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Oldtimer Festival 2006: Zu Gast bei Freunden
02.07.2006
Mit der Fussballweltmeisterschaft und dem Spiel der Deutschen Nationalelf im Achtelfinale hatte das 24. Oldtimer-Festival des Düsseldorfer Automobil- und Motorsportclubs 05 (DAMC 05) eine starke Konkurrenz am heimischen Fernseher. Wer sich dennoch in die Eifel aufmachte wurde dafür reichlich belohnt. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite, als die mehr als 140 Oldtimer am Samstag und am Sonntag jeweils die Nordschleife des Nürburgrings für eine sogenannte Demo-Fahrt unter die Räder nahmen. Zwar wurde kein richtiges Rennen ausgetragen, trotzdem gingen zahlreiche Teilnehmer richtig zur Sache und gaben ihren betagten Fahrzeugen ordentlich die Sporen. Auch die Südschleife des Rings war, wie im vergangenen Jahr, Austragungsort einer Demo-Fahrt dieser 2. Vintage des DAMC 05. Sechs der präsentierten Fahrzeuge hatten schon am Eröffnungsrennen des Nürburgrings 1927 teilgenommen. Parallel dazu trugen die in verschiedenen Klassen zusammen gefassten Rennwagen und Motorräder ihre Rennen auf dem Grand-Prix-Kurs des Nürburgring aus. Nachdem zunächst die Fahrer der Solomaschinen und Gespanne ihre Duelle ausgetragen hatten, starteten Rennwagen früherer Nachwuchsklassen zum Rennen um den Graf-Berghe-von-Trips-Pokal. Hier gab es ein Wiedersehen mit zahlreichen Formel-3- und Formel-Ford Rennwagen. Einige Fahrer waren in Formel-Vau-Rennwagen zu bewundern, der Nachwuchsformel der siebziger Jahre schlechthin. Diese auf Basis von Volkswagen-Technik aufgebauten Monoposti fuhren im Rennen zumeist hinterher, dennoch war das Wiedersehen eine Augenweide. Das klassische Sprungbrett zum Grand-Prix-Sport war in jenen Jahren die Formel 2. Kaum ein Formel-1-Fahrer dieser Zeit hat diesen Weg damals nicht beschritten. So waren mit dem Wiedersehen der Lotus 59, der Brabham BT 23 und 35 sowie der verschiedenen March-Versionen vielfältige Erinnerungen an die Helden der damaligen Zeit verbunden. Die Wagen eines Jochen Rindt, eines Ronnie Peterson oder eines Hans-Joachim Stuck noch einmal in Aktion zu erleben, war ein echtes Highlight.
Eine Steigerung wurde dem Besucher beim Start der Gruppe C geboten. Zahlreiche Porsche 956 und 962, Jaguar XJ12 sowie Nissan und Mazda lieferten sich ein Rennen wie zu den besten Zeiten der Markenweltmeisterschaft. Einen Teilnehmerschwund gab es im Vergleich zum Vorjahr leider im Orwell-Supersports-Cup. Hier waren überwiegend Chevron und Lola bis zwei Liter Hubraum am Start. Nur vier McLaren M8F der früheren CanAm- und Interserie-Rennen waren gemeldet. Die Rennen der Tourenwagen bis 1300ccm boten packende Duelle der Abarth, Mini Cooper und NSU TT, bei den Läufen um den Wynn’s GT Cup konnte man die Driftkünste der Fahrer der Triumph und MG bewundern. Ausdauerprüfungen sowie die Fahrten der Markenclubs auf der Grand-Prix-Strecke rundeten das tolle Programm ab. Den Erfolg der Veranstaltung belegte die eindrucksvolle Kulisse von über 12.000 Zuschauern eine klare Steigerung zu den Vorjahren ebenso wie der enorme Zuspruch auf Seiten der Teilnehmer. Mehr als 620 Fahrerinnen und Fahrer gingen auf dem Eifelkurs im Rahmen des dreitägigen Rennereignisses mit nicht weniger als 450 Fahrzeugen aus den unterschiedlichsten Epochen des Rennsports an den Start. Für die im nächsten Jahr anstehende 25. Jubiläumsveranstaltung kann man dem DAMC 05 nur einen ähnlich guten Verlauf wünschen. Die Zeichen dafür stehen nicht schlecht, eine Fußball-WM wird es 2007 nicht geben.
(Text: Michael Behrndt ) |
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