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Aktualisiert am 31.12.2011
© 2011 virto GmbH
24 h Nürburgring: Hausmannskost

26.06.2006

pfeil  Ergebnisse  

Porsche GT3
Ließ alle Konkurrenten hinter sich: Der Porsche GT 3 des Manthey-Teams
Doppelpfeil

Man nehme: die anspruchsvollste Rennstrecke der Welt, hervorragendes Wetter, nahezu 200.000 Motorsportfans, das Starterfeld der BF-Goodrich-Langstreckenmeisterschaft und würze das Ganze mit zwei Maserati Gransport, mehreren BMW M3 und einigen namhaften Piloten wie Jacques Laffite, Klaus Ludwig, Hans Stuck oder Dieter Quester. Das war das Erfolgsrezept für das diesjährige 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, dass mit einem Doppelsieg für Porsche endete.

Mike Rockenfeller, Lucas Luhr, Timo Bernhard und Marcel Tiemann überquerten in ihrem Porsche 911 GT3 nach 151 Runden (3832 Km) als erste die Ziellinie und verwiesen das Porsche-Team von Uwe und Jürgen Alzen, Klaus Ludwig und Christian Abt in einem GT3 auf den zweiten Rang. Dritte wurde Hans-Peter Huppert-Nieder, Christopher Gerhard, Dirk Riebensahm und Werner Mohr auf einer von Zakspeed betreuten Dodge Viper GTS-R.

Der Jubel im Manthey-Racing-Team war riesengroß, hatte doch Teamchef Olaf Manthey als Fahrer und als Teamchef bisher häufig Pech.

„Auf der ganzen Welt konnte ich Rennsiege erzielen. Aber wie oft ist mir dieses Rennen durch die Finger geglitten! Diesen Sieg verdanke ich einer großartigen Mannschaft und einem tollen Fahrerteam – wirklich alle sind dieses Projekt mit viel Herzblut angegangen. Das ist ein unglaublich gutes Gefühl.“

MaseratiGranSport
Nach zahlreichen Problemen nur Rang 62: Jacques Laffite im Maserati
Doppelpfeil

Zwar wechselte nach der ersten Boxenstopp-Phase noch mehrfach die Führung, aber der Manthey-Porsche lag bereits am Start vorne und gewann letztlich souverän.

Hans-Joachim Stuck und Dieter Quester rechneten sich gemeinsam mit Arthur Deutgen und Werner Dirk mit ihrem BMW M 3 durchaus Chancen aus, hatten sie doch mit dem von Duller Motorsport präparierten Wagen das 24-Stunden-Rennen von Dubai gewonnen. Ein Unfall beendete die bis dahin zuverlässige Fahrt während der Nacht.

Johannes Stuck hatte mehr Glück als sein Vater, teilte er sich doch das Cockpit mit Claudia Hürtgen, Marc Hennerici und Torsten Schubert. Klassensieg im BMW 120d und Rang fünf im Gesamtklassement waren ein tolles Ergebnis.

Für das Team um den Kottenborner Johannes Scheid endete das Rennen frühzeitig in einem Fiasko. Oliver Kainz hatte den von den Fans liebevoll „Eifelblitz“ genannten BMW M3 gerade vom Startfahrer Christian Menzel übernommen, als er bei einer Überrundung mit einem langsameren Fahrzeug kollidierte. Mehrfach schlug er am Streckenabschnitt Flugplatz in die Leitplanken ein und zog sich dabei Prellungen und, wie sich erst später herausstellte einen Kreuzband- und einen Innenbandabriss zu. Der BMW aber blieb als Totalschaden auf der Strecke. Derzeit ist völlig offen, ob und wie die Saison für das beliebte Team weitergehen wird.

Nachtstimmung
Abendstimmung am Hatzenbach
Doppelpfeil

Das 24-Stunden-Rennen am Nürburgring ist die wohl größte Rennveranstaltung der Welt. Es wurde vom veranstaltenden ADAC Nordrhein hervorragend organisiert und war auch, endlich mal wieder, vom Wettergott begünstigt.

Weil nur maximal 230 Teams zum Training zugelassen werden können, musste der ADAC bei mehr als 270 Anmeldungen erstmals Absagen erteilen. Nach den zwei Trainingsläufen gingen am Samstag 220 Fahrzeuge mit insgesamt 780 Fahrern aus 22 Nationen ins Rennen.

Von der werkseitigen Unterstützung des Manthey-Teams, der Schubert-BMW und den beiden Maseratis abgesehen, wurde in diesem Jahr das Feld den privaten Teams überlassen, die das 24-Rennen seit seiner ersten Auflage tragen.

