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Maserati GrandSport I: Werkseinsatz beim 24h-Rennen
31.05.2006
Beim diesjährigen 24h-Rennen auf dem Nürburging wird Maserati mit zwei Fahrzeugen werksseitig vertreten sein. Die Werksfahrer Michael Bartels, Eric Van de Poele und Gianni Giudici treten mit einem GrandSport "Laboratorio" an. Das Fahrzeug baut auf dem GrandSport GT3 auf mit deutlichen Weiterentwicklungen, die beim Dauereinsatz auf der Nordschleife einem Härtetest unterzogen werden sollen. Er wurde gemäß den DBMS-24-Regularien weiterentwickelt. Ex-Formel1-Fahrer Jacques Laffite, der amerikanische Journalist Patrick Hong und der englische Journalist Richard Meaden treten, verstärkt duch Gianni Giudici aus dem ersten Team, mit einem GranSport Trofeo das Langstreckenrennen an. Dieses Fahrzeug entspricht weitestgehend der Serienspezifikation, die damit einem Extremtest unterzogen werden soll. Ein verstärktes Fahrwerk trägt den Anforderungen des Nürburgrings Rechnung und die Betankungsanlage wurde den Regularien des Langstreckenrennens angepaßt. Maserati hat eine lange Tradition bei Langstreckenrennen, 1939 gewann man die 500 Meilen von Indianapolis mit einem 8CTF und Wilbur Shaw als Fahrer. Der Sieg konnte im darauffolgenden Jahr wiederholt werden. Am Nürburgring erzielte Maserati einige der wichtigsten Erfolge in der langen Rennsportgeschichte der Marke: Drei Siege im legendären 1000 km-Rennen konnte man erringen: 1956 gewannen Stirling Moss, Jean Behra, Piero Taruffi und Harry Shell auf einem 300S, 1960 gewann erneut Stirling Moss, nun mit Dan Gurney als Partner auf einen Birdcage Tipo 61, und mit dem gleichen Modell konnten Maston Gregory und Lloyd Cassner den Erfolg im folgenden Jahr wiederholen. Seit dem Wiedereinstieg in den Motorsport 2004 hat Maserati eine Reihe von Erfolgen bei traditionellen Langstreckenrennen erzielen können. Michael Bartels, Timo Scheider und Eric Van de Poele siegten dreimal beim 24h-Rennen von Spa mit dem MC12 Davide Mastracci, Leonardo Maddalena und Michele Serafini gewannen die 6h von Vallelunga im gleichen Fahrzeug. Beim 12-Stunden-Rennen von Sebring 2005 wurden Andrea Bertolini, Fabrizio De Simone und Fabio Babini Fünfte in der GT1-Klasse. Auch Jaques Lafitte kann auf Langstrecken-Erfahrung mit Maserati zurückblicken. In einem Ligier-Maserati startete er bei der 1974er Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans, allerdings ohne nennenswerten Erfolg.
(Text: Dieter Roßbach )
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