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Mille Miglia 2006: Nostalgie pur
15.05.2006
Nachdem der berühmte 300 SLR mit der Nummer 722, Gewinner der schnellsten Mille Miglia aller Zeiten, nun im neuen Daimler-Chrysler-Museum steht, brachten die Schwaben dieses Jahr den Zweitplatzierten des 1955er Rennens nach Brescia. Juan Manuel Fangio steuerte den Mercedes 300 SLR mit der Nummer 658 in einem bravourösen Alleingang ins Ziel. Ex-Grand Prix-Pilot Jochen Mass hatte wieder die Ehre und das Vergnügen, den faszinierenden Roadster nach Rom und zurück zu steuern. Auch andere deutsche Marken zeigten Präsenz. Während BMW wieder die Touring Roadster der Jahre 1939 und 1940 aus dem Depot holte, war Auto-Union trotz dünner historischer Ausgangslage mit einigen Fahrzeugen dabei. Neben den Wanderer W 25 K brachten die Ingolstädter erfreulicherweise einen DKW Monza aus dem Jahr 1957. Privat wurde ein Adler Trumpf Junior von 1937 an den Start gebracht. Das Gros der Teilnehmer wurde wie üblich von den italienischen Herstellern gestellt. Neben vielen Fiat, Alfa Romeo, Ferrari, OSCA, Maserati und Cisitalia stachen in diesem Jahr besonders ein Ferarri 225 Export Vignale Spider von1952 sowie ein wundervoller Siata 508 C aus dem Jahr 1939 ins Auge. Skurril wie immer die Franzosen: Neben dem 1954er Autobleu 750 MM auf Renault-Basis war vor allem ein Deutsch-Bonnet DB2 von 1938 bemerkenswert. Da war es für die britischen Marken schwer, Aufmerksamkeit zu erringen. Allard, Bentley und Jaguar sowie ein besonders eleganter 55er Aston Martin DB3 S vertraten den Union Jack im 375 Fahrzeuge umfassenden Feld. Vermisst wurden nur die amerikanischen Einsprengsel im wie immer schönsten rollenden Museum des Jahres.
(Text: Rainer Roßbach )
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