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34. ADAC 24h-Rennen: 60 Siegkandidaten am Nürburgring
04.06.2006
Am Wochenende vom 15. zum 18. Juni 2006 startet das Rennen des Jahres: 230 Teams sind für das 24h-Rennen gemeldet. Mehr als 760 Rennfahrer wollen beim Langstreckenklassiker auf der Nürburgring-Nordschleife antreten. Beim wohl größten Rundstreckenrennen auf der längsten Rennstrecke der Welt starten Rennlegenden und Nachwuchspiloten, Profifahrer und Privatiers. Einmal mehr wollen etwa Klaus Ludwig und Hans-Joachim Stuck sich in die Liste der Sieger eintragen. Einmal mehr wollen aber auch Uwe Alzen oder Peter Zakowski triumphieren. Für den persönlichen Saisonhöhepunkt des Jahres nimmt sich mancher Pilot „Sonderurlaub“, so etwa die DTM-Audi-Werkspiloten Christian Abt, Frank Stippler und Timo Scheider. Und auch die Liste der potenziellen Siegkandidaten erreicht in diesem Jahr Rekorddimensionen: Deutlich über 60 Fahrzeuge sind in den drei größten Hubraumklassen genannt, aus denen sich die Sieger rekrutieren werden. Eine ganze Armada von Rennern von Audi und Aston Martin über BMW, Lamborghini, Maserati, Porsche und Wiesmann R-GT bis zur Zakspeed-Dodge Viper hat den „Gesamtsieg“ als Ziel. Die Hauptakteure sind schnell ausgemacht. Es sind einige der Teams, die auch bei der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) tonangebend sind. So etwa die Mannschaft von Olaf Manthey: Zwei VLN-Siege zum Saisonauftakt und einen zweiten Platz hat der Porsche GT3 MR schon geholt. Gute Aussichten für den Bonner Teamchef, mit der Fahrerbesetzung Lucas Luhr/Timo Bernhard/Mike Rockenfeller/Marcel Tiemann endlich ans Ziel seiner Träume zu kommen: den 24h-Sieg. Denn den hat Manthey, ob als Fahrer oder als Teamchef, noch nie holen können. Auch Wolfgang Land hat große Ambitionen: Sein RSR-Porsche holte den Sieg beim dritten VLN-Lauf das Team mit Marc Basseng/Patrick Simon/Timo Scheider/Frank Stippler rechnet sich auch für die 24 Stunden einiges aus. Die Brüder Jürgen und Uwe Alzen haben mit dem Rennen noch eine Rechnung offen: Von der Paperform her hätten sie den Langstreckenklassiker in den vergangenen Jahren gewinnen müssen. Aber Technikprobleme warfen sie immer wieder zurück. Dieses Jahr setzt das Team auf einen GT3-Porsche mit der Fahrerbesetzung Klaus Ludwig (Bornheim) und Christian Abt (Kempten).
Favoriten: Porsche- und Sportwagen-Teams Falls das Rennglück nicht mit den Top-Favoriten sein sollte stehen etliche Teams bereit, die auf ihre Chance lauern. Zum Beispiel die rund zwei Dutzend Porsche-Mannschaften oder das Maserati-Werksmannschaft mit Michael Bartels/Andrea Bertolini/Eric van de Poele/Gianni Giudici sowie Jacques Laffite/Richard Meaden/Patrick Hong/Gianni Giudicci, das zwei Gransport I einsetzt. Auch zwei Lamborghini Gallardo und ein Aston Martin V8 Vantage wollen ein Wörtchen mitreden. Altmeister Hans-Joachim Stuck, dreifacher 24h-Sieger, sitzt mit Dieter Quester (Österreich), Dirk Werner (Kissenbrück) und Artur Deutgen (Duisburg) in einem BMW M3. Und natürlich ist da die Dodge Viper GTS-R des Zakspeed-Teams. Teamchef Peter Zakowski gehört zu den wenigen Piloten, die bislang vier Mal die 24h gewinnen konnten. Mit einem weiteren Sieg könnte er sich allein an die Spitze der ewigen Bestenliste setzen. Geheimfavoriten in der Diesel- und Allradfraktion Bei nasser Strecke könnten sich jedoch die beiden Audi RS 4 als richtige Wahl erweisen. Die allradgetriebenen Ingolstädter sind in der „großen“ Klasse SP 8 gemeldet und mit Christian Kohlhaas/Uwe Bleck (Andernach/Ingolstadt) und Timo Schupp/Hans Rußwurm (Bretzfeld/Meitingen) gehen Piloten mit viel Nordschleifenerfahrung an den Start.
Geheimfavorit ist auch der 1er BMW, den Schubert Motors einsetzt. Für den dieselgetriebenen Renner kann man sogar einen Platz in den Top 10 erwarten, denn das Auto von Johannes Stuck, Claudia Hürtgen (Aachen, VLN-Meisterin), Marc Hennerici (Bonn) sowie Teamchef Torsten Schubert pilotiert hat zwar weniger Leistung, dafür aber einen niedrigeren Verbrauch. Die damit möglichen verlängerten Stints sorgen gemeinsam mit der ausgereiften Technik für eine besonders hohe Wettbewerbsfähigkeit. Vier Tage Action in der Eifel Schon ab Donnerstag, den 15. Juni, wird vier Tage lang ein volles Programm geboten. Den Auftakt macht der traditionelle Adenauer Racing Day am Donnerstagnachmittag, bei dem ab 14.00 Uhr ein Bühnenprogramm, eine Autogrammstunde und Fußball auf der Großbildleinwand geboten wird. Teilnehmerfahrzeuge aus allen Rennen sind nach ihren Trainings ab 18.15 Uhr auf der Hauptstraße des Eifelstädtchens zu sehen. Den Höhepunkt am Freitag bildet das 500-Kilometer-Rennen von Youngtimer Trophy und ADAC Classic Trophy (Start um 14.00 Uhr). Der Samstagvormittag steht ganz im Zeichen der Rahmenserien. Bereits um 8.00 Uhr startet der RECARO Formel-3-Cup auf der Grand-Prix-Strecke, um 12.30 Uhr wird dann der zweite Lauf absolviert.
Um 9.00 Uhr folgen zwei weitere Serien: New Renault Clio Cup und Ford Fiesta ST Cup starten zu einem gemeinsam Rennen. Ebenso die ADAC Procar-Serie, die gemeinsam mit der Mini Challenge auf der Nordschleife zu sehen ist. Der Vorlauf zum 24h-Rennen beginnt dann mit der Startaufstellung ab 13.15 Uhr, Start ist um 15.00 Uhr. Vorverkauf läuft Beim ADAC 24h-Rennen verwandelt sich die Region um die „Grüne Hölle“ wieder zur Partymeile. Hunderttausende Fans feiern rund um den Kurs: Für viele ist das 24h-Rennen auf dem Nürburgring das Event des Jahres. Informationen rund um das 24h-Rennen gibt es im Internet unter www.24h-rennen.de. Wer sich sein Ticket vor der Veranstaltung sichern möchte, kann dies über die gleiche Adresse oder über die Hotline-Nummer 02691 302620. Selbst Kurzentschlossene können noch im Vorverkauf erfolgreich sein, denn bei Kreditkartenzahlung können Tickets während der Veranstaltungstage vor Ort abgeholt werden.
(Text: rr/Pressetext )
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