Ihnen gönnt jeder den Triumph, besonders dann, wenn er gegen hochkarätige Werksteams errungen wurde.

Noch vor zwei Jahren waren mit Audi, BMW und Opel gleich drei Werke am Start. 2006 hatte die Teilnehmerliste zwar so viele Nennungen wie noch nie, aber namhafte Hersteller fehlten leider.

Bedingt durch die zahlreichen Ausfälle reduzierte sich das Feld bis zum Sonntag morgen auf einige wenige Favoriten und viele engagierte kleine Teams, die vor allen Dingen die Zielflagge sehen wollten. So fehlte am Ende etwas Salz in der Suppe des 24-Stunden-Rennens 2006, dass sich in der Schlussphase kaum mehr von einem Lauf zur BF-Goodrich-Langstreckenmeisterschaft unterschied.

Start 24 h 2006 Boxen
Schon am Start in Führung: der Manthey-Porsche
Doppelpfeil
Im dichten Verkehr der Abendsonne entgegen: der Manthey-Porsche
Doppelpfeil
Auch an der Boxen herrschte durchgehend Betrieb
Doppelpfeil
 
Wiessmann GT Stimmung Maserati/Bartels
Der Wiesmann R-GT begeisterte die Fans, schied aber nach 109 Runden aus
Doppelpfeil
Am Ende einer langen Nacht: Sonnenaufgang am Schwalbenschwanz
Doppelpfeil
Die Maserati-Mannschaft um Michael Bartels schied durch Unfall aus
Doppelpfeil
 
Porsche/Alzen corvette Dodge Viper
Der GT3 der Alzenbrüder war schnell, konnte aber das Tempo des Manthey-Porsche nicht mitgehen: Rang Zwei
Doppelpfeil
Die schnelle Chevrolet Corvette C5 des Motorsportzentrums Rhein-Rur brachte es nur auf 37 Runden
Doppelpfeil
Die Zakowski-Dodge Viper wurde mit neun Runden Rückstand Dritter
Doppelpfeil
 
Audi TT porsche-bmw kampf
Auch der Audi TT 2.0 erreichte nicht das Ziel
Doppelpfeil
Um alle Positionen wurde hart gekämpft
Doppelpfeil
Während für den BMW 335d nach 33 Runden Schluß war landete der Manthey-GT3 Doppelpfeil mit der Nummer 30 auf dem vierten Platz
 
gallardo bmw BMW 120d
Spektakulär, aber noch nicht ganz ausgreift: der Lamborghini Gallardo von Raeder-Motorsport
Doppelpfeil
Ausfall für die Altmeister: Hans-Joachim Stuck und Dieter Quester.
Doppelpfeil
Rang fünf und Klassensieg für den BMW 120d von Schubert-Motorsport
Doppelpfeil
 
Subaru WRX Gallardo Honda
Der Subaru Impreza WRX, sonst auf Rallyepisten zuhause, versuchte sich beim 24 h Rennen auf der Rundstrecke
Doppelpfeil
Der Gallardo GTR des Lambo-Teams wurde mit 20 Runden Rückstand als 20. gewertet
Doppelpfeil
Die Ecurie Biennoise aus der Schweiz kam mit einem Honda Integra zum Ring
Doppelpfeil
 
Opel Astra Caravan Aston Martin Vantage Peugeot 206 CC
Auch damit kann man auf dem Nürburgring rennen: Opel Astra Caravan
Doppelpfeil
Aston Martin-Chef Ulrich Bez fuhr den seriennahen V8 Vantage auf den 24. Platz
Doppelpfeil
Der Peugeot 206 CC wurde von einem französischen Team an den Start gebracht
Doppelpfeil
 
Opel Manta 500 SEC audi-v8
Der Opel Manta hatte stilsicher einen Fuchsschwanz an der Antenne
Doppelpfeil
Erwin Derichs brachte einen seriennahen Mercedes-Benz 500 SEC zum Nürburgring
Doppelpfeil
Der Audi V8, Sieger der DTM 1991 und 1992, ist bei VLN und 24 h Rennen immer noch aktiv
Doppelpfeil
 
Mercedes SLK Holden Mustang
Seltener Gast auf Rennstrecken – ein Mercedes-Benz SLK 350
Doppelpfeil
Die längste Anreise hatte der australische Holden Commodore. Nach 16 Runden kam das Aus
Doppelpfeil
Der Mustang GT RTD fährt mit Biodiesel – Teile der Karosserie bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen
Doppelpfeil
 

(Text: Michael Behrndt/rr )
(Fotos: Rainer Roßbach (19)/Michael Behrndt (8)/Matthias Behrndt (3) )

Verwandte Themen:

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