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Aktualisiert am 31.12.2011
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OSCA 1600 GT: Abgesang

22.05.2006

OSCA 1600 GT
Ein OSCA 1600 GT Berlinetta aus dem Jahr 1963 beim Concorso d'Eleganza der Villa D'Este 2006

OSCA wurde 1947 von den Brüdern Bindo, Ettore und Ernesto Maserati gegründet. Zehn Jahre nachdem sie die Firma, die bis heute ihren Namen trägt, an den Grafen Orsi verkauft hatten, wagten sie einen Neuanfang: In ihrer neuen "Officine Specializate per la Costruzione di Automobili" konstruierten sie Rennwagen mit kleinvolumigen Motoren.

Schnell errang die junge Firma Erfolge auf der Rennstrecke. Berühmt für ihren Leichtbau errangen die kleinen Sportwagen Siege in der 1100er-Klasse bei der Mille Miglia in den Jahren 1950 bis 1957.

Mitte der Fünfziger Jahre konzentrierten sich die Brüder dann auf die 1,5-Liter-Klasse. Dazu war die Konstruktion eines neuen Motors erforderlich. Dieser wies ein Volumen von 1490 ccm auf und trieb auch das erste Straßenmodell an, das beim Turiner Salon im November 1960 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Mit diesem kompakten Hochleistungssportler hoffte man, eine wohlhabende Kundschaft zu erreichen.

Der 1600 GT war eine, für seine Zeit, moderne Konstruktion, die über vier unabhängige aufgehängte Räder sowie über Girling-Scheibenbremsen an allen vier Rädern verfügte.

OSCA 1600 GT
Die Zagato-Karosserie überzeugt durch ihre klare Form, besonders schön sind auch die geradlinig gezeichneten Felgen

Motorisiert wurde das Coupé von einem 1568 ccm großen Vierzylinder-Doppelnockenwellen-Aggregat, das von einem 35mm-Weber-Vergaser versorgt wurde. Der Motor leistet 95 PS. Wer mehr Leistung wollte, wurde auch bedient: Neben einem GT Veloce mit 125 PS gab es noch den GT Sport, der mittels Doppelzündung und einem Webervergaser mit 45 Millimeter Durchmesser 140 PS leistete.

Ungefähr 130 Exemplare wurden bis 1963 gebaut und die meisten Karosserien stammen von Zagato. Einige wenige entstanden bei Fissore. Die Zagato-Karossen entstanden in drei Versionen: Neben einer Variante im Stil des Abarth Bialbero gab es die klassische "Double Bubble"-Form sowie eine mit Entlüftungen im Dach. Alle waren mit Amadori-Rädern ausgerüstet, die aus einer Magnesium-Legierung gefertigt waren.

1963 stellte OSCA auf dem Turiner Salon eine neue Wettbewerbsversion, den 1600 SP vor, auf dessen Rohrrahmen gleichfalls eine Zagato- Karosserie montiert war. Das nur 710 Kilogramm leichte Coupé wurde von einem 140 PS starken Doppelnockenwellen-Motor angetrieben. Es blieb bei diesem letzten Exemplar.

(Text: Rainer Roßbach )
(Fotos: Rainer Roßbach )

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