" gehaltene Interieur ist auf hohen Nutzwert ausgelegt, mit Platz sparenden und planen Oberflächen. Beispielsweise beinhaltet die Verkleidung der Fahrertür eine Erste-Hilfe-Tasche, ein offenes Staufach und eine abschließbare Box, die mitgenommen werden kann. In der Verkleidung der Beifahrertür stecken ein offenes und ein geschlossenes Staufach mit Kordeln zum Fixieren der Utensilien. Alle Fächer können ausgebaut und neu positioniert werden, so dass sich viele Anforderungen erfüllen lassen. Darüber hinaus kann der Hornet durch viele Optionen individualisiert werden.

Beide Vordertüren besitzen eine kleine Stautasche oberhalb des Türgriffs. Die hintere Tür auf der Fahrerseite besitzt ein Kühlfach für Getränke, in der gegenüberliegenden Tür steckt ein Klapptisch. Alle Türen haben stoffbezogene Armauflagen und ausziehbare Cupholder. Die Seitenairbags sind in den Piquestoff-Polstern untergebracht.

Dodge Hornet
Luftig: Ohne B-Säule und mit einem großen Glasdach

Das modulare Armaturenbrett (sowohl für die Links- als auch die Rechtslenkerversion) besteht aus zwei stoffbezogenen Teilen, die von einer satinierten Mittelkonsole unterteilt werden. In der Mitte oben befindet sich der Navigationsbildschirm. Die Vorderseite des Armaturenbretts enthält offene Staufächer für kleine Utensilien. In der Mittelkonsole befinden sich die Schalter für das Audiosystem, Heizung und Lüftung und Klimaanlage. Zehn Lautsprecher in verschiedenen Größen beschallen den Innenraum – zwei in jeder Vordertür und drei auf jeder Seite der Hutablage.

Der deltaförmige Instrumententräger mit seinen sechs Anzeigen ist mit der Lenksäule verbunden und bewegt sich beim Einstellen komplett mit. Das Dreispeichen-Lenkrad enthält eine Nabe, die den Felgen des Hornet ähnelt. Die freistehende Mittelarmlehne “fließt“ über die Mittelkonsole und dreht sich abwärts, um den ungehinderten Zugang zum Schalthebel des Sechsgang-Schaltgetriebes freizugeben.

Mit seiner aggressiven Form und dem ausgeprägten Nutzwert sucht der Dodge Hornet eine optimale Verbindung aus amerikanischem Fahrspaß und europäischer Funktionalität. Den Beweis, dass sich diese Mischung in Markterfolge umsetzten läßt, müssen realitätsnähere Konzepte erbringen.

(Text: @@autor )
(Fotos: DaimlerChrysler)

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