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Festival of Speed 2006: Racing Glory
03.05.2006
100 Jahre Grand Prix Racing ist das Motto des diesjährigen Festival of Speed in Goodwood, das vom 7. bis zum 9. Juli stattfindet. 1906 wurde in der Nähe von Le Mans der erste Grand Prix der Geschichte ausgetragen und von einem Renault gewonnen. Da die Franzosen auch aktuell besonders erfolgreich in der Formel 1 agieren, liegt es nahe, die Marke diesmal mit einer Skulptur vor Goodwood House zu ehren. Jedes Grand Prix-Jahr soll mit einem teilnehmenden Fahrzeug dokumentiert werden. Genannt worden sind bisher ein Mercedes des Baujahrs 1906, diverse Bugatti und Alfa Romeo aus den Zwanzigern Mercedes-Benz und Auto Union werden mit Silberpfeilen aus den Dreissiger Jahren kommen. Dazu werden Nachkriegslegenden wie Alfa Romeo Alfetta, Maserati 250 F, Vanwall, diverse BRM, Lotus und Cooper die Palette abrunden. Auch aktuelle Formel 1-Fahrzeuge gehen an den Start. Viele Fahrer werden anwesend sein: Rauno Aaltonen, Rallyestar der Sechziger Jahre fährt einen Mini Cooper S und den Austin Healey 3000, Björn Waldegaard bringt den Toyota Celica GT4 ST165 auf die Strecke, Motorradweltmeister Giacomo Agostini wird einige seiner alten Maschinen bewegen und René Arnoux fährt natürlich den Renault RE30 Grand Prix Wagen. Die Langstreckenveteranen Derek Bell, Vic Elford, Gijs van Lennep und Jacky Ickx sind ebenfalls in Goodwood im Einsatz. Dan Gurney, NASCAR-Champion Richard Petty und Parnelli Jones vertreten die amerikanischen Farben. Die Liste läßt sich beliebig verlängern. Jacques Laffite fährt einen Ligier-Matra JS9, Nigel Mansell ist im JPS-Lotus 91 unterwegs, Rallye Weltmeister Hannu Mikkola bewegt den Audi Quattro A2 Gruppe B und Sandro Munari sitzt natürlich im legendären Lancia Stratos. Und wie in jedem Jahr gehören auch wieder Sir Stirling Moss und John Surtees zum Starterfeld.
Gefeiert werden zudem "100 Jahre Targa Florio" und 40 Jahre CanAm: Neben dem Lola T70 Spider, Sieger des Jahres 1966, werden auch die erfolgreichen McLaren und der Porsche 917/30, mit dem Mark Donohue 1973 den Titel holte, zu sehen sein. Daneben gibt es das traditionelle Seifenkistenrennen, die berühmten "Wacky Racers" sowie den Supercar Run. Supersportwagen der neuesten Generation, wie der Bugatti Veyron und der Ferrari F599 GTB werden auf Exoten wie Bristol Fighter oder Prodrive P2 treffen. Und natürlich gibt es auch noch den Cartier „Style et Luxe“-Wettbewerb, bei dem sich manche schöne Entdeckung machen läßt. Bevor man aber spontan die Entscheidung trifft, die Veranstaltung in der Nähe von Chichester selbst zu besuchen, sollte man einen Blick auf die Webseite des Festival of Speed werfen. Ausschließlich hier kann man Karten bekommen (www.goodwood.co.uk). Nur mit der Hoffnung hinzufahren, dass man vor Ort Karten bekommt, ist vertane Zeit.
(Text: Rainer Roßbach )
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